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Elektroauto-Kaufprämie:
E.Go-Hersteller sieht seine Existenz bedroht

Hat sich der Entwickler des Elektrokleinwagens e.Go verkalkuliert? Günther Schuh befürchtet im Interview mit Golem.de, dass sein Elektroauto nach der Erhöhung der Kaufprämie nicht mehr konkurrenzfähig ist.
/ Friedhelm Greis
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Der e.Go Life sollte konkurrenzlos günstig sein. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
Der e.Go Life sollte konkurrenzlos günstig sein. Bild: Werner Pluta/Golem.de

Der Aachener Elektroautohersteller e.Go Mobile befürchtet große Nachteile für sein Unternehmen durch die geplante Erhöhung der Elektroautokaufprämie auf 6.000 Euro . "Dann würde mein Vorteil, den ich bisher aufgrund der besonderen Konstruktion meiner Fahrzeuge habe, durch die Förderprämie relativiert" , sagte Schuh im Interview mit Golem.de. Da seine Firma nicht mehr den 50-prozentigen Eigenanteil der Prämie stemmen könne, würden die Preise der Konkurrenz dann "sehr nah" an den des e.Go Life kommen. "Das könnte meine Einzigartigkeit und meine Existenz gefährden" , warnte der Professor. Daher fordert er eine Ausnahmeregelung für reine Elektroautohersteller wie e.Go Mobile oder Tesla.

Schuh verkauft den e.Go Life 60 derzeit für einen Listenpreis von 20.000 Euro vor Abzug der Kaufprämie von 4.000 Euro. Die kleinste Version ist sogar schon für 12.000 Euro nach Abzug der Prämie zu haben. Dabei ist der Firmengründer davon ausgegangen, dass die Prämie Mitte nächsten Jahres ausläuft. "Wir wären in einem klaren Vorteil, wenn es von Mitte nächsten Jahres an keine Prämie mehr gäbe, weil wir unser Auto genau dafür konstruiert haben" , sagt Schuh. Dann wäre die teuerste e.Go-Variante etwa 10.000 Euro günstiger als Modelle wie der VW ID.3 oder der Opel Corsa .

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