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KB4516067: Bug schränkt Funktionsumfang von Windows RT deutlich ein

Offenbar ist Microsoft mit dem Update KB4516067 ein Fehler unterlaufen, der ungewöhnliche Auswirkungen hat. Die alten ARM-basierten Windows-Geräte können plötzlich Schwierigkeiten mit dem Internet Explorer wegen eines Zertifikatsrückrufs bekommen.

Artikel veröffentlicht am ,
Windows RT-Geräte, hier das Asus-Gerät im Jahr 2012, funktionieren nur noch eingeschränkt.
Windows RT-Geräte, hier das Asus-Gerät im Jahr 2012, funktionieren nur noch eingeschränkt. (Bild: Golem.de)

Mit dem Monthly Rollup vom September 2019, dem KB4516067, hat Microsoft für sehr ungewöhnliche Internet-Explorer-Probleme gesorgt, wie Windows-Spezialist Günter Born in seinem Blog berichtet. Betroffen sind nämlich nur sehr seltene Geräte der Windows-RT-Serie. Namentlich genannt wird das Surface RT und das Surface 2. Die beiden Tablets dürften zu den verbreitetsten Geräten ihrer Art gehören. Vermutlich dürften aber alle Windows-RT-Installationen betroffen sein, die das September-Update eingespielt haben.

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Mit dem Update wurden Zertifikate widerrufen, was die Nutzung des Internet Explorers drastisch einschränkt. Normalerweise ist das kein großes Problem, denn regulär lässt sich unter Windows ein anderer Browser installieren. Das gilt sogar für Windows on ARM für die modernen Qualcomm-basierten-Geräte. Als Windows RT eingeführt wurde, war das allerdings noch anders. Dieses für ARM-Prozessoren entwickelte System erlaubte nur spezielle Anwendungen. Die Tablets von damals lassen sich trotzdem durchaus noch benutzen, zumal man sich über potenzielle Angriffe weniger Sorgen machen muss.

Auch wenn insgesamt nur wenige Windows-Nutzer betroffen sind, so sind es nach derzeitigem Informationsstand die Windows-RT-Nutzer in Vollständigkeit, sofern das September-Update installiert wurde. Abhilfe schaffen derzeit nur die Deinstallation des KB4516067-Updates und das anschließende Blocken der Aktualisierungen innerhalb des Betriebssystems. Das geht aber wohl nur über einen Registry-Eintrag. In einigen Fällen soll das RT-Gerät sogar gar nicht mehr funktionieren, das berichten Leser unter dem Born-Blogeintrag.

Microsoft hat den Fehler selbst bereits bestätigt. Der Knowledge-Base-Eintrag wurde am 14. September 2019 aktualisiert, spätestens seit diesem Datum ist Microsoft dabei, eine Lösung zu finden. Der Konzern kündigt ein weiteres Update an. Für Anwender, die sich nicht so gut mit Windows auskennen und sich Registry-Manipulationen nicht zutrauen, heißt es also erst einmal abwarten.

Windows RT in der Version 8.1 wird noch recht lange seitens Microsoft unterstützt. Während der Mainstream-Support zwar schon 2018 eingestellt wurde, werden Sicherheitsupdates für das Betriebssystem noch bis Anfang 2023 verteilt.

Nachtrag vom 18. September 2019, 10:40 Uhr

Golem.de kann das Problem mit dem Update in gewissen Grenzen anhand eines Surface RT bestätigen. Nach der Installation des September-Updates startet der Internet Explorer nur noch kurz und stürzt kurz danach ab. Einzelne Apps oder auch der Microsoft-Appstore funktionieren hingegen noch.

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hendrik940 18. Sep 2019

Lösung: 1. Automatische Updates lassen sich nicht einfach so in den Einstellungen...

hr.bert 17. Sep 2019

Du sagst es. Ist glücklicherweise nicht mein Surface RT :-) Brauchst auch alle...


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