Abo
  • Services:
Anzeige

Kernel: GNU Hurd 0.6 erschienen

Eine Herde Gnus
Eine Herde Gnus (Bild: Wikimedia: Bjørn Christian Tørrissen - CC-BY-SA 3.0)

Der für das GNU-System entwickelte Kernel Hurd ist in Version 0.6 erschienen. Das virtuelle Dateisystem Procfs ist neu hinzugekommen und der Init-Server nutzt nun ein Sys-V-ähnliches Startprogramm.

Neu in der aktuellen Version 0.6 von Hurd ist das virtuelle Dateisystem Procfs, das sowohl in Linux als auch den BSD-Varianten seit Jahren Verwendung findet. Bereits seit 1990 arbeitet das GNU-Projekt an dem Kernel Hurd, der nun in Version 0.6 veröffentlicht worden ist. Wohl vor allem wegen der starken Konkurrenz durch Linux konnte sich das Projekt aber nie sehr schnell weiterentwickeln.

Anzeige

Zudem ist der bisher im Kernel selbst gepflegte Code zum Dekomprimieren von gz und bz2 durch die entsprechenden GNU-Bibliotheken ersetzt worden. Der Init-Server ist darüber hinaus aufgespalten worden. Dieser besteht nun aus einem Startup-Server, der den frühen Systemstart und das Ausschalten übernimmt sowie aus einem Init-System, das an das traditionelle Sys-V-Init angelehnt ist.

Die Nachrichtenübertragung zwischen den Hurd-Bestandteilen nutzt nun außerdem sogenannte Payloads. Diese Möglichkeit stammt aus dem Mach-Mikrokernel der in Version 1.5 erschienen ist und als Basis für Hurd dient. GNU Mach unterstützt nun auch teilweise ACPI auf x86-Systemen. Darüber könnten Systeme jetzt abgeschaltet werden. Mach ebenso wie Hurd sind einer statischen Code-Analyse unterzogen worden. Die dabei gefundenen Fehler sind nun behoben.

Die Architektur des GNU-Kernels folgt dem Mikrokernel-Prinzip. Mach selbst stellt dabei nur grundlegende Funktionen wie etwa die Interprozesskommunikation breit. Weitere Dienste des Betriebssystemkernels sind in unterschiedlichen Servern implementiert, die als Hurd gemeinsam entwickelt werden. Theoretisch ermöglicht dies eine wesentlich höhere Stabilität im Vergleich zu anderen Kernel-Konzepten, da Treiber nicht mit der Priorität und im selben Adressraum wie der Rest des Kernel laufen. Totalabstürze können so häufig vermieden werden.

Zurzeit steht GNU Hurd nur für 32-Bit-Systeme der x86-Architektur bereit, an einer 64-Bit-Portierung wird aber gearbeitet.


eye home zur Startseite
mnementh 19. Apr 2015

Debian and Arch were named. Debian hat auch eine FreeBSD-Variante.

cubie2 19. Apr 2015

Am Markt gibt es kaum reine Microkernelsysteme. Bestenfalls Hybridkernel wie bei Windows...

Neuro-Chef 17. Apr 2015

Ja, absolut gut :-)



Anzeige

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Hamburg
  2. über JBH-Management- & Personalberatung Herget, keine Angabe
  3. eLearning Manufaktur GmbH, Kleve, Düsseldorf (Home-Office)
  4. diconium digital solutions GmbH, Stuttgart (Home-Office)


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 8,49€
  2. (-72%) 5,55€

Folgen Sie uns
       


  1. Smach Z

    PC-Handheld nutzt Ryzen V1000

  2. Staatstrojaner und Quick-Freeze

    Österreich verschärft frühere Überwachungspläne

  3. Allensbach-Studie

    Altersvorsorge selbständiger IT-Experten ist sehr solide

  4. Maschinelles Lernen

    Biometrisches Captcha nutzt Sprache und Bild

  5. Gigabit

    Swisscom führt neue Mobilfunkgeneration 5G schon 2018 ein

  6. Bpfilter

    Linux-Kernel könnte weitere Firewall-Technik bekommen

  7. Media Broadcast

    Freenet TV kommt auch über Satellit

  8. Blizzard

    Update und Turnier für Warcraft 3 angekündigt

  9. EU-Urheberrechtsreform

    Kompromissvorschlag hält an Uploadfiltern fest

  10. Desktop-Modi im Vergleich

    Fast ein PC für die Hosentasche



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Freier Media-Player: VLC 3.0 eint alle Plattformen
Freier Media-Player
VLC 3.0 eint alle Plattformen

Fujitsu Lifebook U727 im Test: Kleines, blinkendes Anschlusswunder
Fujitsu Lifebook U727 im Test
Kleines, blinkendes Anschlusswunder
  1. Palmsecure Windows Hello wird bald Fujitsus Venenscanner unterstützen
  2. HP und Fujitsu Mechanischer Docking-Port bleibt bis 2019
  3. Stylistic Q738 Fujitsus 789-Gramm-Tablet kommt mit vielen Anschlüssen

Black Panther: Spezialeffekte für Hollywood aus Berlin
Black Panther
Spezialeffekte für Hollywood aus Berlin
  1. Synthesizer IIIp Moog legt Synthie-Klassiker für 35.000 US-Dollar wieder auf
  2. Roli Blocks im Test Wenn der Kollege die Geige jaulen lässt
  3. Kaputtes Lizenzmodell MPEG-Gründer sieht Videocodecs in Gefahr

  1. Re: Kurzfristig...

    fox82 | 17:45

  2. Re: Ich wäre mal froh um VDSL 100

    bombinho | 17:44

  3. Re: Und alle am weinen x'D

    xxsblack | 17:42

  4. Re: Belarus

    denta | 17:39

  5. Re: Ich glaub, es hackt...

    Eisboer | 17:38


  1. 17:45

  2. 17:37

  3. 17:02

  4. 16:25

  5. 16:15

  6. 15:21

  7. 15:03

  8. 13:12


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel