Keine komplette Abschaffung: Elon Musk will Blockierfunktion bei X einschränken

Laut Elon Musk soll das Blockieren von Nutzerkonten auf X nur noch bei Direktnachrichten möglich sein. Die Stummschaltungsfunktion soll bestehen bleiben. Wenn Nutzer ein Konto blockieren, werden die Beiträge dieses Kontos nicht mehr in der Timeline des Blockers angezeigt und umgekehrt.
Ob Musk mit seinem Plan durchkommt, ist ungewiss. Experten weisen darauf hin, dass die Einschränkung der Blockierfunktion gegen Richtlinien von Apples App Store und Googles Play Store verstoßen könnte, wie es im Thread unter Musks Tweet heißt(öffnet im neuen Fenster) .
Musk begründet sein Vorhaben damit, dass das Blockieren bisher als "Feature" missbraucht worden sei. Er sieht sich selbst als Verfechter der freien Meinungsäußerung. Kritiker werfen ihm allerdings vor, mit X eine Plattform für Hass und Hetze schaffen zu wollen.
Weitere Kontroversen um Musk und X
Die mögliche Einschränkung der Blockierfunktion ist nur eine von mehreren umstrittenen Aktionen des Milliardärs. Erst kürzlich sorgte eine merkwürdige Verzögerung für Aufsehen , die auftrat, wenn man in X auf Links zu Medien wie der New York Times oder Reuters klickte. Diese Verzögerung wurde kurz danach wieder ausgeschaltet.
Musk geht außerdem gerichtlich gegen die Organisation CCDH vor , die Hassrede und Falschinformationen in sozialen Netzwerken aufdeckt. X wirft CCDH vor, seinem Unternehmen durch kritische Berichte zu schaden. Mehrere Werbekunden seien abgesprungen.
Mit dem Kauf von X für 44 Milliarden Dollar hat sich Musk in eine schwierige Position manövriert. Einerseits sehen seine Anhänger ihn als Verfechter der Redefreiheit. Andererseits fürchten Kritiker, dass Musk mit X eine Plattform für Hass und Propaganda schafft.
Die Ankündigung zur Einschränkung der Blockierfunktion ist ein weiterer Schritt, der zeigt, dass Musk gewillt ist, Kontroversen in Kauf zu nehmen. Ob ihm das langfristig nutzt oder X weiter schadet, bleibt abzuwarten.