Kazuo Hirai: Sony sieht keine großen Innovationen mehr bei Smartphones

Sony sieht das Ende des Smartphones kommen, hat aber noch keine Idee für einen Nachfolger. Das sagte Konzernchef Kazuo Hirai im Gespräch mit der Welt am Sonntag(öffnet im neuen Fenster) . Er sei überzeugt davon, dass die Branche an einem Scheidepunkt stehe, wie er vor zehn Jahren beim Übergang von normalen Handys zu Smartphones zu sehen gewesen sei.
"Auch heute sehen wir bei Smartphones keine wesentlichen Innovationssprünge mehr" , sagte Hirai Die Industrie frage sich deswegen, was das nächste dominante Kommunikationsgerät sein werde, habe aber noch keine Antwort darauf.
"Ich denke, dass das noch nicht entschieden ist. Viele Hersteller experimentieren derzeit mit tragbarer Elektronik herum, mit unterschiedlichem Erfolg. Aber wir haben noch nichts gesehen, was wirklich eine revolutionäre Veränderung bringt" , sagte Hirai.
Wir verändern uns ständig
Sony habe einmal gedacht, dass die CD das Größte im Musikgeschäft sei. "Dann kamen die Downloads. Jetzt ist es das Streaming. Wir verändern uns ständig. Wenn wir nicht mehr an die Größe von Batterien und Displays gebunden sind, ist vieles denkbar. Wir überlegen bei Sony ständig, was nach dem Smartphone kommt. Derzeit hat noch niemand die Antwort darauf." Aber das mache die IT-Industrie so aufregend. Es gebe noch so viele Innovationen, die nur darauf warteten, dass sie geschehen.
Mit Vaio habe Sony sein Computergeschäft abgestoßen. Er würde es heute genau so wieder entscheiden, erklärte Hirai. Das aus der PC-Sparte von Sony hervorgegangene Unternehmen Vaio hat sein erstes Smartphone mit Windows 10 Mobile als Betriebssystem präsentiert .



