Zum Hauptinhalt Zur Navigation

KDE-Pakete: Kubuntu ersetzt Neon durch Continuous Integration

Über das Projekt Neon stellte Kubuntu bisher in Entwicklung befindliche Software von KDE als Pakete bereit. Nun werden die Pakete dank Continuous Integration automatisiert erstellt, organisiert wird die Arbeit über Debians Git-Server.
/ Sebastian Grüner
2 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Kubuntu baut automatisiert Pakete aus Git-Schnappschüssen von KDE-Software. (Bild: Jonathan Riddell)
Kubuntu baut automatisiert Pakete aus Git-Schnappschüssen von KDE-Software. Bild: Jonathan Riddell

Kubuntu gibt das Projekt Neon auf, wie der Kubuntu-Verantwortliche Jonathan Riddell mitteilt(öffnet im neuen Fenster) . Ersetzt wird die Community-Arbeit, die Entwicklungsschnappschüsse von KDE-Software als Pakete bereitstellt, durch ein Continuous-Integration(öffnet im neuen Fenster) -System (CI). Neon habe zwar einigen Entwicklern geholfen, ihre Software mit neuen Bibliotheken oder für die kommende Version der Distribution zu testen, doch den Paketbetreuern selbst habe Neon nicht besonders geholfen.

Denn der bisherige Ansatz sei monolithisch gewesen und habe mit den tatsächlich in Kubuntu verwendeten Paketen zu wenig gemein. Unter der Führung des Paketbetreuers Harald Sitter ist so Kubuntu CI entstanden, das Pakete aus den KDE-Git-Quellen der Frameworks 5 sowie Plasma 5 erstellt. So entstehen drei PPAs(öffnet im neuen Fenster) : Unstable, das nicht überprüft wird, Unstable Daily, das automatisiert prüft, ob die Pakete bauen, und Unstable Weekly, wofür einige manuelle Tests durchgeführt werden.

Zur Überprüfung des Status verschiedener Pakete verwendet Kubuntu zusätzlich eine Jenkins-Instanz(öffnet im neuen Fenster) , womit die Betreuer weitere Fehler aufspüren können. Zusätzlich zu den Paketen für die Distribution erstellt das Team auch ein Distributionsabbild(öffnet im neuen Fenster) , das sowohl als Live-System als auch für die Installation genutzt werden kann. Um die Organisation zum Erstellen der Pakete zu erleichtern und Fehlerbereinigungen besser mit anderen zu teilen, greift das Team zudem auf die Git-Server des Debian-Projektes(öffnet im neuen Fenster) zurück.

Dass eine weitgehende Automatisierung den Paketbetreuern stark helfen kann, hat jüngst das Opensuse-Projekt bewiesen. Dieses benutzt zum Erstellen der Distribution den Open-Build-Service und hat die Veröffentlichung in diesem Jahr um mehrere Monate verschoben, um die Abläufe beim Bauen der Pakete optimieren zu können. Dadurch entstand zum Beispiel eine neue Methode zum Erstellen der Rolling-Release-Distribution Tumbleweed.


Relevante Themen