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KBA-Statistik: Extremer Einbruch bei Teslas Verkaufszahlen

Der Anteil der E-Autos an den Zulassungen nähert sich der 30-Prozent-Marke. Tesla registriert hingegen die schwächsten Verkäufe seit Jahren.
/ Friedhelm Greis
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Laut KBA wurden nur wenige Hundert Teslas im Juli 2026 neu zugelassen. (Bild: Friedhelm Greis/Golem)
Laut KBA wurden nur wenige Hundert Teslas im Juli 2026 neu zugelassen. Bild: Friedhelm Greis/Golem

Die Neuzulassungen von E-Autos legen im Jahresvergleich weiter stark zu. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes(öffnet im neuen Fenster) (KBA) bedeuteten die 78.609 Neuzulassungen im Juli 2026 einen Zuwachs von 61,7 Prozent. Der Anteil von 29,3 Prozent entspricht fast der Summe von reinen Benzinern und Dieselfahrzeugen zusammen (30,7 Prozent).

Mit 30.609 Neuzulassungen kamen Plug-in-Hybride auf 11,4 Prozent. Die übrigen Hybride kamen auf 74.675 Exemplare. Die Gesamtzahl der Neuzulassungen lag mit 268.068 um 1,2 Prozent über derjenigen des Vorjahresmonats.

Starker Einbruch bei Tesla-Verkäufen

Den KBA-Angaben zufolge brachen die Verkäufe von Tesla im Juli extrem ein. Nach 7.768 Neuzulassungen im Juni wurden der Behörde zufolge nur noch 367 Fahrzeuge neu angemeldet. Das sind sogar noch 66,9 Prozent weniger als im ohnehin schwachen Vorjahresmonat. Seit der Einführung des Model Y im Herbst 2021 dürfte Tesla hierzulande nicht mehr so wenig Autos innerhalb eines Monats verkauft haben.

Dem chinesischen Hersteller BYD zufolge(öffnet im neuen Fenster) war der Seal U DM-i ein weiteres Mal der meistverkaufte Plug-in-Hybrid in Deutschland. Das Modell sei im Juli auf 1.822 Neuzulassungen gekommen. Bereits im Mai hatte BYD erstmals seine Marktführerschaft bei Plug-in-Hybriden in Deutschland reklamiert(öffnet im neuen Fenster).

CSU will Förderbedingungen ändern

Der zunehmende Marktanteil chinesischer Hersteller in diesem Segment besorgt inzwischen die deutsche Autoindustrie. So sprach sich VW-Chef Oliver Blume zuletzt für Sonderzölle auf chinesische Plug-in-Hybride aus. Bislang verhängt die EU nur auf vollelektrische Autos zusätzliche Strafzölle.

Nach dem Willen der CSU-Abgeordneten im Bundestag soll die E-Auto-Förderung zudem zugunsten europäischer Hersteller angepasst werden. "Wir müssen die Förderung so ausrichten, dass die Wertschöpfung dieser Fahrzeuge größtenteils in Europa stattfindet", sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann dem Internetportal Politico(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) und fügte hinzu: "Andere EU-Länder machen es bereits vor und koppeln Boni gezielt an Kriterien wie die lokale Batterieherstellung, den Materialeinsatz oder kurze Transportwege. Wenn wir E-Autos mit Steuermitteln fördern, muss das Geld auch der heimischen Industrie zugutekommen."

VW-Konzern mit meisten Förderungen

Einer vorläufigen Auswertung zufolge dürften europäische Hersteller allerdings am meisten von der Förderung profitieren. So lag der VW-Konzern bis Ende Juni 2026 mit 2.720 Bewilligungen vor Stellantis mit 2.278 Förderungen vorn. Es folgte Tesla mit 2.086 Förderungen, wobei das Model Y in Brandenburg produziert wird.

Hersteller wie Kia oder Hyundai, die auf 1.264 Förderungen kamen, produzieren inzwischen auch in der EU. Als erster chinesischer Hersteller landete BYD in der Liste auf Platz 7 mit 544 Bewilligungen. Das geht aus einer Antwort(öffnet im neuen Fenster) (PDF) auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Julian Joswig hervor. Bis Ende Juni wurde demnach eine Fördersumme in Höhe von 53,9 Millionen Euro bewilligt. Die gesamte Fördersumme beträgt drei Milliarden Euro.


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