Kein Patch verfügbar: VMware warnt vor kritischer Schwachstelle in Cloud Director
Das Softwareunternehmen VMware hat eine kritische Sicherheitslücke in VMware Cloud Director (VCD) offengelegt, die es Angreifern ermöglicht, die Authentifizierung auf anfälligen Systemen zu umgehen. Betroffen sind dem Hersteller zufolge(öffnet im neuen Fenster) jene VCD-Appliances, die von einer älteren Version auf Version 10.5 aktualisiert wurden. Mit Version 10.5 neu installierte Appliances seien grundsätzlich nicht anfällig.
Mit einem CVSS von 9,8 ist die als CVE-2023-34060 registrierte Schwachstelle als kritisch eingestuft. Auf anfälligen Systemen könne ein böswilliger Akteur mit Netzwerkzugriff die Anmeldebeschränkungen für die Authentifizierung auf Port 22 (SSH) und Port 5480 (Appliance-Verwaltungskonsole) umgehen, erklärt VMware. Auf Port 443, über die die Anmeldung der Provider und Mandanten erfolge, sei die Umgehung jedoch nicht möglich.
Kein Patch verfügbar – aber ein Workaround
Ein Patch, der CVE-2023-34060 schließt, ist wohl bisher noch nicht verfügbar. Stattdessen verweist VMware auf einen separaten Artikel(öffnet im neuen Fenster), in dem ein Workaround vorgestellt wird. Administratoren müssen also, solange kein Patch verfügbar ist, manuell eingreifen, um ihre VCD-Appliances zu schützen.
Der Hersteller hat verschiedene Skripte bereitgestellt. Damit lässt sich zunächst prüfen, ob eine Appliance überhaupt anfällig ist. Ist dies der Fall, so hilft ein anderes Skript dabei, die Sicherheitslücke zu schließen. Auswirkungen auf die Funktionalität der Appliances hat der Workaround laut VMware nicht. Ein Neustart sei ebenfalls nicht erforderlich und es seien generell keine Ausfallzeiten zu erwarten.
Alte ESXi-Schwachstelle war noch in diesem Jahr relevant
Anfang 2021 hatte VMware eine schwerwiegende Sicherheitslücke in seiner Virtualisierungslösung ESXi geschlossen, die Angreifern die Ausführung von Schadcode aus der Ferne ermöglichte. Diese wurde selbst in diesem Jahr noch für Cyberangriffe auf italienische, französische, britische, kanadische und US-amerikanische Organisationen ausgenutzt.
Dabei wurden zahlreiche Systeme mit der Ransomware ESXiArgs verschlüsselt. Die US-Sicherheitsbehörde Cisa veröffentlichte später ein Skript, das einigen betroffenen Unternehmen und Behörden dabei half, ihre virtuellen Maschinen zu retten.
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