Abo
  • Services:

Kaufberatung: Die richtige CPU und Grafikkarte

2017 hat sich bei Grafikkarten und Prozessoren einiges getan: Egal ob AMDs Ryzen sowie Threadripper und Vega oder Intels Coffee Lake - wir fassen zusammen, beraten bei Komponenten und geben einen Ausblick auf 2018.

Artikel von veröffentlicht am
Weder eine CPU noch eine GPU, sondern bunter Flash
Weder eine CPU noch eine GPU, sondern bunter Flash (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Für Weihnachtsgeschenke wird es schon knapp, das macht aber nichts, denn wenn es darum geht, PC-Bauteile zu erwerben, eignet sich der Januar ohnehin besser, da tendenziell die Preise sinken. Unsere Kaufberatung soll einen Überblick verschaffen, welche Komponenten sich lohnen, zumal VR-Headsets günstig wie nie und in den vergangenen Wochen viele tolle Spiele erschienen sind. Im Rückblick sprechen wir zwar über Technik generell, konkrete Empfehlungen beziehen sich aber auf Desktop-Hardware.

Rückblick 2017

Noch vor der Elektronikmesse CES 2017 veröffentlicht Intel den Core i7-7700K alias Kaby Lake. Der Quadcore-Chip mit Simultaneous Multithreading (SMT) rechnet ziemlich flott, da er dank 14+-Verfahren hohe 4,5 GHz erreicht. Auf die i7- und i5-Modelle folgen wenige Tage später die Core i3 und die Pentium. Während der Core i3-7350K kaum Käufer findet, ist der Pentium G4560 für 60 Euro ein Kracher: Er hat zwei Kerne und erstmals SMT, was ihn quasi zum Core i3 macht. AMDs Mittelklasse-Chips wie der A12-9800 alias Bristol Ridge lohnen sich nur, wenn keine dedizierte Grafik verbaut wird.

Dafür erscheinen im März endlich die seit Jahren erwarteten CPUs mit Zen-Architektur: Dem Ryzen 7 1800X mit acht Kernen widmen wir 13 Seiten, denn der Prozessor für den Sockel AM4 überzeugt. Die Anwendungsleistung ist exzellent, allerdings müssen Spieleentwickler ihre Engine noch für die neue Technik optimieren. Die günstigeren Modelle - Ryzen 7 1700X und Ryzen 7 1700 - gefallen uns aufgrund ihres sehr guten Preisleistungsverhältnisses, sprechen mit mindestens 350 Euro aber nicht den Massenmarkt an.

Gleiches gilt für die Nvidia Geforce GTX 1080 Ti, denn die Grafikkarte ist schneller als eine Titan X (Pascal) und kostet über 800 Euro. Neues Topmodell wird daher die Titan XP mit einem GP102-Chip im Vollausbau für 1.300 Euro und kaum zehn Prozent höherer Geschwindigkeit. Allerdings hat Nvidia auch keine Konkurrenz zu befürchten, denn AMDs Vega lässt weiter auf sich warten.

Ryzen-Mittelklasse sorgt für Alternativen im Markt

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Stuttgart
  2. über duerenhoff GmbH, Balingen

Dafür erscheinen mit dem Ryzen 5 1600X mit sechs Kernen und mit dem Ryzen 5 1500X mit vier Kernen endlich CPUs, die für 200 Euro bis 300 Euro eine große Zielgruppe ansprechen. Passend dazu liefert AMD einen für Ryzen-Prozessoren optimierten Energieplan für Windows 10 aus. Wer noch mehr Leistung wünscht, sollte schnellen RAM verbauen, etwa DDR4-3200 oder Dual-Rank-Speicher. Im Grafiksegment bedient AMD mit der Radeon RX 580/570 ebenfalls die Mittelklasse, abseits einiger Firmware-Optimierungen gibt es aber verglichen mit der Radeon RX 480/470 kaum Neuerungen. Nach unten hin runden die Radeon RX 560/550 das Portfolio im April ab.

Nvidia aktualisiert derweil die Geforce GTX 1080 und die Geforce GTX 1060 mit schnellerem GDDR5(X)-Videospeicher und veröffentlicht mit der Geforce GT 1030 ein spannendes Modell für Wohnzimmerrechner (HTPC). Generell sind Grafikkarten im Frühsommer 2017 ein großes Thema, da viele Pixelbeschleuniger aufgrund des Krypto-Mining-Booms schlecht und wenn, dann nur zu hohen Preisen verfügbar sind. Erst nach Wochen entspannt sich die Lage.

Threadripper schlägt Intel

Im Juni veröffentlicht Intel den ersten Zehnkernprozessor für Desktop-Systeme, den Core i9-7900X alias Skylake-X. Der Chip ist schnell, benötigt aber viel Energie, und die X299-Plattform ist zu Beginn nicht ausgereift. Besser gefallen uns der Core i7-7820X und Core i7-7800X mit acht sowie sechs Kernen, der Core i7-7740X hingegen ist unnötig. AMD erweitert derweil sein Portfolio an beiden Enden: Mit den Ryzen 3 mit vier Kernen gibt es eine gute Alternative zu Intels Core i3, und die Threadripper wie der 1950X mit 16 Kernen sind zumindest einige Wochen lang die schnellsten CPUs am Markt. Erst im August kann Intel mit dem Core i9-7980XE mit geringem Vorsprung wieder den Spitzenplatz zurückerobern.

