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Keine frischen Ideen:
Die Prozessorentwicklung ist scheintot

Prozessoren werden zwar noch leistungsfähiger, an frischen Ideen liegt das aber nicht. Ohne immer mehr Transistoren gäbe es Stagnation.
/ Johannes Hiltscher
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Eine bahnbrechende Idee für leistungshähigere CPUs hatte schon lange niemand mehr. (Bild: Cup of Couple, Pexels)
Eine bahnbrechende Idee für leistungshähigere CPUs hatte schon lange niemand mehr. Bild: Cup of Couple, Pexels / CC0 1.0

Die Prozessorentwicklung ist tot. Seit Jahren schon. Oder nicht? Jede Prozessorgeneration ist doch noch immer deutlich schneller als die vorherige. Stimmt, das liegt aber nicht an technischen Fortschritten – zumindest nicht bei der Prozessorarchitektur. Die Leistungsgewinne sind fast immer eins zu eins mit mehr Hardware erkauft. Kommt die Fertigungstechnik nicht mehr voran wie bislang, stagniert die Prozessorentwicklung. Denn technisch sind die längst ausentwickelt.

Besonders plakativ ist das Beispiel von ARMs Cortex-A76 . Laut ARM liegt seine Integer-Leistung 90 Prozent über dem Cortex-A73. Allerdings hat der Kern auch 50 Prozent mehr Recheneinheiten (Arithmetic Logical Units, ALUs), die zudem in ARMs Szenario 22,5 Prozent höher takten. Allein diese beiden Veränderungen bedeuten knapp 84 Prozent mehr Leistung. Zumindest in der Theorie, denn die Leistung wird üblicherweise für einen Parcours von Benchmarks in Form der Instructions per Cycle (IPC), also der abgearbeiteten Anweisungen pro Taktzyklus, gemessen.

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