KDE: Calligra erstmals stabil veröffentlicht

Neben reinen Office-Anwendungen bietet Calligra 2.4 auch Grafikanwendungen oder eine Notizapplikation. Es ist die erste stabile Veröffentlichung von Calligra seit der Trennung von KOffice.

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Die Anwendung Words mit den Bedienelementen am Rand
Die Anwendung Words mit den Bedienelementen am Rand (Bild: Calligra)

Mit Calligra 2.4 haben die KDE-Entwickler erstmals eine stabile Version ihrer Grafik- und Office-Programme veröffentlicht. In der Ankündigung schreiben sie, dass es deshalb vielleicht nicht angebracht sei, von "Neuigkeiten" zu sprechen.

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In der etwa eineinhalbjährigen Entwicklungszeit seit der Umbenennung von KOffice in Calligra hat sich einiges geändert. So wurden große Teile der Textverarbeitung Words umgeschrieben. Die Layout-Engine zur Darstellung von Text wurde komplett neu geschrieben und sollte nun die meisten Funktionen des ODF-Standards darstellen können.

Neben der Unterstützung des ODF-Standards hat das Team auch die Importfunktionen für Microsoft-Office-Dokumente verbessert. Die Entwickler haben zudem die Oberfläche der Anwendungen überarbeitet. Diese sollen nun einfacher zu bedienen sein, jedoch eine Fülle an Optionen bieten.

Krita wird Profitool

Die Zeichenanwendung Krita eignet sich nach Meinung der Entwickler nun auch erstmals für den professionellen Einsatz. Zwar können mit Krita auch Bilder bearbeitet werden, das Erstellen von Zeichnungen oder Comics liegt jedoch im Fokus der Entwickler.

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Calligra enthält im Vergleich zu KOffice auch zwei neue Anwendungen: Flow und Braindump. Flow dient dem Erstellen von Flussdiagrammen und orientiert sich an Microsoft Visio. Mit der Notizapplikation Braindump lassen sich neben Text auch Bilder und Videos in die Notizen einfügen.

Active und Mobile

Da die Kernbibliotheken von Calligra, die sogenannte Office-Engine, vom User Interface getrennt ist, sollen andere Oberflächen leichter erstellt werden können. Dies versucht auch das Calligra-Team und stellt mit Calligra Mobile Anwendungen vor, die auf einem Nokia N900 laufen. Damit lassen sich Texte, Tabellen und Präsentationen ansehen und bearbeiten.

Die Funktion zum Bearbeiten von Dokumenten fehlt Calligra Active noch. Die Office-Anwendungen sind gut in die KDE-Tablet-Oberfläche Plasma Active integriert und werden auf dem Vivaldi-Tablet zur Verfügung stehen.

Die für Calligra 2.4 geplanten und umgesetzten Funktionen sind im KDE-Wiki verfügbar. Der Quellcode kann über die Spiegelserver des KDE-Projekts heruntergeladen werden. Binärpakete stehen für verschiedene Distributionen bereit, ein experimenteller Windows-Installer wird ebenfalls angeboten. An einer Android-Portierung arbeiten die Entwickler noch.

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