Kerbal Space Program 2: Weltraum-Fans wegen Studioschließungen empört über Take Two
Der Spielepublisher Take Two hat Mitte April 2024 angekündigt , rund 5 Prozent seiner damals etwa 11.600 Beschäftigten zu entlassen.
Nun ist etwas klarer, welche Entwickler es trifft: Zwei Entwicklerstudios werden geschlossen, nämlich Intercept Games aus Seattle und Roll 7 aus London. Das wurde unter anderem durch einen Bericht auf Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) bekannt.
Bei der Community sorgt vor allem das Game Over von Intercept Games für Empörung. Das Team ist für die Weltraum-Simulation Kerbal Space Program 2 zuständig. Es soll zwar weiterhin Updates geben, dennoch rechnen Fans – vermutlich zurecht – damit, dass die Serie nun keine Zukunft mehr hat.
Kerbal Space Program 2 ist ein ziemlich ungewöhnliches Spiel, das die Erforschung des Universums mit kleinen grünen Wesen nachstellt. Es verbindet auf glaubwürdige Art wissenschaftliche Elemente mit schräg-anarchistischem Humor.
Das mag nicht kompatibel mit dem Massenmarkt sein, hat aber eine große und treue Fangemeinde – die offenbar jedoch nicht groß genug ist.
Auf Steam äußerten viele Spieler nach Bekanntgabe der Studioschließung ihren Ärger durch negative Bewertungen und Kommentare(öffnet im neuen Fenster) . "Das Spiel ist gut, versteht das nicht falsch, aber die Dinge, die im Hintergrund passieren, sind einfach nur pure Gier" , ist dort etwa zu lesen.
Rollerdome und Olli Olli gelten als Flop
Die Weltraumserie gelangte schon auf kritikwürdige Weise zu Take Two. Der Publisher hatte die Rechte vom mexikanischen Entwicklerstudio Squad gekauft und dann ein unabhängiges Team mit den Fortsetzungen beauftragt.

Das ging offenbar nicht schnell genug, also soll Take Two das wichtige Personal abgeworben und ein eigenes Studio gegründet haben – das nun geschlossene Intercept Games. Ein Großteil der Belegschaft von Squad wurde übrigens von Valve übernommen.
Das ebenfalls dichtgemachte Roll 7 produzierte zuletzt die Action-Sport-Livestyle-Titel Olli Olli und Rollerdome. Die wurden von der Kritik gelobt ( auch im Test bei Golem.de ), gelten aber aus kommerzieller Sicht als Flop.



