Keine E-Autos vor 2030: Laut Lamborghini fehlen Elektroautos die Emotionen
Der zu Audi gehörende Lamborghini-Konzern tut sich mit einem Umstieg auf elektrische Sportwagen schwer. Ein weiterer Manager hat erneut bestätigt, dass der auf den Markt kommende Lamborghini Lanzador ausschließlich eine Plug-in-Hybridvariante sein wird. Ursprünglich sollte das Fahrzeug auch in einer vollelektrischen Variante konzipiert werden. "Die Technologie ist noch nicht ausgereift genug", sagt die Firma in einem Interview.
Wohl erst nach dem Jahr 2030 wird Lamborghini ein vollelektrisches Fahrzeug anbieten, wie die Verkaufsplattform What Car? nach einem Interview mit dem Lanzador-Produktleiter Stefano Cossalter(öffnet im neuen Fenster) berichtet. "Es gab kaum oder gar keine Akzeptanz bei unseren Kunden; sie waren nicht bereit, ein Elektroauto zu kaufen", sagte er.
Elektroauto ohne Emotionen?
Das Problem ist laut Cossalter, dass einem elektrischen Auto vor allem die Emotionen fehlen, die durch die Geräusche, die Vibrationen und die Haptik eines Verbrennungsmotors ausgelöst werden. "Es fehlt komplett an Emotionen", sagte er. "Schließlich kaufen sich Leute einen Lamborghini, um einige Emotionen zu fühlen."
Cossalter gesteht aber auch, dass elektrische Sportwagen vor allem durch das hohe Drehmoment und die schnelle Beschleunigung rein leistungstechnisch Vorteile haben könnten. Möglicherweise versucht Lamborghini, beide Elemente durch den Hybridansatz zu verbinden.
Laut What Car? wird der Lanzador mit einer Variante des 4-Liter-V8-Motors ausgestattet, der bereits im aktuellen Urus verbaut ist. Beim Urus in der SE-Performante-Edition hat dieser Motor eine Leistung von 597 kW oder 812 PS. Mit Elektromotor und Batterie für eine Hybrid-Konfiguration dürfte das Fahrzeug schwerer und träger sein. Genaue Angaben gibt es bisher nicht.
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