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Kernel: GNU Hurd 0.5 veröffentlicht

Rund 16 Jahre nach GNU Hurd 0.2 erscheint der für das GNU-System entwickelte Kernel nun in der Version 0.5. Die neue Version enthält mehr Änderungen, als die Entwickler im Release-Log aufzählen wollen.

Artikel veröffentlicht am ,
Neue Version von GNU Hurd nach 16 Jahren
Neue Version von GNU Hurd nach 16 Jahren (Bild: GNU)

GNU Hurd sollte das von Richard Stallman gestartete GNU-Projekt komplettieren, doch es kam anders: Heute wird weitgehend Linux als Kernel mit dem GNU-System eingesetzt, während Hurd noch immer nicht in einer Version 1.0 erschienen ist. Allerdings kann Hurd seit 2011 als Alternative zu Linux in Debian genutzt werden. Zum 30. Geburtstag des GNU-Projekts macht Hurd nun einen großen Versionssprung, von 0.2 auf 0.5.

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Zwischen diesen beiden Versionen liegen rund 16 Jahre. Die ersten beiden Versionen, 0.0 und 0.1, erschienen bereits 1996, GNU Hurd 0.2 folgte 1997. Die Entwicklung von Hurd begann aber bereits 1990 und damit früher als die Entwicklung von Linux. Ab 2002 wurde versucht, Hurd auf den Microkernel L4 zu portieren, was aber 2005 eingestellt wurde.

Mikrokernel-Architekturen haben den Vorteil, dass Treiber nicht mit der Priorität und im selben Adressraum wie der Kernel laufen, sondern eher wie normale Benutzerprozesse. Dies ermöglicht theoretisch wesentlich höhere Stabilität, da beispielsweise ein billiger Soundkartentreiber nicht aus Versehen andere Speicherbereiche überschreiben kann - was in den meisten Fällen zu einem Totalabsturz führen würde. Bei einem Mikrokernel wird in einem solchen Fall nur der Soundtreiber beendet oder sogar einfach neu gestartet.

GNU Hurd 0.5 basiert nun auf dem Microkernel GNU Mach 1.4, der ebenfalls zum GNU-Jubiläum veröffentlicht wurde. GNU Mach läuft auf 32-Bit-Systemen mit x86-Prozessoren, an einer 64-Bit-Version wird noch gearbeitet. GNU Mach 1.4 enthält zahlreiche Korrekturen, die sich seit der Version 1.3, die vor rund elf Jahren erschien, angesammelt haben.

GNU Hurd wurde darüber hinaus in vielen grundlegenden Punkten verändert. Dazu zählen der Umstieg von cthreads auf POSIX Threads, die Unterstützung von Thread-Local Storage sowie von großen Dateisystemen auf Basis von ext2fs. Auch wurde pfinet um Unterstützung für IPv6 erweitert, die aus Linux 2.2.14 stammt. Nullauth sorgt dafür, dass sämtliche Authentifizierungs-Credentials fallengelassen werden, bevor ein Programm gestartet wird.

GNU Hurd steht ab sofort unter gnu.org/software/hurd zum Download bereit.

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Vanger 01. Okt 2013

Ich habe doch nie argumentiert (wenn du das so aufgefasst hast war es zumindest nicht...

regiedie1. 30. Sep 2013

MUHAHA!!

jes77 30. Sep 2013

Nun - die Wahrscheinlichkeit, dass bei einer günstigen oder auch teuren Soundkarte ein...


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