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Kein Premium: Apples neue Finewoven-iPhone-Hüllen zerfasern

Apple hat die Finewoven-Stoffhüllen als Ersatz für Lederhüllen auf den Markt gebracht, doch diese sind dem Alltag offenbar nicht gewachsen.
/ Andreas Donath
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Neue Finewoven-Hülle (Bild: Apple)
Neue Finewoven-Hülle Bild: Apple

Apple vermarktet seit dem Start der iPhone-15-Serie ein neues Material namens Finewoven oder Feingewebt als hochwertige Alternative zu echtem Leder. Ein erster Testbericht von The Verge(öffnet im neuen Fenster) deutet jedoch darauf hin, dass die gewebten Hüllen dem täglichen Gebrauch nicht standhalten könnten.

Finewoven neigt zu dauerhaften Schäden

Allison Johnson, Testerin bei The Verge, hat die Finewoven-Hüllen von Apple eine Woche lang getestet. Gleich nach dem Auspacken bemerkte sie Kratzer und Fusseln an den Rändern der Magsafe-Hülle. In einem Test wurde eine Hülle fünfmal mit dem Fingernagel leicht angekratzt. Dadurch wurde der Stoff dauerhaft beschädigt.

The Verge befürchtet, dass Schlüssel und Münzen die Hüllen mit der Zeit irreparabel zerkratzen werden.

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The Verge befürchtet, dass Schlüssel und Münzen die Hüllen mit der Zeit irreparabel zerkratzen werden. Im Gegensatz dazu altern Ledertaschen anders. Auch sie sind alles andere als kratzfest, doch entwickeln sie im Laufe der Jahre eine Patina, an die die Nutzer gewohnt sind. Apple behauptet, Finewoven sei eine nachhaltigere Alternative zu Leder. Berichten zufolge verursacht die Herstellung von Lederzubehör erhebliche Emissionen – und natürlich müssen Tiere dafür sterben. Die Taschen aus gewebtem Stoff sollen einen ökologischen und wohl auch moralischen Vorteil bieten.

Doch The Verge stellt infrage, ob die Umweltbilanz der kurzlebigen Finewoven-Hüllen wirklich besser ist als die von Lederalternativen. Wenn die neuen Stoffhüllen bereits nach kurzer Zeit durch Kratzer ruiniert sind und ersetzt werden müssen, könnte dies kontraproduktiv für Nachhaltigkeit sein.

Zudem monieren die Tester den vergleichsweise hohen Preis der Finewoven-Accessoires. Die Magsafe-Hülle kostet beispielsweise 59 Dollar – deutlich mehr als viele Lederhüllen von Drittanbietern.

Ob sich Apples Neuheit am Markt durchsetzen kann, bleibt abzuwarten. Einige Nutzer bevorzugen möglicherweise weiterhin die Langlebigkeit und Patina von Leder, andere begrüßen die vermeintlich tierfreundlichere Alternative aus Stoff. Der Erfolg könnte letztlich von der tatsächlichen Haltbarkeit und Umweltbilanz der Finewoven-Produkte abhängen.


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