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Netzwerk, RAID und Dateisystem

Von Grund auf neu gestaltet worden ist mit dem Treiber rtl8xxxu die Unterstützung für einige WLAN-Chips von Realtek, die per USB angebunden sind. Das Neuschreiben vereinfacht den ursprünglichen Code des Herstellers, indem nun einige Teile aus der Kernel-Infrastruktur wiederverwendet werden. Das Team hat außerdem Code verbessert, der von dem Jahr-2038-Problem betroffen gewesen ist.

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Die Implementierung des neuen Algorithmus Rack (Recently Ack) von Google nutzt Zeitstempel zum Bemerken eines Paketverlustes bei TCP. Bisher ist dafür üblicherweise die Abfolge der übertragenen Pakete betrachtet worden. Google will Rack als Standard bei der IETF einreichen, einen entsprechenden Entwurf dafür gibt es bereits.

BPF auch für Userspace

Der Berkeley Packet Filter (BPF) kann über einen Systemaufruf von Userspace-Programmen genutzt werden, dazu werden entsprechende kleine Filterprogramme in die Kernel-VM geladen. Mit Linux 4.4 ist dies auch durch Anwendungen möglich, die nicht mit Root-Rechten laufen. Um die Systemsicherheit dabei nicht zu gefährden, sollen die BPF-Programme durch ein Modul verifiziert werden. Details zu dieser Funktion bietet das Magazin Lwn.net.

Die Möglichkeit zum Laden der BPF-Programme nutzt nun auch das Werkzeug Perf, mit dem die Leistungsfähigkeit des Kernels überprüft werden kann. Zudem können die sogenannten BPF Maps, die zum Speichern der Daten der BPF-Programme genutzt werden, nun dauerhaft in einem dazugehörigen virtuellen Dateisystem gespeichert werden. Weitere Neuerungen des Netzwerk-Stacks sind in einem gesammelten Beitrag aufgeführt.

RAID-Patches von Facebook und Suse

Mit Linux 4.4 ist die Unterstützung für RAID1 auf einem Cluster-System "nahezu komplett". Die Arbeiten stammen von einem Suse-Entwickler, der diese Idee erstmals vor einem Jahr vorgestellt hat. Zu einem wirklich stabilen Code bräuchte es nur noch "ein halbes Dutzend Patches", schreibt der Maintainer Neil Brown.

Facebook steuerte ein Journal für RAID5 bei. Damit soll sich Datenverlust bei einem Crash etwa durch einen Stromausfall auch dann noch vermeiden lassen, wenn bereits eine Festplatte in dem RAID nicht mehr in Betrieb gewesen ist. Als Gerät für das Journal des RAID werde typischerweise eine SSD oder NVRAM genutzt. Künftig könnte das Journal auch zur Beschleunigung der Operationen auf dem RAID genutzt werden.

Updates für Btrfs-RAID und Ext4-Verschlüsselung

Ebenfalls von Facebook zur besseren RAID-Unterstützung beigesteuert worden sind Verbesserungen in den Allokationsroutinen von Btrfs. Die Clone-Operation nach NFS-Version 4.2 ist nun mit Btrfs Ioctls umgesetzt. Zudem soll der Code von Btrfs aufgeräumt worden sein. Das für den Servereinsatz beliebte XFS hat eine Statistikverbesserung erhalten.

Für die mit Linux 4.1 eingeführte native Verschlüsselung des Dateisystems Ext4 sind in Linux 4.4 einige wichtige Updates eingeflossen, die Speicherfehler sowie mögliche Beschädigungen der gespeicherten Daten beheben. Der Entwickler Ted Ts'o empfiehlt allen Anwendern der Verschlüsselung, statt eines Kernel-Updates zumindest die entsprechenden Patches auf ältere Kernel-Versionen zurückzuportieren.

Eingeschränkte Speicherinfo von Vmalloc

Entfernt haben die Entwickler den Zugriff über /proc/meminfo auf die Informationen zu dem per Vmalloc-Aufruf zugewiesenen Speicher. Das virtuelle Verzeichnis wird standardmäßig beim Start von einigen Versionen der Glibc ausgelesen, was normalerweise keine Probleme bereitet, bei dem Vmalloc-Aufruf allerdings einen erhöhten Rechenbedarf verursacht. Falls benötigt, lassen sich die Informationen weiterhin über /proc/vmallocinfo auslesen.

Für Nutzer, die ihren Kernel selbst kompilieren und dabei das per make xconfig aufgerufene grafische Konfigurationswerkzeug verwenden, steht dieses nun als Portierung auf Qt5 bereit. Die lange Jahre noch theoretisch verfügbare Abwärtskompatibilität zu dem längst veralteten Qt3 ist damit endgültig entfernt worden.

Der Quellcode von Linux 4.4 kann auf der Webseite kernel.org heruntergeladen werden.

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 Kernel: Linux 4.4 erscheint mit Grafiktreiber für Raspberry Pi
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nille02 12. Jan 2016

RT2560 von Ralink, RTL8187B von Realtek und 4965AGN von Intel. Bei letzterem ist es nicht...

Anonymer Nutzer 12. Jan 2016

Oh ich dachte für den RPi 1 gibt es schon Treiber, aber die nutzen ja die selbe GPU...

Thaodan 11. Jan 2016

Im Prinzip richtig nur die Frage ob die blobs das auch so sehen und dein Kernel sie...

nille02 11. Jan 2016

Der Video Decoder ist extra zu betrachten und wird vom FOSS_Treiber nicht abgedeckt...


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