AMDs Ryzen empfiehlt sich überall

Weil Intel weiterhin an 14-nm-Knappheit leidet, kosten selbst Chips wie der gesockelte Celeron G4900 fast 50 Euro. Das bessere Angebot ist der Athlon 3000G von AMD für den gleichen Preis, da er vier statt zwei Threads abarbeiten kann und die flottere iGPU aufweist. Weil es günstige AM4-Boards gibt, lohnen sich Platinen mit aufgelötetem Celeron J4105 auf Atom-Basis für 80 Euro kaum.

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Deutlich mehr Performance gibt es erst mit einem Ryzen 3 2200G für 70 Euro oder dem Core i3-9100F für den gleichen Preis. Bei haben vier Kerne ohne Hyperthreading, was im Office-Betrieb angenehm ist und eine gute Basis für ältere oder wenig anspruchsvolle Spiele bildet. Beide Prozessoren unterscheiden sich in ihrer Leistung kaum, der Ryzen hat jedoch eine recht flotte Grafikeinheit - der Intel hingegen hat gar keine.

Für kleinere Foto/Video-Projekte und aktuelle Spiele raten wir zu sechs Kernen, gerade auch mit Blick auf die kommenden Konsolen. Für knapp 100 Euro ist der Ryzen 5 1600 [YD1600BBAFBOX] interessant, da AMD hier neue Technik unter altem Namen verkauft. Der aktuelle Ryzen 5 3600 hat zwar knapp ein Drittel mehr Performance, kostet aber auch gleich fast 200 Euro. Zwischen dem 1600 und dem 3600 lohnt sich ein Blick auf den Ryzen 5 2600X für 140 Euro. Intels Core i5-9400F hat auch sechs Kerne, aber kein Hyperthreading, was ihn in einigen Anwendungen langsamer macht und in Spielen die Frametimes verschlechtert.

Im 200-Euro-Segment ist der sechskernige Ryzen 5 3600 oder das X-Modell die beste Wahl, denn beide liefern in etwa die gleiche Gaming-Performance wie Intels Core i5-9600K und sind bei Foto/Video-Bearbeitung oder Rendering deutlich schneller. Der Sprung auf acht Kerne kostet rund 330 Euro, hier ist der Ryzen 7 3700X dem Core i7-9700F vorzuziehen, weil auch hier Simultaneous Multithreading (SMT) für 16 Threads den AMD-Chip besser abschneiden lassen. Der Core i7-9700K hat mehr Takt, allerdings weiterhin kein Hyperthreading.

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Acht Kerne mit 16 Threads kosten bei Intel knapp 500 Euro, der Core i9-9900KF weist mit die höchste Spieleleistung am Markt auf. Wer hingegen Render-Performance will, der greift zum bei Gaming kaum langsameren Ryzen 9 3900X, der mit zwölf Kernen und 24 Threads den 9900KF locker überholt. Für 800 Euro gibt es zudem den 16-kernigen Ryzen 9 3950X, die schnellste CPU für Mittelklasse-Plattformen mit Sockel AM4 oder LGA 1151 v2.

Wer noch mehr Geschwindigkeit, vier statt zwei Speicherkanäle und viele PCIe-Lanes benötigt, der muss sich bei HEDT-Systemen umschauen. Intels Sockel LGA 2066 ist wenig attraktiv, da praktisch alle verfügbaren Prozessoren vom Ryzen 9 3950X über- oder eingeholt werden. Die Plattform ist zudem veraltet, sie unterstützt nativ kein USB 3.2 Gen2 und weist nur PCIe-Gen3-Lanes auf. Davon gibt es allerdings gleich 44 seitens der CPU statt 24 PCIe-Gen4-Lanes wie beim Sockel AM4, weshalb sich der Sockel LGA 2066 besser dafür eignet, viele Grafikkarten und NVMe-SSDs anzubinden.

Intel besetzt damit eine preisliche Nische, denn die bis zu 18-kernigen CPUs wie der Core i9-10980XE kosten maximal 1.100 Euro und es existieren halbwegs günstige X299-Platinen für unter 300 Euro. AMDs Threadripper v3 wie der 24-kernige Threadripper 3960X kosten gleich 1.500 Euro und der 32-kernige Threadripper 3970X rund 2.000 Euro, die passenden TRX40-Platinen beginnen bei über 400 Euro.

Neben der extrem hohen Leistung der beiden Threadripper sprechen die 56 PCIe-Gen4-Lanes für die Prozessoren, zumal der Chipsatz mit PCIe Gen4 x8 sehr breit angebunden ist. Hier stehen weitere 16 PCIe-Gen4-Lanes für SSDs oder Netzwerkkarten bereit. 24 oder 32 Kerne werden allerdings nicht von allen Anwendungen ausgenutzt, hier sollten Käufer also ihr Software-Profil gut kennen.

Auf der nächsten Seite geben wir einen Ausblick auf das Jahr 2020, denn in den nächsten Monaten wird es umfassende Änderungen bei PC-Hardware geben.

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 Raytracing oder doch kein Raytracing2020 erscheinen die Next-Gen-Konsolen 
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Trollversteher 24. Nov 2020

Komisch, ich habe mir vor kurzem einen Ryzen 3700 mit einer 5700 XT und Asus B550...

apoth90 24. Nov 2020

Wie schon früh gesagt: Beim Idle-Verbrauch kommt es stark aufs Gesamtsystem an. Ich habe...

Boandlgramer 14. Jan 2020

- kein VP9-Support - thermisch grenzwertig - Polaris immer mit dem deutlich...

Obelix 14. Jan 2020

Vielen Dank! Überlege aktuell ob es nicht erstmal mit einer GTX 1660 (Super, Ti!?) getan...

Aki-San 14. Jan 2020

Vielen Dank für die Erläuterung. Ich glaube ich hatte die K<->KF Varienten verdreht. :(



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