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Keine Glasfaser, keine IT-Kompetenz: Schulen bemühen sich vergeblich um Geld aus dem Digitalpakt

Viele Schulen haben keine Glasfaser-Anbindung. Da der Ausbau sehr lange verschleppt wurde, fürchten sie, beim Digitalpakt nicht nur deshalb leer auszugehen.

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Die Petri-Grundschule in Dortmund im Juni 2020
Die Petri-Grundschule in Dortmund im Juni 2020 (Bild: Ina Fassbender/AFP via Getty Images)

Es liege nicht an den Schulen, dass ein Jahr nach Inkrafttreten des Digitalpakts kaum etwas von den 5 Milliarden Euro aus dem Programm abgerufen wurde. Das haben zwei Schul-IT-Experten Golem.de erklärt. Das Magazin Focus hatte eine Umfrage unter den 16 Kultusministerien veröffentlicht, wonach lediglich Anträge im Umfang von rund 125 Millionen Euro bewilligt wurden, was 2,5 Prozent des Budgets entspricht.

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Die Schulen wollten das Geld nutzen, die Mittel würden aber trotz vieler Einreichungen nicht freigeben, sagte ein Lehrer und IT-Verantwortlicher eines Berliner Gymnasiums Golem.de. Wir nennen seinen Namen nicht, weil er seine Vorgesetzten kritisiert. In der Regel liege es nicht an den Schulen, dass Mittel nicht abgerufen werden. "Inoffiziell hieß es zuletzt, dass nicht damit zu rechnen ist, dass wir jemals Mittel aus dem Digitalpakt bekommen, obwohl wir bereits im Oktober unser komplettes Medienkonzept eingereicht haben."

Insbesondere in Berlin werde zunächst eine Breitbandverbindung für die Schulen eingerichtet, was mit erheblichen Baumaßnahmen verbunden sei. "Für unsere Schule ist nicht einmal bekannt, ob in den nächsten zwei Jahren überhaupt damit begonnen wird. Erst wenn das abgeschlossen ist, können wir über Digitalpaktmittel Hardware für den Einsatz in der Schule bestellen. Anderen Schulen aus dem Bezirk, die ähnlich fleißig gewesen sind, geht es genauso. Die Ämter sind grundsätzlich nicht in der Lage, überhaupt Mittel auszuschütten. Ob das an fehlenden Förderrichtlinien oder Unwillen liegt, vermag ich nicht zu beurteilen", sagte der IT-Verantwortliche.

Unter den Kollegen im Bezirk werde bereits gefürchtet, dass nie Mittel aus dem Digitalpakt ausgeschüttet würden, weil der Ausbau der Leitung in die Schule zu lange verschleppt sei.

Ein weiterer Leser, der sich als Experte im Schul-IT-Bereich in Nordrhein-Westfalen bezeichnet erklärte im Leserforum von Golem.de, dass die Medienkonzepte der Schulen vorliegen würden. "Diese sind auch an vielen Schulen, die ich kenne, fertig." Dort stehe grob, welche Tools und Funktionen die Lehrer einsetzen möchten. Doch die Medienentwicklungspläne der Schulträger seien nicht fertig. Weitere Lehrer aus dem Bundesland haben Golem.de das bestätigt.

Auf kommunaler Ebene der Schulträger gebe "es kaum IT-Kompetenz. Die Gebäude sind marode, insbesondere die Verkabelung. WLAN scheiterte an 100 MBit/s-Verkabelung und überlasteten Stromkreisen für Power-over-Ethernet-Switches".

Die Lehrer an den Schulen würden gefragt, wo Access Points aufgehängt werden sollen, wüssten aber keine Antwort, weil sie dafür nicht ausgebildet seien.

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Tragen 19. Jun 2020

Sehr schlau, bei deinem Vorschlag sind ein paar Nullen mehr an den Kosten hinten dran.

(G)aimer 18. Jun 2020

Das Problem beginnt leider schon viel früher. Grundsätzlich sind Förderprogramme für...

bombinho 18. Jun 2020

Falsche Adresse, die Behauptung stammt nicht von mir, ich habe nur aufgezeigt, dass 5G...

bastie 18. Jun 2020

Eine Steintafel pro Raum genügt. Bei uns gab's früher 2 Steinwände für 1000 Schüler...

Gilga 18. Jun 2020

Das ist ja kein Zufall. In den Berichten der letzten Woche wurde nämlich genau das Nicht...


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