Abo
  • Services:

Mehr als vier CPU-Threads helfen

Wer einzig einen Chip sucht, um im Internet zu surfen oder zu skypen, der wird bereits bei Mainboards mit verlöteten Atom-SoCs fündig: Ein Celeron J3455 oder ein Pentium N3700 mit je vier Kernen reicht. Die neuen Pentium Silver alias Gemini Lake brauchen noch ein paar Wochen, bis sie im Handel verfügbar sind. AMDs Konterpart heißt Stoney Ridge, es gibt ein paar Thin Clients mit etwa dem A9-9430 oder dem E2-9000.

Stellenmarkt
  1. MVV EnergySolutions GmbH, Mannheim
  2. AIC Group GmbH, Lüneburg

Deutlich flotter sind Prozessoren wie der Celeron G3930 mit zwei Kaby-Lake-Kernen bei 2,9 GHz für 35 Euro oder ein Pentium Gold G4560 mit 3,5 GHz für 65 Euro. Gerade Letzterer eignet sich auch dafür, zusammen mit einer dedizierten Grafikkarte einen günstigen Spiele-PC aufzusetzen. Für 40 Euro ist der Athlon X4 845 trotz vier Kernen keine Alternative, da er in den meisten Anwendungen langsamer rechnet: Die Excavator-Technik kann einfach nicht mehr mithalten.

In der 100-Euro-Klasse hat AMD mit den Ryzen 3 1200 und dem etwas teureren Ryzen 3 1300X prinzipiell gute Quadcores im Angebot. Die Zen-Chips halten selbst bei Integer-lastigen Workloads mit AMDs bisherigen FX-Topmodellen mit und sind Intels Core i3 vorzuziehen. Allerdings gibt es für 110 Euro auch schon den Core i3-8100 mit vier Kernen und 4 GHz, er ist empfehlenswerter als beide Ryzen 3. Wer aktuelle Games spielen möchte, sollte den Ryzen 5 1500X ignorieren: Der hat dank SMT zwar acht Threads, kostet allerdings auch 170 Euro und ist selten signifikant flotter als der Core i3-8100.

Besser ist es, direkt zum Ryzen 5 1600X für 220 Euro zu greifen. Der hat sechs Zen-Kerne und zwölf Threads, was sich in modernen Anwendungen und in Spielen deutlich bemerkbar macht. Die Ausweichoption zu einem ähnlichen Preis ist der Core i5-8400 mit sechs Kernen und ohne Hyperthreading, wie bei allen anderen Coffee-Lake-Chips kann Intel den Prozessor aber nur schlecht liefern. Die doppelte Thread-Anzahl hilft dem 1600X vor allem dann, wenn Hintergrundlast anliegt oder Programme sie nutzen, in Spielen liefert der Core i5 meist mehr Bilder pro Sekunde.

Bei allen Intel-Modellen sollten Nutzer genau darauf achten, welche Thermal Design Power (TDP) das Mainboard anlegt. Je nach Platine ist ein Core i5-8400 mit 65 Watt dann nämlich ähnlich flott wie ein Core i5-8600K mit 95 Watt - oder eben deutlich langsamer. Zumindest bei Retail-Platinen ist das K-Modell klar flotter, da viele Hersteller von Haus aus den Singlecore-Turbo auf alle sechs Kerne anlegen und der Core i5 dann durchweg mit 4,3 GHz taktet.

Threadripper schlägt Skylake-X

Wer bereit ist, rund 450 Euro zu investieren, und Glück bei der Verfügbarkeit hat, macht mit dem Core i7-8700K nichts falsch: Der Hexacore schlägt selbst AMDs achtkerniges Topmodell Ryzen 7 1800X durchweg, einzig bei stark parallelisierten Anwendungen wie Encoding mit x265 hat der Zen-Chip noch Vorteile. Daher gilt auch: Wer häufig kompiliert, encodiert oder rendert, macht mit den Ryzen 7 1700(X) für 280 Euro und für 310 Euro einen guten Kauf.

