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Keine Spionage: Polizei fasst Drohnenpiloten vor Militäreinrichtungen

Hobbydrohnenpiloten haben das Marinearsenal in Wilhelmshaven überflogen. Der Anfangsverdacht auf Spionage hat sich nicht bestätigt.
/ Andreas Donath
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Das Überfliegen von militärischen Anlagen ist verboten (Symbolbild). (Bild: Pexels)
Das Überfliegen von militärischen Anlagen ist verboten (Symbolbild). Bild: Pexels / CC0 1.0

Die niedersächsische Polizei hat Drohnenpiloten identifiziert(öffnet im neuen Fenster) , die unerlaubt über dem Marinearsenal der Bundeswehr in Wilhelmshaven geflogen sind. Die Überflüge ereigneten sich zwischen Mai und Juni und warfen zunächst Fragen nach möglichen Spionageaktivitäten auf.

Das Marinearsenal in Wilhelmshaven dient als zentrale Wartungs- und Rüstungseinrichtung für deutsche Marineschiffe. Der Standort an der Nordseeküste ist von strategischer Bedeutung für die maritime Verteidigung Deutschlands, denn die Anlage beherbergt sensible militärische Ausrüstung und Schiffe der Bundeswehr.

Der anfängliche Verdacht, dass ausländische Geheimdienste hinter den Drohnenflügen stecken könnten, hat sich nach Angaben der Polizei nicht bestätigt, wie der Spiegel berichtet. Die Ermittler fanden keine konkreten Hinweise auf gezielte Ausspähungsaktivitäten im Auftrag Dritter. Wie sie zu dieser Erkenntnis gekommen sind, geht aus dem Spiegel-Bericht nicht hervor.

Zivilpiloten ohne professionellen Hintergrund

Die identifizierten Verdächtigen seien zivile Drohnenpiloten ohne erkennbaren professionellen Hintergrund in militärischen oder nachrichtendienstlichen Bereichen, teilte die Polizei laut Spiegel mit.

Deutsche Sicherheitsbehörden beobachten seit Monaten verstärkte Drohnenaktivitäten über kritischen Infrastrukturstandorten im ganzen Land. Militärische Anlagen, Industrieeinrichtungen und andere sensible Bereiche meldeten ähnliche unbefugte Drohnensichtungen.

Luftverkehrsverstöße und Sicherheitsbedenken

Den Drohnenoperateuren drohen nun Anklagen unter anderem nach deutschem Luftverkehrsrecht. Unbefugte Flüge über militärische Anlagen stellen schwerwiegende Verstöße dar, die erhebliche Geldstrafen und strafrechtliche Konsequenzen zur Folge haben können.

Die Behörden betonen, dass zivile Drohnenpiloten vor Flügen in der Nähe sensibler Einrichtungen ordnungsgemäße Genehmigungen einholen müssen.


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