Kaufprämie für Elektroautos: Nur noch jeder 20. Antrag wird abgelehnt

Angeblich wird jeder vierte Antrag auf Umweltbonus für ein Elektroauto nicht bewilligt. Doch die tatsächlichen Zahlen sehen ganz anders aus.

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Nur jeder 20. Antrag auf Umweltbonus wird derzeit abgelehnt.
Nur jeder 20. Antrag auf Umweltbonus wird derzeit abgelehnt. (Bild: Daniel Pook/Golem.de)

Der Anteil der abgelehnten Anträge für die Elektroautoprämie ist in den vergangenen Monaten deutlich gesunken. Das teilte das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) auf Anfrage von Golem.de mit. Die Ablehnungsquote beim einstufigen Verfahren, das im Februar 2020 eingeführt worden sei, liege derzeit bei fünf Prozent. Beim früheren zweistufigen Verfahren sei jeder zehnte Antrag abgelehnt worden. "Die Meldungen, dass bis zu einem Viertel der Anträge abgelehnt werden, sind unzutreffend", hieß es weiter.

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Die laut Bafa unzutreffenden Zahlen waren Mitte August bekanntgeworden. Allerdings basierten sie auf einer an sich zuverlässigen Quelle. Die Bundesregierung hatte auf Anfrage des FDP-Abgeordneten Bernd Reuther mitgeteilt, dass bis zum 31. Juli 2020 insgesamt 234.805 Anträge auf Förderung durch den Umweltbonus eingegangen seien. Davon seien 174.023 Anträge positiv beschieden worden. Das entspricht einer Bewilligungsquote von gut 74 Prozent.

Das Problem an der Zahl: "Nicht bewilligte Anträge sind nicht automatisch abgelehnte Anträge. In vielen Fällen handelt es sich Anträge, die aktuell noch bearbeitet werden", teilte die Bafa weiter mit.

Die hohe Zahl der noch nicht endgültig beschiedenen Anträge liegt laut Bafa auch an einem Nachfrageboom: "Dank des neuen Innovationsbonus gab es im Juli einen Rekord bei den Antragszahlen: Fast 20.000 Anträge wurden gestellt. In den ersten sieben Monaten 2020 haben sich die Antragszahlen im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt." Neben dem vereinfachten Verfahren soll laut Bafa auch zusätzliches Personal dazu beitragen, dass sich die Antragsflut bewältigen lässt.

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Die Behörde hat verschiedene Gründe ausgemacht, die eine Ablehnung des Umweltbonus zur Folge haben. Dazu zählen Doppelanträge aufgrund zwischenzeitlich erhöhter Fördersätze oder die Tatsache, dass der Antragsteller nicht identisch mit dem Fahrzeughalter ist. Ebenfalls zur Ablehnung führten fehlende Angaben oder Unterlagen vom Antragsteller oder fehlende Nachweise zu interner Kalkulation bei Leasinggeschäften. Eine detaillierte Statistik zur Verteilung der Ablehnungsgründe zu einzelnen Herstellern oder Modellen liegt dem Amt derzeit nicht vor.

Die deutlich erhöhte Kaufprämie für Elektroautos ist Anfang Juli 2020 in Kraft getreten. Sie gilt rückwirkend für Neufahrzeuge, die nach dem 3. Juni 2020 und bis einschließlich zum 31. Dezember 2021 erstmalig zugelassen werden sowie für junge gebrauchte Fahrzeuge mit einer Erstzulassung nach dem 4. November 2019 und einer Zweitzulassung zwischen dem 3. Juni 2020 und 31. Dezember 2021. Der Richtlinie zufolge erhalten reine E-Autos künftig eine Förderung in Höhe von bis zu 9.000 Euro bei einem Basisnettopreis von unter 40.000 Euro. Plug-in-Hybride erhalten eine Förderung in Höhe von bis zu 6.750 Euro.

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