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Kaufberatung (2020): Die richtige CPU und Grafikkarte

Grafikkarten und Prozessoren wurden 2019 deutlich besser, denn AMD ist komplett auf 7-nm-Technik umgestiegen. Intel hat zwar 10-nm-Chips marktreif, die Leistung stagniert aber und auch Nvidia verkauft nur 12-nm-Designs. Wir beraten bei Komponenten und geben einen Ausblick.

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Ein Intel-Wafer mit 10-nm-Ice-Lake-Chips
Ein Intel-Wafer mit 10-nm-Ice-Lake-Chips (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Nach Weihnachten ist oft eine gute Zeit, um PC-Hardware zu kaufen: Die Technik des vergangenen Jahres hat sich etabliert und derzeit findet in Las Vegas die Consumer Electronics Show (CES) statt, wo die Neuerungen der nächsten Monate vorgestellt werden. Wir starten mit einem Rückblick auf 2019, bevor wir Empfehlungen geben und dann nach vorne blicken, was 2020 an neuer PC-Hardware zu erwarten ist.

  • Auf Seite 1 blicken wir auf das Jahr 2019 zurück.
  • Auf Seite 2 geben wir Empfehlungen zu Grafikkarten.
  • Auf Seite 3 zeigen wir die besten Prozessoren auf.
  • Auf Seite 4 erläutern wir, was 2020 erscheinen wird.

Rückblick auf das Jahr 2019

AMD zeigt zum Start der CES 2019 die Ryzen Mobile 3000 alias Picasso, womit der Hersteller es in viele Notebooks schaffte. Seitens Nvidia werden die Geforce RTX Mobile vorgestellt - genauer die Geforce RTX 2080 (Max-Q), die Geforce RTX 2070 (Max-Q) und die Geforce RTX 2060 (Max-Q). Zudem öffnet sich Nvidia für Adaptive Sync, denn mit G-Sync Compatible arbeiten Geforce-Karten mittlerweile auch mit Freesync-Displays zusammen.

Noch im Januar veröffentlicht Nvidia die Geforce RTX 2060 (Test), die bis heute günstigste Turing-Grafikkarte mit RT- und Tensor-Cores. Die sind für Hardware-beschleunigtes Raytracing gedacht, was für eine realistischere Licht- und Schattendarstellung eingesetzt wird. Passend dazu gibt es ein Freizeitprojekt von Quake 2 namens Q2VKPT, die per Vulkan-Schnittstelle die komplette globale Beleuchtung für dynamische und statische Lichtquellen mit Pathtracing berechnet. Nvidias Lightspeed Studios haben sich zwischenzeitlich des Codes angenommen, als Quake 2 RTX ist der Shooter eines der anspruchsvollsten Raytracing-Spiele derzeit.

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Im März baut Nvidia das Turing-Portfolio nach unten hin aus: Mit der Geforce GTX 1660 Ti (Test) und der Geforce GTX 1660 (Test) sind Karten für unter 300 Euro erhältlich, allerdings ohne RT- und Tensor-Cores. Die braucht es nicht zwingend für Raytracing, denn Nvidia schaltet den Software-Modus für alle Geforce GTX frei. Zumindest RTX-Titel wie Shadow of the Tomb Raider mit Raytracing-Schatten laufen damit aber eher ruckelig. Allerdings entwickeln Studios wie Crytek mit Neon Noir und Wargaming mit Encore RT eigene Raytracing-Lösungen, die auch ohne Hardware-Beschleunigung flüssig funktionieren.

Bei Intel gibt es derweil Fortschritte im Server-Segment: Mit den 2nd Gen Xeon Scalable Processors alias Cascade Lake AP/SP sind weitere 28-Kern-CPUs verfügbar. Sie weisen neue Instruktionen für doppelt so schnelle KI-Berechnungen auf und können persistenten Speicher ansprechen, den Optane DC Persistent Memory mit bis zu 512 GByte pro Riegel. Das ist interessant für In-Memory-Datenbanken, denn mit regulärem RAM sind maximal 2 TByte statt 4,5 TByte pro Sockel möglich. Mit dem Xeon W-3175X (Test) verkauft Intel zudem einen 28-Kerner für Enthusiasten, für 4.000 Euro handelt es sich dabei aber eher um eine Prestige-Nischen-CPU.

