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Keep Ukraine Connected: Ukraine bekommt Starlink und braucht Stromversorgung

Eine Spendeninitiative sucht Akkus und Konverter für das ukrainische Internet. EU -Staaten übernehmen zudem teils die Finanzierung von Starlink.
/ Sebastian Grüner
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Einwohner von Cherson nutzen nach der Befreiung ein Starlink-Terminal der ukrainischen Armee. (Bild: BULENT KILIC/AFP via Getty Images)
Einwohner von Cherson nutzen nach der Befreiung ein Starlink-Terminal der ukrainischen Armee. Bild: BULENT KILIC/AFP via Getty Images

Die Ukraine bekommt 10.000 weitere Starlink-Terminals, um in dem vom Krieg gezeichneten Land eine Internet-Versorgung über die Satelliten von SpaceX herstellen zu können. Das bestätigte der stellvertretende Ministerpräsident der Ukraine und Minister für digitale Transformation, Mychajlo Fedorow, in einem Bericht von Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) . Ein entsprechender Vertrag sei bereits vorhanden. Die Finanzierung übernehmen offenbar Staaten aus der EU. Letzteres zeichnete sich zuvor schon ab .

Im Oktober drohte SpaceX-Eigner Elon Musk noch damit , dass der Satellitendienst Starlink für die Ukraine abgeschaltet werden könnte. In einem Bericht von CNN hieß es dazu, dass SpaceX die US-Regierung aufgefordert habe, die staatliche und militärische Nutzung von Starlink durch die Ukraine zu bezahlen. Musk bestätigte dies. Nur wenig später habe SpaceX diese Forderung offiziell zurückgezogen(öffnet im neuen Fenster) und Musk wollte die Nutzung offenbar selbst weiter finanzieren .

Laut dem Bericht von Fedorow hat dieser nun erneut persönlich mit Musk über Starlink-Terminals verhandelt. Dabei habe Musk seine Unterstützung für die Ukraine bestätigt. Nach den Diskussionen im vergangen Herbst mit Musk kümmerte sich die Ukraine aber wohl auch eigenständig um eine Finanzierung.

Demnach seien finanzielle Probleme in Bezug auf Starlink nun ausgeräumt. Bezahlt werden sollen die neuen Terminals dabei laut Fedorow von Staaten aus der Europäischen Union. Öffentlich genannt werden diese jedoch nicht. Eine neue Finanzierungsrunde werde dann erst im kommenden Frühjahr nötig.

Internet-Anbindung auch dank Spenden

Durch die Kriegshandlungen wie unter anderem den dauerhaften Beschuss mit Raketen und Drohnen durch russische Truppen auf ukrainische zivile Infrastruktur sind Internetanbindungen in der Ukraine seit Monaten schwer beschädigt. Unter anderem die Spendeninitiative Keep Ukraine Connected sorgt aber mit ihrer Unterstützung dafür, dass das Internet in der Ukraine noch läuft .

Unterstützt werden diese Arbeiten an der für ISPs und den Backbone notwendigen Hardware von einer Initiative der Global NOG Alliance. Ziel der Organisation ist es prinzipiell, den Austausch und die gegenseitige Unterstützung zwischen Network Operating Groups (NOG) weltweit zu fördern.

Wie die Journalistin Monika Ermert für Heise-Online berichtete(öffnet im neuen Fenster) , ist die Hilfsbereitschaft für die Initiative weiter hoch. So warteten etwa noch Geräte im Wert von zwei Millionen Euro in Lagerhäusern auf ihre Verteilung in die Ukraine. Darunter seien auch Großspenden von Microsoft und Red Hat. Aber auch Privatpersonen können spenden(öffnet im neuen Fenster) . Von den Geldern werden Spleißgeräte gekauft.

Unter Verweis auf einen lokalen ISP, der in Kyjiw und Lwiw tätig ist, heißt es in dem Bericht weiter, dass vor allem die Stromversorgung ein großes Problem sei. Das gilt natürlich auch für die Internetversorgung. Neben Dieselgeneratoren, dem dafür notwendigen Treibstoff sowie auch Akkus, werden derzeit wohl auch Spannungskonverter dringend benötigt. Die NOG Alliance hat hierfür eine gesonderte Initiative geschaffen.


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