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Kein Klick nötig: Unzählige Windows-Systeme aus der Ferne angreifbar

Der April-Patchday liefert viele gute Gründe, Windows-Systeme zu aktualisieren. Teilweise reichen spezielle Netzwerkpakete, um Schadcode einzuschleusen.
/ Marc Stöckel
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Für Windows-Admins wird es Zeit, in die Tasten zu hauen und Updates einzuspielen. (Bild: pexels.com / Iqbal farooz)
Für Windows-Admins wird es Zeit, in die Tasten zu hauen und Updates einzuspielen. Bild: pexels.com / Iqbal farooz
Inhalt
  1. Kein Klick nötig: Unzählige Windows-Systeme aus der Ferne angreifbar
  2. Schutz vor Bluehammer-Angriff

Microsoft hat zum April-Patchday wieder zahlreiche Sicherheitslücken geschlossen. Zwei davon betreffen das weitverbreitete Betriebssystem Windows. Sie scheinen besonders gefährlich zu sein, indem sie es Angreifern ermöglichen, ohne jegliche Nutzerinteraktion über das Netzwerk Schadcode einzuschleusen und zur Ausführung zu bringen. Anwender sollten zügig die neuesten Updates einspielen, um ihre Systeme zu schützen.

Eine der beiden Lücken ist als CVE-2026-33827(öffnet im neuen Fenster) registriert und betrifft die TCP/IP-Implementierung von Windows. Der CVSS-Wert von 8,1 deutet auf einen hohen Schweregrad hin, Microsoft stuft das Problem dennoch als "kritisch" ein. Die zweite Lücke (CVE-2026-33824(öffnet im neuen Fenster)) bezieht sich auf die IKE-Implementierung (Internet Key Exchange) und ist ebenfalls kritisch (CVSS: 9,8).

Laut Beschreibung muss ein Angreifer in beiden Fällen lediglich ein speziell gestaltetes Paket an anfällige Windows-Systeme übermitteln, um potenziell Schadcode zur Ausführung bringen zu können. CVE-2026-33824 setzt dabei voraus, dass das IKEv2-Protokoll aktiviert ist. CVE-2026-33827 hingegen lässt sich nur über ein IPv6-Paket ausnutzen, sofern auf dem Zielsystem IPSec aktiviert ist.

Wurm-Attacken möglich

Beide genannten Lücken lassen sich aus der Ferne sowie ohne vorherige Authentifizierung oder irgendeine Interaktion mit dem Nutzer des Zielsystems ausnutzen. Dustin Childs von der Zero Day Initiative bezeichnet die Lücken daher in einem eigenen Blogbeitrag(öffnet im neuen Fenster) als "wormable". Sie eignen sich also, um Schadsoftware wurmartig beispielsweise in Firmennetzwerken mit vielen Windows-Systemen zu verbreiten.

Für die Ausnutzung von CVE-2026-33827 muss der Angreifer eine Race Condition gewinnen. Das erklärt auch die etwas mildere CVSS-Einstufung sowie die nach Microsofts Angaben "hohe" Angriffskomplexität. Laut Childs ist das aber in der Regel keine große Hürde. "Race Conditions werden bei Pwn2Own ständig ausgenutzt, verlassen Sie sich also nicht auf dieses Hindernis", so der Sicherheitsexperte.


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