KBA-Rückruf: Prozessoren bei neueren Tesla-Modellen können überhitzen
Das Kraftfahrt-Bundesamt hat einen Rückruf für rund 15.000 Tesla-Modelle gestartet. Das Problem ist in den USA schon länger bekannt.
Wegen der unzureichenden Kühlung von Prozessoren hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) eine Rückrufaktion für Tesla-Modelle gestartet. Das Problem "kann zum Ausfall diverser Fahrzeugsysteme führen", heißt es in der Rückrufdatenbank unter der KBA-Referenznummer 011850. Als Abhilfe nennt das KBA ein "Softwareupdate, um die Verwaltung der CPU-Temperatur zu verbessern".
Dem Eintrag vom 26. August 2022 zufolge sind von dem Problem weltweit 209.211 Fahrzeuge der Baujahre 2021 und 2022 und sämtlicher Modelle betroffen. In Deutschland gilt dies für 14.807 Elektroautos.
In den USA gab es einen entsprechenden Rückruf unter der Tesla-Referenznummer SB-22-00-009 bereits im Mai dieses Jahres. Nach Angaben der Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA (PDF) tritt das Problem lediglich während eines Schnellladevorgangs oder während der Vorkonditionierung des Akkus für das Schnellladen auf. Dann kann die CPU des Infotainmentsystems überhitzen.
Höheres Unfallrisiko
"Eine verzögerte oder neu gestartete CPU kann verhindern, dass der Zentralbildschirm das Bild der Rückfahrkamera, die Gangwahl, die Einstellungen für die Sichtkontrolle der Windschutzscheibe und Warnsignale anzeigt, was das Risiko eines Unfalls erhöht", heißt es in dem Schreiben.
Der Autohersteller ging damals davon aus, das Problem über ein Softwareupdate beheben zu können. Dieses sollte das Temperaturmanagement der CPU verbessern. Da die entsprechenden Updates online erfolgen, müssten die Halter dazu nicht die Werkstatt aufsuchen.
Nach Angaben der US-Verbraucherschutzorganisation Consumerreports.org sind Modelle, die nach dem 4. Mai 2022 gebaut wurden, nicht von den Problemen betroffen. Diese Fahrzeuge verfügen demnach schon über die aktuelle Software. Betroffen sind hingegen alle Firmware-Versionen vor der Nummer 2022.12.3.3 mit Ausnahme der Version 2022.11.101.1.