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Ken Hu: Huawei wird Fokus nicht auf Schweinezucht verlegen

Huawei sei von den US-Sanktionen sehr stark betroffen, besonders bei Smartphones, sagte der Vorstandsvorsitzende. Aber andere Bereiche wachsen.

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Ken Hu, rotierender Vorstandsvorsitzender von Huawei
Ken Hu, rotierender Vorstandsvorsitzender von Huawei (Bild: Huawei/Screenshot: Golem.de)

Huawei wird seinen Schwerpunkt nicht auf Schweinezuchtprojekte in China verlegen. Das sagte Ken Hu, rotierender Vorstandsvorsitzender von Huawei, am 31. März 2021 mit einem Augenzwinkern bei der jährlichen Pressekonferenz. "Sie haben die Berichte über Schweinezucht gesehen. Doch unser Schwerpunkt liegt auf Konnektivität und Computing, allgegenwärtiger Konnektivtät", betonte Hu.

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"Huawei ist seit vielen Jahren in Kundenprojekten zur Digitalisierung der Landwirtschaft aktiv, es gibt solche Projekte von uns auch in vielen anderen Branchen, wie etwa im Bergbau", sagte Huaweis Deutschlandsprecher Patrick Berger Golem.de auf Anfrage.

China hat die weltweit größte Schweinezuchtindustrie mit mehr als der Hälfte der lebenden Schweine der Welt. Gesichtserkennung von Huawei kann einzelne Tiere identifizieren, während andere Technologien ihr Gewicht, ihre Ernährung, ihre Gesundheit und ihre Beweglichkeit überwachen.

Hu sagte zur Entwicklung des Umsatzwachstums im vergangenen Geschäftsjahr: "Es gab einen deutlichen Rückgang im Vergleich zu den vergangenen Jahren. Wir sind von den Sanktionen sehr stark betroffen, besonders im Smartphone-Geschäft. Trotzdem haben wir ein moderates Wachstum erreicht durch Diversifizierung und höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung." Zudem mache der chinesische Markt 65 Prozent für Huawei aus.

Der Nettogewinn für 2020 belief sich auf 64,6 Milliarden Yuan (9,83 Milliarden US-Dollar), ein Plus von 3,2 Prozent gegenüber einem Wachstum von 5,6 Prozent im Vorjahr. Der weltweite Umsatz des Unternehmens lag 2020 bei 891,4 Milliarden Yuan (136,7 Milliarden US-Dollar) und damit 3,8 Prozent höher als im Vorjahr.

Huawei: Geringes Wachstum bei Mobilfunkausrüstung

Durch den Handelskrieg zwischen den USA und China kann Huawei außerhalb Chinas kaum noch Smartphones verkaufen. Das US-Handelsministerium untersagte alle Geschäfte, die ein angebliches "Risiko für die USA darstellen". Belege für die Anschuldigungen gegen Huawei legten die USA niemals vor. Seit Huawei keine Google-Apps mehr auf seinen Geräten vorinstallieren darf, gingen die Verkäufe außerhalb Chinas stark zurück. Zudem hat das Unternehmen mittlerweile Schwierigkeiten, an Smartphone-Bauteile wie SoCs zu kommen: Durch das zusätzliche Nutzungsverbot von US-Technologie für Huawei kann der weltgrößte Auftragsfertiger TSMC keine SoCs mehr für Huaweis Chipbereich Hisilicon produzieren.

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Huawei berichtete am 30. März 2021, dass sein Consumergeschäft, zu dem Smartphones gehören, 482,9 Milliarden Yuan Umsatz einbrachte, ein Plus von 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit machte der Bereich mehr als die Hälfte des Umsatzes des Unternehmens aus. Der Anstieg war teilweise auf das Wachstum von Geräten wie Smartwatches und Notebooks zurückzuführen, sagte Hu. Das Carrier-Geschäft des Unternehmens mit dem Kern Telekommunikationsausrüstung erwirtschaftete 302,6 Milliarden Yuan Umsatz, eine Steigerung von nur 0,2 Prozent.

Das Wachstum von Huawei wurde vom Heimatmarkt getragen. Der Umsatz in China stieg um 15,4 Prozent auf 584,9 Milliarden Yuan. Überall sonst gab es einen Umsatzrückgang: um 12,2 Prozent auf 180,8 Milliarden Yuan in Europa, dem Nahen Osten und Afrika, einem Rückgang von 8,7 Prozent auf 64,4 Milliarden Yuan im übrigen Asien und um 24,5 Prozent auf 39,6 Milliarden Yuan im Kontinent Amerika.

Das Unternehmen steigerte in dem extrem schwierigen Geschäftsjahr die F&E-Ausgaben um rund 10 Milliarden Yuan auf 141,9 Milliarden Yuan.

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1e3ste4 31. Mär 2021 / Themenstart

Genau, "komplett andere Kultur". Wie erklärst du dir dann, dass Hong Kong sich mit...

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