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Kein 5G: Sprint reicht Klage gegen AT&T wegen 5Ge ein

AT&Ts "5G Evolution" führe bei Kunden zu der irrigen Annahme, sie verfügten über ein schnelleres Netz als bei anderen Anbietern – mit dieser Begründung und wegen dem daraus entstehenden Geschäftsverlust verklagt Sprint nun seinen Mitkonkurrenten. AT&T sieht keine Probleme mit der Bezeichnung.
/ Tobias Költzsch
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Der Netzanbieter Sprint findet, dass 5Ge nicht 5G ist. (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)
Der Netzanbieter Sprint findet, dass 5Ge nicht 5G ist. Bild: Justin Sullivan/Getty Images

Der US-amerikanische Netzanbieter Sprint hat bei einem Gericht in New York Klage gegen seinen Konkurrenten AT&T eingereicht, wie Engadget berichtet(öffnet im neuen Fenster) . Grund ist AT&Ts Bezeichnung "5G Evolution", kurz: 5Ge, für herkömmliche LTE-Netzwerke . Bei Kunden mit entsprechendem Smartphone erscheint dann anstelle des LTE-Logos auf ihrem Bildschirm die 5Ge-Bezeichung, auch wenn das Gerät gar kein 5G unterstützt.

AT&Ts Begründung für den Schritt ist, dass das Unternehmen der Kundschaft zeigen wolle, in welchen Gebieten einmal echtes 5G verfügbar sein werde. Der Netzanbieter hatte die Aktion bereits Ende 2017 angekündigt ; dank eines iOS-Updates wird das Logo künftig auch auf vielen iPhones zu sehen sein.

Sprint zufolge führe dies bei den Kunden zu der irrigen Annahme, sie würden mit einem AT&T-Smartphone eine schnellere Verbindung bekommen als mit einem Gerät, das im Sprint-Netzwerk eingeloggt ist. Dies ist nicht der Fall. Sprint zufolge spürt der Anbieter die negativen Folgen der AT&T-Kampagne anhand sinkender Geschäftszahlen.

Viele Nutzer glauben, sie wären mit 5Ge schneller unterwegs

Laut einer von Sprint angeführten Umfrage glauben 54 Prozent der Befragten, dass AT&Ts 5Ge-Netz "genauso gut oder besser als ein 5G-Netz" sei, wie Venturebeat schreibt(öffnet im neuen Fenster) . 43 Prozent der Befragten glauben, AT&Ts 5Ge-Smartphones seien in der Lage, in einem echten 5G-Netz zu funktionieren – was nicht der Fall ist.

AT&T ist sich keiner Schuld bewusst, wie eine nach der Klageeinreichung veröffentlichte Stellungnahme zeigt. "Wir verstehen, warum unsere Konkurrenten nicht mögen, was wir tun – aber unsere Kunden lieben es" , schreibt der Netzanbieter in der Mitteilung.


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