Abo
  • Services:

Keine Science-Fiction: Mit dem Laser gegen Weltraumschrott

Um die wachsende Menge an Weltraumschrott in der erdnahen Umlaufbahn einzudämmen, haben japanische Forscher eine Lösung vorgeschlagen, die wie Science-Fiction klingt: Mit einem Laser und bereits auf der ISS installierter Infrastruktur sollen die Teile quasi abgeschossen werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Mit Hilfe eines Lasers könnte die ISS vor Weltraumschrott geschützt werden.
Mit Hilfe eines Lasers könnte die ISS vor Weltraumschrott geschützt werden. (Bild: NASA)

Rund um den Erdball gibt es reichlich Müll: Reste von Raketenstufen, ausrangierte Satelliten und unzählige, manchmal winzig kleine Teilchen, die durch Kollisionen größerer Bruchstücke entstanden sind. Obwohl von geringer Größe stellen diese eine besondere Gefahr für Satelliten oder die ISS dar, da sie schwer zu entdecken sind.

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, Bonn
  2. ING-DiBa AG, Frankfurt

Ein Forscherteam des japanischen Forschungsinstituts Rikagaku Kenkyujo (RIKEN) hat jetzt eine neue Lösung vorgeschlagen, um diesen Weltraumschrott zu beseitigen: Wie die Wissenschaftler um Ebisuzaki Toshikazu in einem in Acta Astronautica veröffentlichten Papier darlegen, planen sie die Beseitigung des Schrottes mit Hilfe eines Lasers.

Kontrolliertes Verglühen nach Laser-Beschuss

Dabei werden die Müllpartikel mittels eines starken Lasers beschossen. Die daraufhin ausgelöste Plasmaverdampfung soll das Teilchen so weit verlangsamen, dass es kontrolliert in die Atmosphäre eintritt und verdampft. Der Laser besteht aus bis zu 10.000 Fiberglassträngen und wurde eigentlich für die Nutzung in Partikelbeschleunigern konzipiert. Mit dieser Methode sollen auch kleine Teilchen mit einer Größe von 1 cm in einer Entfernung von bis zu 100 km zerstört werden können.

Um den Weltraumschrott aufzuspüren, wollen die RIKEN-Wissenschaftler bereits bestehende Technik der ISS verwenden: Das EUSO-Teleskop wurde eigentlich auf der Raumstation installiert, um ultraviolette Strahlung in der Erdatmosphäre aufzuspüren. Die Forscher haben allerdings herausgefunden, dass sich mit dem Teleskop in der Dämmerung schnelle Partikel in der Nähe der ISS sehr gut aufspüren lassen.

Im kleinen Maßstab ausprobieren

Als Nächstes planen die Wissenschaftler, ihren Vorschlag im kleinen Maßstab auf der ISS zu installieren. Eine 20 cm kleine Version des EUSO-Teleskops und ein Laser mit nur 100 Fiberglassträngen sollen zeigen, dass das Konzept an sich funktioniert. Wann und ob ihre Lösung tatsächlich zum Einsatz kommt, steht noch nicht fest.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. 119,90€
  3. bei Alternate bestellen

Traum-Tänzer 03. Mai 2015

ich habe da einen anderen vorschlag : der LHC am europäischen Atomforschungszentrum CERN...

awollenh 20. Apr 2015

Da haste quasi recht

plutoniumsulfat 19. Apr 2015

Das stimmt so ganz auch nicht.

Schiwi 19. Apr 2015

dadurch kommen sie doch wieder zurück auf die Erde, oder was glaubst du wo das Material...

amie 19. Apr 2015

Fiberglas ist ein Anglizismus. GFK der korrekte Ausdruck: "GFK ist umgangssprachlich...


Folgen Sie uns
       


Lenovo Thinkpad T480s - Test

Wir halten das Thinkpad T480s für eines der besten Business-Notebooks am Markt: Der 14-Zöller ist kompakt und recht leicht und weist dennoch viele Anschlüsse auf, zudem sind Speicher, SSD, Wi-Fi und Modem aufrüstbar.

Lenovo Thinkpad T480s - Test Video aufrufen
Athlon 200GE im Test: Celeron und Pentium abgehängt
Athlon 200GE im Test
Celeron und Pentium abgehängt

Mit dem Athlon 200GE belebt AMD den alten CPU-Markennamen wieder: Der Chip gefällt durch seine Zen-Kerne und die integrierte Vega-Grafikeinheit, die Intel-Konkurrenz hat dem derzeit preislich wenig entgegenzusetzen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. AMD Threadripper erhalten dynamischen NUMA-Modus
  2. HP Elitedesk 705 Workstation Edition Minitower mit AMD-CPU startet bei 680 Euro
  3. Ryzen 5 2600H und Ryzen 7 2800H 45-Watt-CPUs mit Vega-Grafik für Laptops sind da

Apple Watch im Test: Auch ohne EKG die beste Smartwatch
Apple Watch im Test
Auch ohne EKG die beste Smartwatch

Apples vierte Watch verändert das Display-Design leicht - zum Wohle des Nutzers. Die Uhr bietet immer noch mit die beste Smartwatch-Erfahrung, auch wenn eine der neuen Funktionen in Deutschland noch nicht funktioniert.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smartwatch Apple Watch Series 4 mit EKG und Sturzerkennung
  2. Smartwatch Apple Watch Series 4 nur mit sechs Modellen
  3. Handelskrieg Apple Watch und anderen Gadgets drohen Strafzölle

Shine 3: Neuer Tolino-Reader bringt mehr Lesekomfort
Shine 3
Neuer Tolino-Reader bringt mehr Lesekomfort

Die Tolino-Allianz bringt das Nachfolgemodell des Shine 2 HD auf den Markt. Das Shine 3 erhält mehr Ausstattungsdetails aus der E-Book-Reader-Oberklasse. Vor allem beim Lesen macht sich das positiv bemerkbar.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. E-Book-Reader Update macht Tolino-Geräte unbrauchbar

    •  /