Kernel: Linux 3.16 lässt Intel-GPUs CPU-Speicher nutzen

Userspace-Programme können bald einfacher die Intel-GPU verwenden. Weitere Funktionen des kommenden Linux 3.16 fallen aber eher bescheiden aus.

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Der Linux-Kernel soll einen neuen Paketfilter bekommen.
Der Linux-Kernel soll einen neuen Paketfilter bekommen. (Bild: Ben Tubby/CC-BY 2.0)

Eine seit mehreren Jahren in Entwicklung befindliche Funktion in Intels Grafiktreiber ist nun in der Vorabversion von Linux 3.16 enthalten und wird damit in vermutlich acht Wochen erscheinen. Der Treiber ermöglicht damit Userspace-Prozessen, Speicherbereiche vergleichsweise einfach mit der GPU auszutauschen. Dadurch wird das aufwendige Kopieren der Inhalte vermieden, was die Leistung von OpenCL deutlich steigern soll.

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Darüber hinaus sind erste Arbeiten an der Plattform Cherryview vorhanden, weitere Details zu Intels Neuerungen fasst Entwickler Daniel Vetter in seinem Blog zusammen. Der Nouveau-Treiber enthält erstmals Patches von Nvidia für den Chip GK20A, der im Tegra K1 verwendet wird. Der Radeon-Treiber soll die Leistung von AMD-Grafikkarten beschleunigen.

Auf ARM-Plattformen mit 64-Bit-Architektur lässt sich nun auch EFI-Stub verwenden. Damit kann der Kernel ohne zusätzlichen Bootloader wie etwa Grub aus der EFI-Systempartition heraus gestartet werden. Dank Multi-Plattform-Unterstützung kann ein einziges Linux-Image für verschiedenen ARM-SoCs benutzt werden. Das gilt nun auch für Samsungs Exynos-SoC. Darüber hinaus lässt sich der Controller der Play Station 4 besser verwenden und der Treiber für Dells Latitude-Geräte kann auf die eingebauten Beschleunigungsmesser zugreifen. So erkennt der Kernel, ob der Laptop fällt.

Das Zeitfenster zum Einreichen neuer Funktion in den Kernel das sogenannte Merge-Window beträgt üblicherweise zwei Wochen und beginnt mit der finalen Veröffentlichung der vorhergehenden Version. Für Kernel 3.16 hat Linus Torvalds dies erstmals um eine Woche nach vorn verschoben, so dass sich die Entwicklungszyklen von Version 3.15 und 3.16 überschnitten haben. Damit wollte Torvalds verhindern, dass das Merge-Window in seinen Urlaub fällt. Der Linux-Erfinder zeigte sich aber nicht sonderlich überzeugt von diesem Versuch und wird dieses Entwicklungsmodell wohl nicht wiederholen.

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