Ebenfalls im April erscheint die Geforce GTX 1650 (Test) als vorerst kleinstes Turing-Modell. Zwar kommt die Karte ohne Stromstecker aus, nur 4 GByte Videospeicher und ein Launch-Preis von 160 Euro machen die Geforce GTX 1650 angesichts der Radeon RX 570 aber unattraktiv. Im Juli legt Nvidia mit der Geforce RTX 2070/2060 Super (Test) und der Geforce RTX 2080 Super (Test) schnellere Karten nach, denn die Radeon RX 5700 [XT] (Test) erweisen sich als starke Gegner - auch ohne Raytracing in der Hardware.

Klares Highlight im Sommer 2019 sind aber die Matisse-CPUs von AMD: Der 12-kernige Ryzen 9 3900X (Test) und der 8-kernige Ryzen 7 3700X (Test) überholen die Intel-Konkurrenz bei geringerem Preis, die Ryzen 5 3600[X] (Test) schaffen das Gleiche in der Mittelklasse. Selbst die Ryzen 3400G/3200G (Test), obgleich sie kaum etwas anders machen als ihre Vorgänger, erhalten von uns aufgrund der integrierten Grafik eine Empfehlung.

Der August ist für AMD allerdings fast noch wichtiger: Mit den Epyc 7002 alias Rome erscheinen erstmals 64-kernige Server-CPUs, die dann auch noch acht Speicherkanäle und 128 PCIe-Gen4-Lanes aufweisen. Die Prozessoren kosten deutlich weniger als Intels Xeon SP v2 und dominieren dort, wo Gleitkomma- und Integer-Durchsatz oder Bandbreite gefragt sind. Zu den wenigen Benchmarks, die Intel gewinnen kann, zählen solche mit Fokus auf Speicherlatenzen wie HammerDB und jene, bei denen Instruktionen wie AVX-512 oder VNNI (Vector Neural Network Instructions) genutzt werden.

Pünktlich zur Ifa 2019 stellt Intel seine 10th Gen für Ultrabooks vor: Die ist ziemlich verwirrend, denn Chips wie der sechskernige Core i7-10710U sind 14-nm-Chips (Comet Lake), vierkernige wie der Core i7-1068G7 hingegen 10-nm-Prozessoren (Ice Lake). Die ARM-Konkurrenz, genauer der Snapdragon 8cx von Qualcomm, wird ab Oktober in Microsofts Surface Pro X ausgeliefert - die Laufzeit enttäuscht allerdings, denn der Akku hat nur 38 Wattstunden.

Ende Oktober und Ende November positioniert sich Nvidia mit der Geforce GTX 1660 Super (Test) und der Geforce GTX 1650 Super (Test), um der Radeon RX 5500 XT (Test) zuvorzukommen. Schlussendlich ist AMDs Angebot aber trotz doppelt so viel Speicher zu teuer, da Nvidia die Preise aggressiv drückt.

Dafür überzeugen AMDs Prozessoren im Spätherbst durch die Bank: Der Athlon 3000G (Test) ist ein Pentium-Killer, der limitierte Core i9-9900KS (Test) hat dem Ryzen 9 3950X (Test) nichts entgegenzusetzen und die Threadripper 3970X/3960X (Test) zerlegen den Core i9-10980XE (Test) förmlich. Intel zieht sogar die Sperrfrist kurzfristig vor, um einem direkten Duell zu entgehen und halbiert die Preise verglichen zum Vorjahr.

Weiter geht's auf der nächsten Seite mit unseren Grafikkarten-Empfehlungen.

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Raytracing oder doch kein Raytracing 
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DerYupp 25. Jan 2020 / Themenstart

Ach ja: so was (Xeon E3) bekommt man "günstig" als Leasing-Rückläufer. Bei großen Firmen...

Boandlgramer 14. Jan 2020 / Themenstart

- kein VP9-Support - thermisch grenzwertig - Polaris immer mit dem deutlich...

Obelix 14. Jan 2020 / Themenstart

Vielen Dank! Überlege aktuell ob es nicht erstmal mit einer GTX 1660 (Super, Ti!?) getan...

Aki-San 14. Jan 2020 / Themenstart

Vielen Dank für die Erläuterung. Ich glaube ich hatte die K<->KF Varienten verdreht. :(

Ach 09. Jan 2020 / Themenstart

Wenn man sich mit dem recht baldigen Wertverlust abfindet, ja, dann würde man sein Geld...

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