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Raytracing oder doch kein Raytracing

Wenn der PC ein Bild an einem oder mehreren Bildschirmen ausgeben soll, dann reicht die iGPU eines simplen Celeron oder Pentium. Die steuert zwei 4K-Displays bei 60 Hz an, für mehr als Casual-Spiele reicht die Leistung aber nicht. Zusätzliche Geschwindigkeit liefern die Radeon-Vega-iGPUs in AMDs Ryzen-3000G-Modellen, hier empfiehlt sich der Ryzen 3 3200G für rund 90 Euro.

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Steht ähnlich viel Budget rein für den Pixelbeschleuniger bereit, gibt es ab 70 Euro die Geforce GT 1030 mit GDDR5 (!) und ab gut 90 Euro die Radeon RX 550. Beide Karten reichen aus, um in 1080p aktuelle Titel mit reduzierten Details zu spielen, für E-Sport-Games wie Overwatch reicht die Geschwindigkeit ohnehin. Der Vorteil der Radeon RX 550 ist die Option, damit auch zu streamen - Nvidia hingegen blockt das bei der Geforce GT 1030. Für Foto/Video-Software wie Adobe Photoshop oder Premiere ist die GPU-Leistung zweitrangig, sofern nicht exzessiv ausgewählte Filter mit OpenCL genutzt werden.

Deutlich mehr Leistung gibt es für rund 130 Euro, hier ist die Radeon RX 570 die Grafikkarte der Wahl - sie ist doppelt so flott wie eine Geforce GT 1030 oder Radeon RX 550. Mit der Radeon RX 570 laufen viele Titel in 1080p mit hohen Details rund. Wer bei Texturen und Schatten keine Abstriche machen möchte, sollte zum Modell mit 8 GByte Videospeicher für ein paar Euro mehr greifen.

Für 150 Euro hat die Geforce GTX 1650 Super mit 4 GByte einen schweren Stand, das gilt erst recht für die teurere Radeon RX 5500 XT mit 4 GByte. Das 8-GByte-Pendant ist mit 210 Euro kaum einen Blick wert, denn für ein bisschen weniger Geld verkauft Nvidia die schnellere Geforce GTX 1660 mit 6 GByte und ab 230 Euro gibt es bereits die nochmals etwas flottere Geforce GTX 1660 Super. Ob 6 GByte oder 8 GByte Videospeicher ist für die allermeisten Spiele irrelevant, weshalb wir zum schnelleren Modell raten.

Im Segment für gut 300 Euro ist derzeit die Geforce RTX 2060 das einzige Angebot, in den nächsten Wochen wird AMD jedoch die Radeon RX 5600 XT veröffentlichen. Beide Grafikkarten haben 6 GByte Videospeicher, aber nur das Nvidia-Modell hat RT-Cores für Raytracing. Aktuelle und kommende Spiele wie Battlefield 5, Cyberpunk 2077, Metro Exodus, Minecraft, Vampire Bloodlines 2 und Watch Dogs Legion unterstützen entsprechende Effekte - und auch die nächsten Konsolen, sprich Playstation 5 und Xbox Serie X. Weil Raytracing viel Videospeicher benötigt und die Konsolen den RAM-Bedarf steigern werden, könnte die Geforce RTX 2060 hier bald Probleme bekommen.

Ab etwa 330 Euro bieten AMDs Partner die Radeon RX 5700 mit 8 GByte, aber ohne Raytracing an - ein guter Preis für eine schnelle Grafikkarte, die sich für 1440p-Gaming bestens eignet. Praktisch gleichauf ist Nvidias Geforce RTX 2060 Super mit ebenfalls 8 GByte und Raytracing-Unterstützung, dafür sind allerdings fast 400 Euro fällig. Wer auf die RT-Cores verzichten kann, erhält für das gleiche Geld eine Radeon RX 5700 XT, die ist jedoch rund 10 Prozent flotter.

Oberhalb von 500 Euro ist Nvidia-Land, sieht man von Restposten der Radeon VII ab, die mit 16 GByte Videospeicher eine Nische besetzt. Die Geforce RTX 2070 Super für 500 Euro liegt 20 Prozent vor der Geforce RTX 2060 Super, die Geforce RTX 2080 Super für über 700 Euro legt nur weitere 10 Prozent oben drauf - beide haben 8 GByte Videospeicher. Die Geforce RTX 2080 Ti für 1.100 Euro ist gut 50 Prozent schneller als eine Geforce RTX 2060 Super und nutzt 11 GByte.

Die Karte eignet sich für 2.560 x 1.440 Pixel mit dreistelligen Bildraten oder für 4K-UHD mit hoher Qualität. Schneller rechnet nur die RTX Titan für 2.800 Euro; die 15 Prozent mehr Leistung rechtfertigen den Preis aber nicht - die 24 GByte Videospeicher bei passender Software schon eher.

Zumindest für Spiele muss eine solche Grafikkarte aber eine sehr flotte CPU als Unterstützung haben, gerade wenn ein 144-Hz-Display angesteuert wird. Wie gut, dass AMD mit den Ryzen/Threadripper 3000 sehr gute Prozessoren anbietet.

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 Kaufberatung (2020): Die richtige CPU und GrafikkarteAMDs Ryzen empfiehlt sich überall 
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DerYupp 25. Jan 2020

Ach ja: so was (Xeon E3) bekommt man "günstig" als Leasing-Rückläufer. Bei großen Firmen...

Boandlgramer 14. Jan 2020

- kein VP9-Support - thermisch grenzwertig - Polaris immer mit dem deutlich...

Obelix 14. Jan 2020

Vielen Dank! Überlege aktuell ob es nicht erstmal mit einer GTX 1660 (Super, Ti!?) getan...

Aki-San 14. Jan 2020

Vielen Dank für die Erläuterung. Ich glaube ich hatte die K<->KF Varienten verdreht. :(

Ach 09. Jan 2020

Wenn man sich mit dem recht baldigen Wertverlust abfindet, ja, dann würde man sein Geld...


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