Mit Samba besser vernetzt

Wer im lokalen Netzwerk Dateien zwischen Windows- und Linux-Rechnern austauschen möchte, dürfte sich für die Änderungen an CIFS/SMB3 interessieren. Das unterstützt jetzt ein neueres Mount-API, das den Umgang mit Remounts optimiert und ein besseres Fehler-Reporting ermöglicht. Der Support für das Witness-Protokoll von SMB3 liefert die Grundlage, um genauere Informationen über die Geschehnisse im Samba-Netzwerk zu erhalten, etwa, wenn sich eine IP-Adresse ändert. Künftig soll es auch über modifizierte Shares informieren.

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Für das Network File System (NFS) gab es Updates auf der Client- und der Server-Seite. Während der Client die Readdir-Performance und NFSv3 das Öffnen von Dateien über Filehandle verbesserten, wollen die Entwickler das Exportieren eines NFS-Mounts über NFSD wieder zu einem Erste-Klasse-Feature machen. Ziel der Übung sei es, den im Kernel verankerten NFS-Server als Zwischenlager für einen entfernt arbeitenden primären NFS-Server zu nutzen. Zugleich ist eine erste Implementierung von RPC/RDMA für den Linux-eigenen NFS-Server in trockenen Tüchern.

Für das verteilte Dateisystem Ceph gibt es hingegen vor allem eine große Änderung im Sicherheitsbereich: Support für das msgr2 On-wire-Protokoll, das über AES-GCM-Algorithmen eine volle Transitverschlüsselung ermöglicht.

Wimax am Ende, 6 GHz kommt

Während neue Anbieter ihre Treiber häufig erst im Staging-Bereich des Kernels auf Kurs bringen, bevor sie dann im Mainline-Kernel landen, gehen die Wimax-Treiber diesmal den umgekehrten Weg: Die Treiber für die drahtlose Funktechnik, die in Europa nie einen großen Durchbruch feierte, werden in den Staging-Bereich verschoben. Das ist der erste Schritt vor dem Entfernen der Technik.

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Eine bessere Zukunft gibt es für dem Iwlwifi-Treiber, den die Kernelentwickler nun mit Support für das 6-GHz-Band ausstatten. Der Rtw88-Treiber deckt auch den Kanal 144 ab und arbeitet reibungsfreier mit den Bluetooth-Treibern zusammen. Der Wilc1000-Treiber beherrscht Wi-Fi-Multimedia (WMM), und auch für Ath11k gibt es mehrere neue Funktionen.

Cgroups zur Hilfe

Linux unterstützt nun das BPF Type Format (BTF) über seine Kernelmodule. Auch im Memory Accounting beschreiten die BPF-Entwickler neue Wege, um die zahlreichen Nachteile des bisherigen Ansatzes auszubügeln. Der neue Code strebt eine Memory-Cgroups-basierte Speicherverwaltung für BPF-Objekte an. Zusammen mit dem zuletzt eingeführten Memory-Accounting für einzelne CPUs soll sich der Speicherbedarf von BPF-Programmen und -Maps auf diese Weise gut nachvollziehen lassen. Zwar bringe auch das Cgroups-basierte Accounting eigene Anforderungen mit, aber verglichen mit dem bisherigen Ansatz sei der Umbauaufwand gerechtfertigt.

Linux läuft bekanntlich nicht nur auf einer Plattform, dementsprechend lässt sich zum Beispiel auch aus dem RISC-V- und dem ARM-Umfeld Neues berichten. Palmer Dabbelt zählte für RISC-V gleich mehrere neue Funktionen auf. Dazu gehört Support für das Allozieren von fortlaufendem Speicher, für IRQ Time Accounting, für Stack Tracing, für einen strikt begrenzten Zugriff auf /dev/mem nach dem x86-Vorbild und für geschützte Kernel-Bereiche.

Zugleich gibt es für OpenRISC neue Treiber und eine Unterstützung für die LiteX-Plattform. Die ARM-Plattform unterstützt mit dem Kernel 5.11 den generischen Kasan, was für Kernel Address Sanitizer steht. Die Software entdeckt Speicherfehler, darunter Use-after-Free- und Out-of-Bound-Bugs. Daneben gibt es, wie fast mit jeder Kernel-Release, neue Treiber für diverse SoCs.

Hardware-Support für AMD- und Intel-GPUs

Die vielen Registerdateien von AMD waren bereits ein Thema. Doch bei den Grafikkartentreibern hat sich noch mehr getan. So unterstützt Linux nun die AMD-Plattformen Vangogh (rudimentär), Green Sardine und Dimgrey Cavefish. Hinter den leicht schrägen Namen stecken mutmaßlich neue APUs, die demnächst auf den Markt kommen sollen. Updates gab es auch für Navy Flounder und Sienna Cichlid, hinter denen sich AMDs Next-Generation-GPUs Navi 21 und Navi 22 verbergen.

Die Intel-Entwickler feilen derweilen weiter am Code für den Intel-Xe-Grafikchip (DG1) und haben zudem Big Joiner eingeführt. Das Feature erlaubt es, zwei Pipes in einen Port zu überführen, um so 8K-Displays über einen Displayport-Anschluss anzusteuern. Für den Code zum freien Grafikchip des Raspberry Pi gibt es jetzt einen neuen Maintainer.

Die neue Kernelversion findet sich auf Kernel.org.

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