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KBA-Statistik: Tesla Model Y wieder meistverkauftes E-Auto

Tesla profitiert stark von der gestiegenen Nachfrage nach E-Autos . Nur eine Marke wies im März höhere Zulassungszahlen auf.
/ Friedhelm Greis
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Das Tesla Model Y verkauft sich wieder deutlich besser als im Jahr 2025. (Bild: Friedhelm Greis/Golem)
Das Tesla Model Y verkauft sich wieder deutlich besser als im Jahr 2025. Bild: Friedhelm Greis/Golem

Das Tesla Model Y hat sich im März 2026 wieder an die Spitze der Zulassungszahlen von E-Autos in Deutschland gesetzt. Mit einem Sprung von 1.340 auf 6.841 Fahrzeuge im Vergleich zum Vormonat kam nur der VW Golf in der Gesamtstatistik noch auf höhere Verkäufe.

Tesla profitierte im vergangenen Monat besonders stark von der gestiegenen Nachfrage nach E-Autos, was nach Einschätzung von Branchenexperten auf verschiedene Gründe zurückzuführen ist. Der Abschreckungseffekt durch die politischen Eskapaden von Firmenchef Elon Musk scheint inzwischen jedoch verpufft zu sein.

Der Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes zufolge(öffnet im neuen Fenster) konnte VW mit 10.060 neu zugelassenen E-Autos seinen Spitzenplatz vor Tesla mit 9.252 Neuzulassungen verteidigen. In den Top Ten folgen Skoda (7.270) vor BMW (3.563) und Audi (5.237).

Mercedes CLA und BMW iX3 machen sich bemerkbar

Die beiden Skoda-Modelle Elroq und Enyaq waren im März mit 3.872 beziehungsweise 3.392 Neuzulassungen die erfolgreichsten E-Autos aus dem VW-Konzern. Es folgen die VW-Modelle ID.3 (3.298), ID.7 (3.039) und ID.4/5 (2.554).

Mercedes profitierte im März von der gestiegenen Nachfrage nach dem CLA, der auf 2.221 Neuzulassungen kam. Bei BMW machte sich der neue iX3 mit 1.303 Fahrzeugen erstmals in der Statistik nennenswert bemerkbar.

Weit abgeschlagen im Ranking finden sich weiterhin die chinesischen Hersteller. Das erfolgreichste Modell war der T03 von Leapmotor mit 711 Neuzulassungen. Der BYD Dolphin fiel hingegen deutlich auf 409 Exemplare zurück.

Dudenhöffer sieht keinen Effekt durch Kaufprämie

Nach Einschätzung des Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer ist der Verkaufssprung bei Tesla noch nicht auf die neue Kaufprämie der Bundesregierung zurückzuführen. "Die hohe Tesla-Prämie von 3.000 Euro plus die hohen Spritpreise wirken und bringen Verkäufe" , sagte Dudenhöffer auf Anfrage von Golem und fügte hinzu: "Nach unserer Einschätzung liegt das Argument staatliche Kaufprämie 100 Prozent daneben. Die staatliche Kaufprämie gibt es noch nicht und die Voraussetzungen sind zusätzlich nicht klar. Kein Mensch kauft eine Katze im Sack, wenn es sich um hohe Ausgaben für Neuwagen dreht."

Dudenhöffer wies zudem darauf hin, dass das Verkaufsplus im März vermutlich nicht auf hohe Flottenverkäufe oder Vermieterzulassungen zurückzuführen sei. So hätten die Zahlen von Februar 2026 gezeigt, dass 66 Prozent der Tesla-Fahrzeuge von Privatpersonen gekauft worden seien. Daher sei für März ebenfalls von hohen Privatzulassungen auszugehen.

Tesla dürfte zudem davon profitieren, dass die Fahrzeuge schnell verfügbar sind(öffnet im neuen Fenster) . So produzierte das Unternehmen im ersten Quartal 2026 nach eigenen Angaben(öffnet im neuen Fenster) rund 408.000 Fahrzeuge, lieferte jedoch nur rund 358.000 Fahrzeuge aus. Daher versucht das Unternehmen, die Überproduktion mit Rabatten und Null-Prozent-Finanzierung abzubauen.

Die Bundesregierung hatte die Kauf- und Leasingprämie für Elektroautos und Plug-in-Hybride Ende Januar 2026 angekündigt. Daher ist es durchaus schon möglich, dass danach bestellte Fahrzeuge inzwischen zugelassen wurden. Die genauen Details der Prämie sind aber noch unklar. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums(öffnet im neuen Fenster) ist eine Antragsstellung "voraussichtlich im Mai 2026 möglich" . Förderfähig sind Fahrzeuge, die nach dem 1. Januar 2026 neu zugelassen werden. Die Förderung kann rückwirkend beantragt werden. Entscheidend ist dabei das Datum der Neuzulassung.


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