Keine Empfehlung bekommen der Core i7-7800X und der Core i7-7820X. Zumindest Letzterer ist dank acht Kernen für 550 Euro eine Überlegung wert, wenn sehr viele PCIe-Lanes benötigt werden, zumal Intel hier die Lieferbarkeit sicherstellen kann. Es folgen der Core i9-7900X (10 Kerne) und der dem Core i9-7920X (12 Kerne) für 900 und 1.100 Euro - sinnvoller ist aber meist ein Threadripper: Der Ryzen 1920X (12 Kerne) und der Ryzen 1950X (16 Kerne) rechnen für den gleichen Preis schneller. Und wer die fast 2.000 Euro für den Core i9-7980XE (18 Kerne) investieren möchte, greift lieber gleich zu einem Xeon.

In den nächsten Monaten dürfte sich gerade im Bereich unter 500 Euro einiges tun, denn AMD plant verbesserte Ryzen-Chips.

 High-End gibt es nur von NvidiaAMDs Ryzen 2 erscheinen 2018 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6.  


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 4,99€
  2. (u. a. Deadpool, Alien Covenant, Assassins Creed)
  3. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)

Karl-Heinz 26. Dez 2017

Oh, liest ja doch noch jemand :-) Das stimmt allerdings. Überhaupt tut man dem Trabanten...

Der Held vom... 24. Dez 2017

Das bezweifle ich ernstlich, da gewissen Leuten ja schon die Kompetenz abgeht, in der...

Der Held vom... 23. Dez 2017

Wobei dann allerdings immer noch ungeklärt ist, welche Zukunft LGA 1151 v2 hat...

nixidee 23. Dez 2017

Harte Worte nach deinem Eingangspost. Außer im Serverbereich nutzt niemand mit klarem...

nixidee 22. Dez 2017

Logische Operationen lassen sich an sich gut parallelisieren. Müssen halt genug sein bzw...


Folgen Sie uns
       


Microsoft Intellimouse Classic - Fazit

Die Intellimouse ist zurück. Das beliebte, neutrale Design der Explorer 3.0 von 2004 ist nach langer Abstinenz wieder käuflich und deutlich verbessert - jedenfalls in den meisten Disziplinen.

Microsoft Intellimouse Classic - Fazit Video aufrufen
Thermalright ARO-M14 ausprobiert: Der den Ryzen kühlt
Thermalright ARO-M14 ausprobiert
Der den Ryzen kühlt

Mit dem ARO-M14 bringt Thermalright eine Ryzen-Version des populären HR-02 Macho Rev B. Der in zwei Farben erhältliche CPU-Kühler leistet viel und ist leise, zudem hat Thermalright die Montage etwas verbessert.
Ein Hands on von Marc Sauter


    Ryzen 7 2700X im Test: AMDs Zen+ zieht gleich mit Intel
    Ryzen 7 2700X im Test
    AMDs Zen+ zieht gleich mit Intel

    Der neue Ryzen 7 2700X gehört zu den schnellsten CPUs für 300 Euro. In Anwendungen schlägt er sich sehr gut und ist in Spielen oft überraschend flott. Besonders schön: die Abwärtskompatibilität.
    Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

    1. Ryzen 2400GE/2200GE AMD veröffentlicht sparsame 35-Watt-APUs
    2. AMD-Prozessor Ryzen-Topmodell 7 2700X kostet 320 Euro
    3. Spectre v2 AMD und Microsoft patchen CPUs bis zurück zum Bulldozer

    NUC8i7HVK (Hades Canyon) im Test: Intels Monster-Mini mit Radeon-Grafikeinheit
    NUC8i7HVK (Hades Canyon) im Test
    Intels Monster-Mini mit Radeon-Grafikeinheit

    Unter dem leuchtenden Schädel steckt der bisher schnellste NUC: Der buchgroße Hades Canyon kombiniert einen Intel-Quadcore mit AMDs Vega-GPU und strotzt förmlich vor Anschlüssen. Obendrein ist er recht leise und eignet sich für VR - selten hat uns ein System so gut gefallen.
    Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

    1. Crimson Canyon Intel plant weiteren Mini-PC mit Radeon-Grafik
    2. NUC7CJYS und NUC7PJYH Intel bringt Atom-betriebene Mini-PCs
    3. NUC8 Intels Mini-PC hat mächtig viel Leistung

      •  /