AMD gelingt das bei den Grafikkarten mit Vega nicht: Die Radeon RX Vega 64 und die Radeon RX Vega 56 sind zwar flott und haben viel theoretisches Potenzial. Der Stromverbrauch ist aber arg hoch und die Karten kosten anfangs 100 Euro mehr als gedacht, da sie nur im Bundle mit Spielen angeboten werden. Zudem gibt es keine Custom-Designs, diese lassen bis Dezember auf sich warten.

Seit Oktober gibt es mit Coffee Lake erstmals sechs Kerne von Intel für Mittelklasse-Systeme. Die Chips, etwa der Core i7-8700K, sind allerdings bis heute schlecht lieferbar. Ein neues Werk soll die Situation entspannen, neben dem Desktop- muss aber auch das Notebook-Segment versorgt werden. Im November schauen wir uns an, was CPU-Multitasking mit Spielen macht: Bei Hintergrundlast sind mehr Kerne hilfreich, bei gleichem Preis hat AMD hier einen Vorteil.

Ein weiterer Test kurz vor Jahresende ist der der Geforce GTX 1070 Ti: Diese überholt die Radeon RX Vega 56 wie erwartet leicht, außerdem sind direkt zum Marktstart leise Custom-Designs verfügbar. Das vorläufige Ende der Hardware-Neuerungen 2017 kommt ebenfalls von Nvidia: Die Titan V ist die erste Grafikkarte mit Volta-Technik, sie kostet 3.100 Euro.

Unsere Empfehlungen bei den Pixelbeschleunigern gibt es jedoch schon für sehr viel weniger Geld.

High-End gibt es nur von Nvidia 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-70%) 8,99€
  2. 19,99€
  3. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 26.02.)

Karl-Heinz 26. Dez 2017

Oh, liest ja doch noch jemand :-) Das stimmt allerdings. Überhaupt tut man dem Trabanten...

Der Held vom... 24. Dez 2017

Das bezweifle ich ernstlich, da gewissen Leuten ja schon die Kompetenz abgeht, in der...

Der Held vom... 23. Dez 2017

Wobei dann allerdings immer noch ungeklärt ist, welche Zukunft LGA 1151 v2 hat...

nixidee 23. Dez 2017

Harte Worte nach deinem Eingangspost. Außer im Serverbereich nutzt niemand mit klarem...

nixidee 22. Dez 2017

Logische Operationen lassen sich an sich gut parallelisieren. Müssen halt genug sein bzw...


Folgen Sie uns
       


Dark Rock Pro TR4 - Test

Der Dark Rock Pro TR4 von Be quiet ist einer der wenigen Luftkühler für AMDs Threadripper-Prozessoren. Im Test schneidet er sehr gut ab, da die Leistung hoch und die Lautheit niedrig ausfällt. Bei der Montage und der RAM-Kompatibilität gibt es leichte Abzüge, dafür ist der schwarze Look einzigartig.

Dark Rock Pro TR4 - Test Video aufrufen
Yuneec H520: 3D-Modell aus der Drohne
Yuneec H520
3D-Modell aus der Drohne

Multikopter werden zunehmend auch kommerziell verwendet. Vor allem machen die Drohnen Luftbilder und Inspektionsflüge und vermessen. Wir haben in der Praxis getestet, wie gut das mit dem Yuneec H520 funktioniert.
Von Dirk Koller


    Autonome Schiffe: Und abends geht der Kapitän nach Hause
    Autonome Schiffe
    Und abends geht der Kapitän nach Hause

    Weite Reisen in ferne Länder, eine Braut in jedem Hafen: Klischees über die Seefahrt täuschen darüber hinweg, dass diese ein Knochenjob ist. Doch in wenigen Jahren werden Schiffe ohne Besatzung fahren, überwacht von Steuerleuten, die nach dem Dienst zur Familie zurückkehren. Daran arbeitet etwa Rolls Royce.
    Ein Bericht von Werner Pluta

    1. Elektromobilität San Francisco soll ein Brennstoffzellenschiff bekommen
    2. Yara Birkeland Autonome Schiffe sind eine neue Art von Transportsystem
    3. Power Pac Strom aus dem Container für Ozeanriesen

    IT: Frauen, die programmieren und Bier trinken
    IT
    Frauen, die programmieren und Bier trinken

    Fest angestellte Informatiker sind oft froh, nach Feierabend nicht schon wieder in ein Get-together zu müssen. Doch was ist, wenn man kein Team hat und sich selbst Programmieren beibringt? Women Who Code veranstaltet Programmierabende für Frauen, denen es so geht. Golem.de war dort.
    Von Maja Hoock

    1. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix
    2. Job-Porträt Cyber-Detektiv "Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen"
    3. Bundesagentur für Arbeit Ausbildungsplätze in der Informatik sind knapp

      •  /