Kein Anschluss unter dieser Nummer: Telekom schaltet telefonische Auskunft ab

Die Deutsche Telekom hat die kostenpflichtige telefonische Auskunft zum 1. Dezember 2024 abgeschaltet. Damit seien die Inlandsauskunft sowie die Auslandsauskunft des Unternehmens nicht länger verfügbar, heißt es auf der Webseite des Unternehmens(öffnet im neuen Fenster) . Diese Entscheidung gab die Deutsche Telekom im Mai 2024 bekannt und blieb dabei.
Von der Abschaltung ist auch der Weckdienst der Telekom betroffen. Die Abschaltung der Dienste wurde seinerzeit damit begründet, dass diese nicht mehr kostendeckend zu betreiben seien. Die Telekom verweist Kunden auf andere Auskunftsdienste, ohne die Gründe näher zu benennen.
Jüngere Menschen kennen die telefonische Auskunft der Telekom womöglich gar nicht mehr. Heutzutage ist es üblich, Suchmaschinen oder Kartendienste zu nutzen, um bei Bedarf Telefonnummern oder Adressen von Unternehmen, Ärzten oder anderen Einrichtungen zu finden.
Geringe Nachfrage nach telefonischer Auskunft
Im Jahr 1995 seien nach Angaben der Telekom bei der Auskunft 550 Millionen Anfragen eingegangen. Seitdem habe sich die Nachfrage jährlich durchschnittlich um rund 20 Prozent verringert. Im Mai 2024 lag die Zahl der Anrufe laut der Telekom bei deutlich unter zwei Millionen.
Das bedeute einen Rückgang von mehr als 99,6 Prozent in knapp 30 Jahren. Im Mai 2024 sagte Thomas Zähringer von der Telekom, der die Auskunft seit Jahren begleitete: "Das Angebot ist aus der Zeit gefallen." Das Unternehmen machte keine Angaben dazu, wie viele Kunden seit der Bekanntgabe der Abschaltung noch anriefen.
Vor der Abschaltung der telefonischen Auskunft kostete ein Anruf aus dem Festnetz 1,99 Euro pro Minute. Dabei gab es den Auskunftsdienst auch in anderen Sprachen wie Englisch oder Türkisch. Eine gesuchte Rufnummer konnte von der Auskunft per SMS auf ein Mobiltelefon geschickt werden.
Die Telekom betrieb die telefonische Auskunft zuletzt über einen Dienstleister in Pasewalk in Mecklenburg-Vorpommern.