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KDE: KWin unter Frameworks 5 kompiliert

Die Fensterverwaltung KWin lässt sich mit den KDE Frameworks 5 und damit auch mit Qt5 kompilieren. In einem Jahr soll die neue auf Qt5 und Wayland aufbauende Version der KDE-Plasma-Oberflächen erscheinen.
/ Sebastian Grüner
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KWin lässt sich mit Qt5 kompilieren. (Bild: KDE/Screenshot: Golem.de)
KWin lässt sich mit Qt5 kompilieren. Bild: KDE/Screenshot: Golem.de

Mit den Frameworks 5 wechselt das KDE-Team für die grundlegenden Bibliotheken zu Qt 5. Darauf sollen die in QML geschriebenen Plasma-Arbeitsflächen aufbauen. Ein zentraler Bestandteil der Arbeitsflächen, die Fensterverwaltung KWin, lässt sich nun unter Nutzung der Frameworks 5 und Qt5 kompilieren, wie Entwickler Martin Gräßlin in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) schreibt.

Dazu habe er nur sehr wenig Code durch Ifdef-Anweisungen speziell kontrollieren müssen, schreibt Gräßlin. Außerdem habe sich die Arbeit der vergangenen Monate weitgehend ausgezahlt. So seien die vom Compiler erzeugten Fehler wegen der Verwendung von QPixmap einfach zu beheben gewesen. Gräßlin hat den entsprechenden Code schlicht gelöscht, ohne dass dadurch Funktionalität verloren ging.

Noch kann KWin allerdings noch nicht unter den Frameworks 5 getestet werden, da der Event-Filter(öffnet im neuen Fenster) noch nicht für die Verwendung mit XCB(öffnet im neuen Fenster) umgeschrieben wurde. Dies möchte Gräßlin aber nachholen. Außerdem bittet er um Mithilfe bei der Portierung, wobei auch kleinere Aufgaben übernommen werden könnten, für deren Abarbeiten die Kenntnis des KWin-Codes nicht notwendig sei.

Plasma Workspaces 2 im Sommer 2014

Neben der Nutzung der Frameworks 5 und Qt 5 planen die Entwickler, die Plasma-Arbeitsflächen in QML umzuschreiben und den Displayserver Wayland einzusetzen. An Letzterem hat Gräßlin in den vergangenen Monaten ebenfalls gearbeitet, lässt dies wohl aber ruhen, bis KWin vollständig auf Qt 5 portiert ist.

Noch Ende dieses Jahres sollen erste Testpakete der neuen KDE-Software-Generation unter Kubuntu zu Testzwecken bereitstehen, wie Sebastian Kügler schreibt(öffnet im neuen Fenster) . Dadurch sollen mögliche Integrationsprobleme der Software der vierten und fünften Generation frühzeitig erkannt werden. Immerhin plant das Team, Nutzern zu ermöglichen, Software mit "alter" und "neuer" Technik gleichzeitig zu verwenden.

Nach derzeitiger Planung sollen die Plasma Workspaces 2 mit Wayland als Displayserver im Sommer nächsten Jahres stabil zur Verfügung stehen. Sollte dies geschehen, werden Kügler zufolge in Kubuntu 14.10 Binärpakete für deren Verwendung bereitstehen.


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