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Kein Geld zu holen: Kidnapper lassen Krypto-Influencer wegen Pleite wieder frei

Die Entführer haben offenbar angenommen, bei einem Krypto -Trader mit 40.000 Abonnenten auf Tiktok sei viel zu holen. Das ist jedoch nicht der Fall gewesen.
/ Marc Stöckel
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Kryptowährungen als physische Münzen (Symbolbild) (Bild: pixabay.com / amhnasim)
Kryptowährungen als physische Münzen (Symbolbild) Bild: pixabay.com / amhnasim

Ebenso wie in anderen Ländern häufen sich in Frankreich seit einiger Zeit Entführungen von Krypto-Anlegern, um unter Androhung körperlicher Gewalt Lösegelder zu erpressen. Bei dem jüngsten Vorfall dieser Art haben sich die Kidnapper wohl eine etwas größere Beute erhofft. Wie der französische Radiosender Europe 1 berichtete(öffnet im neuen Fenster) , war der Kontostand des entführten Krypto-Traders aber offenbar unerwartet niedrig. Er wurde daher wieder freigelassen.

Bei der entführten Person handelt es sich den Angaben nach um einen 26-jährigen Influencer, der auf dem Videoportal Tiktok über 40.000 Abonnenten hat und diese regelmäßig mit Videos rund um Krypto-Trading bespaßt. Aufgrund seines öffentlichen Auftretens im Netz nahmen die Kidnapper offenbar an, bei dem Mann sei viel Geld zu holen.

Also entführten sie ihn in der Nacht von Freitag auf Samstag. Dem Bericht zufolge wurde der Mann auf seinem Heimweg von vier Männern überfallen und gezwungen, in ein gestohlenes Fahrzeug einzusteigen. Anschließend sollen die Täter den Trader geschlagen und von ihm eine Kryptozahlung im Gesamtwert von 50.000 Euro gefordert haben.

Da war nichts zu holen

Offenkundig verfügte der Influencer aber gar nicht über die geforderte Summe. Er gewährte den Kidnappern einen Einblick in seinen Kontostand, der laut Bericht "einen geringen Saldo aufwies" . Eine genaue Zahl wird zwar nicht genannt, jedoch war die Summe offenbar klein genug, um die Entführer dazu zu veranlassen, ihr Opfer sofort wieder gehen zu lassen.

Abgeschlossen ist der Fall damit allerdings noch nicht. Den Angaben nach nahmen französische Strafverfolger die Ermittlungen auf. Die Kidnapper dürften also noch auf freiem Fuß sein. Ob sie gefasst werden, bleibt abzuwarten.

Schon zuvor gab es mehrere Berichte von Entführungen von Krypto-Investoren oder deren Angehörigen . Teilweise sollen die Entführer ihren Opfern sogar einzelne Finger abhacken, um ihrer Lösegeldforderung Nachdruck zu verleihen. Derartige Vorfalle zeigen eindrucksvoll, wie gefährlich es sein kann, Reichtum öffentlich zur Schau zu stellen. Aber selbst wer seinen Geldsegen für sich behält, kann beispielsweise durch ein Datenleck wie zuletzt bei Coinbase in Bedrängnis geraten .


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