Abo
  • Services:
Anzeige
Die Geforce GTX Titan X bleibt vorerst das Topmodell.
Die Geforce GTX Titan X bleibt vorerst das Topmodell. (Bild: Nvidia)

Für Spieler reichen 250-Euro-GPUs

Grundsätzlich muss es kein dedizierter, also in einen Slot zu steckender Pixelbeschleuniger sein. Soll ein System in erster Linie Büroansprüchen genügen oder als Streaming-Client für Filme oder Spiele im Wohnzimmer stehen, sind in Prozessoren integrierte Modelle ausreichend. Selbst für mehrere Bildschirme eignen sich aktuelle iGPUs, sofern der Mainboard-Hersteller entsprechend viele Anschlüsse an der Platine untergebracht hat. Sofern Leistung für ältere oder aktuelle, wenig fordernde Spiele gefragt ist, fallen die ansonsten durchaus brauchbaren Intel-Grafikeinheiten fast vollständig weg.

Anzeige

Die Iris Pro Graphics 6200 im Core i7-5775C und im Core i5-5675C rechnet zwar flotter als alle AMD-iGPUs, Treiberprobleme sowie der hohe Preis der Prozessoren (270 sowie 350 Euro) aber machen die Grafikeinheit uninteressant. Wir raten für kompakte Systeme zu AMDs A10-7800 mit 65 Watt thermischer Verlustleistung für 120 Euro oder der etwas flotteren A10-7870K mit einer TDP von 95 Watt für 140 Euro. In beiden steckt eine schlicht Radeon R7 genannte Grafikeinheit, die in beliebten Spielen wie Counter-Strike Global Offensive, League of Legends oder World of Tanks flüssige Bildraten von 30 fps bei mittleren Details in der weit verbreiteten 1080p-Auflösung erreichen.

Bedingt durch diese Geschwindigkeit machen integrierte GPUs diverse günstige Einsteiger-Grafikkarten überflüssig: Erst eine Geforce GT 740 oder Radeon R7 250 (jeweils mit GDDR5-Videospeicher!) sind deutlich flotter. Insbesondere DDR3-Modelle sind meist schnarchlahm und sollten nicht gekauft werden. Passt eine dedizierte Grafikkarte ins System, sind AMDs Prozessoren mit iGPU nicht mehr zu empfehlen. Stattdessen raten wir für den gleichen Preis zu einem Athlon X4 840 und besagter Geforce GT 740 oder Radeon R7 250.

Eine Stufe runterzuschalten, spart bares Geld

Bevor wir uns den flotteren Karten für Spieler zuwenden, ein paar Hinweise vorab. Die von uns ausgesprochenen Empfehlungen beziehen sich auf maximale Details ohne herstellerspezifische Implementierung. Das bedeutet: Viele Titel verfügen über eine Ultra-Qualitätsstufe, die oft nur wenig besser aussieht als die nächstkleinere Hoch-Einstellung, aber die Bildrate enorm drückt. Beispiele sind die Grasdarstellung in Grand Theft Auto 5 und auch diverse Schattenoptionen, bei denen subjektiv kaum Mehrwert gegeben ist.

Bereits mittlere Settings entsprechen meist der Optik der Konsolenversionen, sehen also aus wie auf der Playstation 4 oder Xbox One. PC-exklusiv sind hingegen AMDs Gaming Evolved und Nvidia Gameworks. Darunter fallen etwa der Forward+-Renderer im neuen Dirt Rally oder die God Rays in Fallout 4. Teils lassen sich solche Effekte abschalten, teils ist die Implementierung untrennbar in den Code geschrieben. Wir testen ohne AMDs oder Nvidias Algorithmen zur Umgebungslichtverdeckung (HDAO+ und HBAO+).

Im Preisbereich bis 115 Euro raten wir zu AMDs Radeon R7 260X oder Nvidias Geforce GTX 750 Ti und zwar zu Modellen mit zwei GByte Videospeicher. Damit wird die Leistung im Vergleich zu iGPUs grob verdoppelt. Der Sprung auf eine Geforce GTX 950 oder Radeon R7 370 lohnt sich, denn damit gibt es knapp ein Viertel mehr Geschwindigkeit für 140 Euro. Solche Karten liefern genügend Leistung, um fordernde Titel in 1080p mit 30 fps bei sehr hohen Details zu spielen. Zur Einordnung: Die Geforce GTX 950 oder Radeon R7 370 sind ein bisschen langsamer als die einst beliebte Geforce GTX 760 von Mitte 2013.

Wer bereit ist, rund 200 Euro zu investieren, erhält ein Drittel zusätzliche Leistung und steht vor der Wahl: Geforce GTX 960 oder Radeon R9 380 mit jeweils vier GByte Vidoeospeicher. Eine viel höhere Grafikqualität ist mit diesen Karten nicht möglich, wohl aber flüssigere Bildraten oder eine bessere Kantenglättung. Grob zehn Prozent flotter ist die brandneue Radeon R9 380X. Deren Preis liegt bei 240 Euro - der Aufpreis rechnet sich allerdings nicht.

Ab 300 Euro sind hohe Auflösungen flüssig spielbar

Für 2.560 x 1.440 Pixel sollte es mindestens eine Geforce GTX 970 oder Radeon R9 390 sein. Beide Modelle kosten rund 340 Euro und haben unterschiedliche Vorteile: Die Geforce-Karte ist deutlich sparsamer, dafür sind von den 4 GByte Videospeicher nur 3,5 GByte mit voller Geschwindigkeit ansprechbar, was teils Ruckler hervorruft. Die Radeon-Karte benötigt für die gleiche Lautstärke eine größere Kühlung, allerdings ist sie mit acht GByte Videospeicher ausgestattet. Das bringt in einigen wenigen Titeln ein runderes Spielgefühl. Zur besseren Einordnung: Eine Geforce GTX 970 oder Radeon R9 390 sind knapp zwei Drittel flotter als eine Geforce GTX 960 oder Radeon R9 380.

