Kazam: Smartphone-Anbieter mit kostenlosem Displaytausch
Im Mai 2014 sollen die ersten Kazam-Smartphones(öffnet im neuen Fenster) in den deutschen Handel kommen. Der britische Anbieter bewirbt die Android-Smartphones mit einer einjährigen Displaygarantie, die im Kaufpreis enthalten ist. Allerdings gibt es weniger eine Displaygarantie, sondern einen einmaligen Displaytausch innerhalb des ersten Jahres nach Kauf.
Wenn dem Kunden also das Smartphone-Display kaputt geht, wird es ohne weitere Rückfragen ausgetauscht. Kazam erklärte Golem.de, dass es derzeit noch darauf hinauslaufe, dass das Gerät dann direkt ausgetauscht wird. Erst später soll nur noch das Display ersetzt werden. Dann soll eine maximale Austauschzeit von 72 Stunden erreicht werden.
Anbieter tauscht Display einmal gratis
Im Falle eines Displaydefekts geht der Kazam-Kunde zu seinem Händler und der kümmert sich um alles weitere. Kazam rät, vorher die Smartphone-Daten zu sichern, um bei Bedarf das Backup auf das neue oder das reparierte Gerät wieder aufspielen zu können. Innerhalb des ersten Jahres nach Kaufdatum wird das Display aber in jedem Fall nur einmal kostenlos getauscht. Falls es ein weiteres Mal kaputt geht, müsste der Käufer selbst für die Reparatur aufkommen.
Der Markteintritt des britischen Anbieters hatte sich erheblich verzögert. Als Kazam im November 2013 seinen Markteintritt in Deutschland verkündete, sollte es eigentlich nur noch einige Wochen dauern. Im Februar 2014 wurde dann eine Markteinführung hierzulande im zweiten Quartal 2014 anvisiert.
Zunächst soll es die Kazam-Smartphones im Laufe des Monats bei den beiden Elektronikketten Mediamarkt und Saturn geben. Danach sollen weitere Händler sie ins Sortiment nehmen, verspricht der Anbieter. Noch hat keiner der großen Onlinehändler ein Smartphone des Anbieters im Angebot.
Gleich mehrere Kazam-Smartphones geplant
Kazam will gleich mit einer ganzen Palette von Android-Smartphones auf den Markt kommen. Dabei handelt es sich um Einsteiger- und Mittelklassegeräte, die mit unterschiedlichen Displaygrößen zu haben sind. Alle Geräte haben zwei SIM-Kartensteckplätze, einen auswechselbaren Akku und einen Steckplatz für Micro-SD-Karten mit bis zu 32 GByte. Dieser wird auch dringend benötigt, denn alle Kazam-Smartphones haben nur 4 GByte Flash-Speicher, wovon dem Nutzer nur etwas mehr als 1 GByte zur Verfügung steht.
Alle Kazam-Smartphones werden noch mit der veralteten Android-Version 4.2.2 alias Jelly Bean ausgeliefert. Der Hersteller will erst noch prüfen, ob und welche Geräte ein Update auf Android 4.4 alias Kitkat bekommen. Kazam verwendet das Stock-Android von Android und macht keine eigenen Änderungen daran.
Die Kazam-Smartphones haben als Dreingaben lediglich eine App für Remote-Support. Über den Rescue-Dienst können Kazam-Kunden sich vom Anbieter helfen lassen, indem Service-Mitarbeitern für begrenzte Zeit und nur nach einer Kennwort-Bestätigung der Zugriff auf ihr Gerät gewährt wird.
Alle Kazam-Smartphones funktionieren nur auf den beiden UMTS-Frequenzen 900 und 2.100 MHz und decken darüber hinaus Quad-Band-GSM ab. Dabei wird HSDPA mit bis zu 7,2 MBit/s unterstützt. Es gibt Single-Band-WLAN nach 802.11 b/g/n sowie zumeist Bluetooth 3.0 und einen GPS-Empfänger.
Trooper-Reihe mit Dual-Core-Prozessor
Die Mehrzahl der zunächst geplanten Kazam-Smartphones läuft mit Dual-Core-Prozessoren, hat 512 MByte Arbeitsspeicher und gehört zur Trooper-Produktreihe. In den meisten Trooper-Modellen steckt der Dual-Core-Prozessor MT6572 von Mediatek, der mit 1,2 GHz getaktet ist. Nur im Einsteigermodell Trooper X4.0 gibt es das Dual-Core-Modell MT6572M, dessen maximale Taktrate 1 GHz beträgt.
Alle Trooper-Modelle haben auf der Gehäuserückseite eine 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus und Kameralicht. Auf der Displayseite gibt es für Videotelefonate eine VGA-Kamera.
Thunder-Modellreihe mit Quad-Core-Prozessor
Die Thunder-Modellreihe hat im Unterschied dazu einen Quad-Core-Prozessor und 1 GByte Arbeitsspeicher. Vorerst gibt es aber nur das Modell Thunder Q4.5 mit Mediateks MT6582M, der mit einer Taktrate von 1,3 GHz läuft.
Das Kazam-Einstiegsmodell ist das Trooper X4.0 für 110 Euro. Es hat einen 4 Zoll großen Touchscreen mit einer Auflösung von 800 x 480 Pixeln und einen Akku mit 1.550 mAh. Für 140 Euro gibt es das Trooper X4.5 mit einem 4,5-Zoll-Display und einer Auflösung von 854 x 480 Pixeln. Der Akku hat 1.750 mAh. Akkulaufzeiten nannte Kazam zu den beiden Geräten nicht.
Bei den beiden übrigen Kazam-Smartphones aus der Trooper-Reihe ist das Modell mit dem größeren Display günstiger als das mit dem kleineren Touchscreen. Das Trooper X5.0 hat einen 5-Zoll-Touchscreen und kostet 180 Euro. Für 170 Euro gibt es das Trooper X5.5 mit einem 5,5 Zoll großen Display. Beide Geräte haben eine Displayauflösung von 854 x 480 Pixeln. Im 5-Zoll-Modell steckt ein 2.000-mAh-Akku mit einer maximalen Sprechzeit von 10 Stunden. Das 5,5-Zoll-Modell hat einen 2.500-mAh-Akku und soll eine maximale Gesprächszeit von 7 Stunden schaffen.
Thunder Q4.5 mit Bluetooth 4.0
Das einzige Quad-Core-Modell von Kazam wird für 190 Euro angeboten und hat einen 4,5 Zoll großen Touchscreen mit einer Auflösung von 854 x 480 Pixeln. Der 1.800-mAh-Akku soll eine maximale Sprechzeit von knapp 9 Stunden bieten. Das Thunder-Modell ist das einzige Kazam-Smartphone mit Bluetooth 4.0.


