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Kein Weihnachtsspaß: Jim Carrey hasste den Grinch - wegen des Make-ups

Fun Fact
Jim Carrey wollte aus dem Film Der Grinch aussteigen, weil er im Make-up Panikattacken erlitt. Hilfe bekam er von einem Spezialisten im Umgang mit Extremstress und Folter.
/ Peter Osteried
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Jim Carrey hasste sein Grinch-Make-up. (Bild: Sony Pictures)
Jim Carrey hasste sein Grinch-Make-up. Bild: Sony Pictures

Jim Carrey hat zum 25-jährigen Jubiläum von Der Grinch mit der US-amerikanischen Entertainment-Website Vulture(öffnet im neuen Fenster) über die Bedingungen bei den Dreharbeiten gesprochen. Der Film von Regisseur Ron Howard, der auf dem Kinderbuch von Dr. Seuss basiert, war im Jahr 2000 ein großer kommerzieller Erfolg. Für Carrey selbst hatte sich die Arbeit an der Titelrolle jedoch zu einer physischen und psychischen Belastung entwickelt. Er hatte sogar frühzeitig angeboten, aus dem Projekt auszusteigen und die Gage zurückzuerstatten.

Aufwendiges Make-up

Ursprünglich plante das Studio, Carrey lediglich grün zu schminken. Der für die Masken zuständige Spezialeffektkünstler Rick Baker setzte sich jedoch gegen diese Idee durch und bestand auf einer vollständigen Verwandlung mithilfe von Prothesen. Das Ergebnis war ein aufwendiges Make-up, das mehrere Stunden täglicher Vorbereitung erforderte und dem Schauspieler kaum Bewegungsfreiheit ließ.

Carrey trug Kontaktlinsen, die das gesamte Auge bedeckten, künstliche Zähne sowie ein Kostüm aus juckendem Yakhaar. Zusätzlich war seine Nasenatmung durch die Prothesen blockiert, so dass er während der Dreharbeiten ausschließlich durch den Mund atmen konnte.

Eine hohe Belastung für Carrey

Die Situation führte laut dem Regisseur bereits während der ersten Drehtage zu Panikattacken. Carrey erwog ernsthaft, das Projekt abzubrechen und seine Gage zurückzugeben. Um den Abbruch zu verhindern, wurde ein externer Trainer engagiert, der normalerweise Militär- und Geheimdienstpersonal im Umgang mit extremen Stresssituationen und Folter schult.

Mit dessen Hilfe konnte Carrey die Dreharbeiten fortsetzen. Später gelang es dem Team zudem, die tägliche Maskenzeit von rund acht auf etwa drei Stunden zu reduzieren.

Rückblickend erklärte Carrey , dass er die Belastung unterschätzt habe. Er betonte, dass Schauspieler körperliche Schmerzen nicht einfach nach Drehschluss ablegen könnten. Eine Rückkehr zur Rolle schließt er nicht aus, allerdings nur unter der Bedingung, dass moderne Motion-Capture-Technik anstelle von klassischem Make-up eingesetzt wird.


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