Zwischen der Oberklasse und der Leistungsspitze gibt es noch die Geforce GTX 980 für 500 und die flottere Radeon R9 Fury für 550 Euro. Beide Modelle liefern genügend Leistung, um bei 2.560 x 1.440 Pixeln mit Ultra-Details hohe Bildraten zu erreichen. Für Ultra-HD (3.840 x 2.160 Pixel) müssen die Einstellungen reduziert werden. Zudem geht der Geforce hier teils der Videospeicher aus, die Fury bricht dank besserer Kompression weniger stark ein. Ein Exot ist die 15 cm kurze Radeon R9 Nano, die gleichauf mit der Fury liegt.

Die Topmodelle von AMD und Nvidia sind die Radeon R9 Fury X und die Geforce GTX 980 Ti. Letztere ist häufig in ab Werk übertakteten Versionen erhältlich, unseren Messungen zufolge ohne Overclocking aber nicht schneller als die Fury X. Die gibt es einzig im Referenzdesign mit All-in-One-Wasserkühlung. Sie ist somit nicht für jedes Gehäuse geeignet. Absolute Leistungsspitze ist die Geforce GTX Titan X. Alle drei Karten berechnen ein Drittel mehr Bilder pro Sekunde als eine Geforce GTX 980. Damit ist Ultra-HD passabel spielbar, denn diese Modelle schaffen etwa 50 Prozent höhere Bildraten als eine GTX 970.

Ohne den richtigen Prozessor klappt das allerdings nicht.

 Kaufberatung: Die richtige CPU und GrafikkarteProzessoren sollten vier Kerne nutzen 

eye home zur Startseite
Beige09 11. Feb 2016

Habe aktuell einen AMD Phenom II X6 1100T (AM3-Sockel) 8 GB RAM Gigabyte Radeon R9 270...

Eheran 10. Feb 2016

Meinst du damit diesen Beitrag? Der zeigt, dass HT entweder nichts bringt oder schadet.

Nasreddin 06. Feb 2016

Sry für die Formulierung. Meinte eigentlich: "Dann ist man im Preisbereich von 600...

Niaxa 04. Feb 2016

Ich würde heute keinen DualCore mehr holen. Die 3,7 Ghz bringen dir wenig, vor allem wenn...

Niaxa 04. Feb 2016

Die Empfehlungen da sind ok, nur eines find ich banane und das sind die Empfehlungen der...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. AKDB, München
  2. INTENSE AG, Würzburg, Köln (Home-Office)
  3. MBtech Group GmbH & Co. KGaA, Stuttgart
  4. OPITZ CONSULTING Deutschland GmbH, verschiedene Standorte


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 7,99€
  2. 9,99€
  3. 3,99€

Folgen Sie uns
       

  1. Bundestagswahl 2017

    Union und SPD verlieren, Jamaika-Koalition rückt näher

  2. IFR

    Zahl der verkauften Haushaltsroboter steigt stark an

  3. FTTH

    CDU für Verkauf der Telekom-Aktien

  4. Konkurrenz

    Unitymedia gegen Bürgerprämie für Glasfaser

  5. Arduino MKR GSM und WAN

    Mikrocontroller-Boards überbrücken weite Funkstrecken

  6. Fahrdienst

    London stoppt Uber, Protest wächst

  7. Facebook

    Mark Zuckerberg lenkt im Streit mit Investoren ein

  8. Merged-Reality-Headset

    Intel stellt Project Alloy ein

  9. Teardown

    Glasrückseite des iPhone 8 kann zum Problem werden

  10. E-Mail

    Adobe veröffentlicht versehentlich privaten PGP-Key im Blog



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Wireless Qi: Wie die Ikealampe das iPhone lädt
Wireless Qi
Wie die Ikealampe das iPhone lädt
  1. Noch kein Standard Proprietäre Airpower-Matte für mehrere Apple-Geräte

Apples iPhone X in der Analyse: Ein iPhone voller interessanter Herausforderungen
Apples iPhone X in der Analyse
Ein iPhone voller interessanter Herausforderungen
  1. Smartphone Apple könnte iPhone X verspätet ausliefern
  2. Face ID Apple erlaubt nur ein Gesicht pro iPhone X
  3. iPhone X Apples iPhone mit randlosem OLED-Display kostet 1.150 Euro

Metroid Samus Returns im Kurztest: Rückkehr der gelenkigen Kopfgeldjägerin
Metroid Samus Returns im Kurztest
Rückkehr der gelenkigen Kopfgeldjägerin
  1. Doom, Wolfenstein, Minecraft Nintendo kriegt große Namen
  2. Nintendo Das NES Classic Mini kommt 2018 noch einmal auf den Markt
  3. Nintendo Mario verlegt keine Rohre mehr

  1. Re: Jamaika wird nicht halten

    Neratiel | 04:29

  2. Re: Selbstgemachtes Problem

    bombinho | 03:12

  3. Re: Endlich Reißleine ziehen.

    bombinho | 03:09

  4. Re: Dagegen! [solution inside]

    bombinho | 03:02

  5. Re: Wieso hat die PARTEI keine absolute Mehrheit?

    mnementh | 02:05


  1. 19:04

  2. 15:18

  3. 13:34

  4. 12:03

  5. 10:56

  6. 15:37

  7. 15:08

  8. 14:28


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel