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Kein User-Upgrade: Austauschbare SSD des Mac Studio ist keine SSD

Der Mac Studio verfügt über einen austauschbaren Speicher und einen zweiten Steckplatz. Doch eine SSD ist es nicht, der Controller ist auf dem SoC.
/ Andreas Donath
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Die SSD im Mac Studio (Bild: Luke Miani/Screenshot: Golem.de)
Die SSD im Mac Studio Bild: Luke Miani/Screenshot: Golem.de

Der Youtuber Luke Miani zeigt in einem Video(öffnet im neuen Fenster) , dass Apples Mac Studio zwar austauschbare Speicher besitzt, dieser jedoch von Nutzern nicht gegen andere Modelle ausgetauscht werden könnten.

Bei einigen Tests überprüfte Miani, ob der Mac aufrüstbar sei oder nicht. Er nahm einen gelöschten Speicher aus einem zweiten Gerät und setzte sie in den offenen Steckplatz des ersten Geräts ein. Der Rechner ließ sich daraufhin nicht hochfahren. Dann tauschte Miani die Steckkarten zwischen zwei Mac Studios aus und stellte erneut fest, dass keines der beiden Geräte booten konnte.

Der Grund ist schnell gefunden: Es handelt sich bei den verbauten Steckkarten nicht um eingenständige SSDs, sondern um simple NAND-Flash-Module. Der Speichercontroller ist bei M1-Geräten im SoC selbst integriert. Entsprechend funktionieren handelsübliche SSDs mit eigenem Controller nicht. Auch ist ein einfacher Austausch der Module nicht ohne Weiteres möglich, da verschlüsselte Daten auf den Modulen über einen Schlüssel gesichert werden, der auf dem im SoC integrierten Controller abgelegt ist.

Bei anderen aktuellen Modellen verlötet Apple die SSDs in den Geräten, Ausnahme ist der Mac Pro. Die Verwendung von Steckplätzen ließ die Hoffnung aufkommen, dass Nutzer den Speicher doch erweitern könnten. Allerdings ist immer noch nicht ausgeschlossen, dass Apple eines Tages eigene Speichermodule anbietet.

Der Mac Studio ist ab 2.299 Euro erhältlich. Dafür gibt es den M1 Max mit 10-Core-CPU, 24-Core-GPU und 16-Core-Neural-Engine, 32 GByte gemeinsamem Arbeits­speicher und einem 512 GByte großen SSD-Speicher.

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Den günstigsten Mac Studio mit M1 Ultra gibt es ab 4.599 Euro. Dafür bekommen Kunden eine 20-Core-CPU, eine 48-Core-GPU und eine 32-Core-Neural-Engine sowie 64 GByte gemeinsamen Arbeits­speicher und eine SSD mit 1 TByte Kapazität. In der Topausstattung kostet der Mac Studio 9.199 Euro.

Nachtrag vom 22. März 2022, 8:48 Uhr

Wir haben den Fehler korrigiert, dass die SSDs durch eine Softwaresperre nicht aufrüstbar seien. Tatsächlich ist der Austausch bereits durch das M1-SoC nicht ohne Weiteres möglich. Wir haben einen entsprechenden Absatz eingefügt und entschuldigen uns für den Fehler.


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