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Kaufberatung: Ausdauernde, ausgeschlafene und smarte Sportuhren

Apple , Garmin und Polar : Golem.de stellt aktuelle Sportuhren in allen Preis- und Leistungsklassen vor.
/ Peter Steinlechner
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Die Polar Ignite 3 im Einsatz (Bild: Peter Steinlechner/Golem.de)
Die Polar Ignite 3 im Einsatz Bild: Peter Steinlechner/Golem.de

Bei Smartphones und anderen mobilen Endgeräten wissen wir so ungefähr, was uns erwartet. Bei Sportuhren ist das anders: Es gibt dramatische Unterschiede bei Akkulaufzeiten, der Qualität des Ökosystems und sogar beim Tragegefühl.

In der Übersicht stellen wir einige der besten Wearables vor, die wir 2022 getestet haben. Damit sollte es etwas leichter fallen, den Vorsatz Endlich mehr Sport! für das kommende Jahr umzusetzen.

Amazfit T-Rex 2: Tolles Preis-Leistungs-Verhältnis

So viel Sportuhr für vergleichsweise so wenig Geld wie die im Handel meist um die 230 Euro kostende T-Rex 2 von Amazfit(öffnet im neuen Fenster) bietet kaum ein anderes Wearable. Das Besondere ist die hochwertige Ausstattung: So gibt es ein 1,39 Zoll großes AMOLED-Display (454 x 454 Pixel), das eine für Sonnentage ausreichende Helligkeit von 1.000 Nits schafft.

Der Hersteller weiß mit diesem kleinen Bildschirm etwas anzufangen: Die Zifferblätter machen mit dem angedeuteten Schatten von Zeigern und weiteren räumlich wirkenden Details ordentlich was her – wenn auch nicht auf die elegante, sondern auf die robust-sportliche Art.

Die Uhr kann Daten von GPS und Galileo sowie drei weiteren Positionssatelliten über Dualband auswerten, was den derzeit aktuellen Stand der Technik darstellt. Nur die Herzfrequenzmessung hält nicht mit, die Daten können ein paar Schläge zu hoch oder zu niedrig sein.

Das reicht aber immer noch aus, wenn es nur um die Sicherheit geht, etwa bei einer Laufrunde bestimmte Pulsbereiche nicht zu über- oder zu unterschreiten. Für fortgeschrittene Analysen etwa im Rahmen einer Marathonvorbereitung finden wir die Daten allerdings zu ungenau.

Der Akku mit einer Kapazität von 500 mAh schafft in typischen Alltagszenarios bis zu zehn Tage, der Hersteller selbst gibt sogar 24 Tage an. Bei Aktivitäten mit mittelpräziser GPS-Ortung sollen rund 50 Stunden Sport möglich sein. Die Verarbeitung wirkt hochwertig, nur das Armband fühlt sich einfach nur nach Plastik an. Der große Bügel rechts ist nur Dekoration.

Amazfit T-Rex 2 – Trailer
Amazfit T-Rex 2 – Trailer (00:42)

Die Amazfit T-Rex 2 ( Test auf Golem.de ) hat einen Durchmesser von 47 mm und eine Höhe von knapp 14 mm. Sie bietet Mitteilungen über das gekoppelte Smartphone, Schrittzählung und weitere typische Funktionen. Die App namens Zepp ist für Android und iOS erhältlich. Der Preis der Uhr beträgt rund 230 Euro.

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Apple Watch Ultra: Smart und sportlich

Mit der Apple Watch Ultra bietet der Hersteller erstmals ein Wearable an, das als Ausrüstungsgegenstand für Sportler vermarktet wird. Die Smartwatch ist mit einer Höhe von 49 mm relativ groß und klobig, das Gewicht dank leichtem Titan aber überraschend angenehm – gerade mal rund 61 Gramm bringt die Ultra auf die Küchenwaage.

Gegenüber der regulären Apple Watch finden sich einige Unterschiede: Es gibt einen größeren Akku, der im Alltag laut Hersteller rund 36 Stunden anstelle von 18 Stunden schafft. Bei Sport mit GPS hält die Uhr rund 12 Stunden, im Energiesparmodus rund 17 Stunden durch – länger als die meisten Athleten.

Das Laden verläuft fix: Wer die Uhr morgens eine viertel oder halbe Stunde auf den Ladepuk legt, muss sich normerweise zwei bis drei Tage keine Gedanken um den Akku machen, wodurch man die gute Schlafanalyse von Apple tiefenentspannt nutzen kann.

Weitere spürbare Unterschiede zu Series 8 betreffen den größeren AMOLED-Bildschirm (1,92 Zoll und 410 x 502 Pixel), auf dem man bequem kurze Nachrichten tippen kann. Und: Telefonieren klappt dank integrierten Lautsprechern und Mikrofonen erstaunlich gut, sogar bei Wind und Wetter beim Sport. Das iPhone bleibt zuhause!

Apple Watch Ultra (Herstellervideo)
Apple Watch Ultra (Herstellervideo) (13:27)

In Sachen Sport bietet die Ultra ein paar Detaillösungen, die anders sind als bei Series 8. So kann man etwa nach Aktivierung der entsprechenden Option ( "Präzisionsstart" ) einen Lauf erst dann starten, wenn die Uhr tatsächlich GPS und Puls gefunden hat.

Das Ökosystem von Apple(öffnet im neuen Fenster) rund um Fitness und Gesundheit ist gut, aber unübersichtlich. Die Ultra beherrscht ohne externe Apps keine GPX-Streckenführung.

Die Apple Watch Ultra ( Test auf Golem.de ) kostet rund 1.000 Euro. Es gibt nur eine Version mit Mobilfunk, was je nach Provider rund 5 Euro/Monat kostet – man kann das aber deaktiviert lassen und nur WLAN und Bluetooth nutzen. Die Apple Watch funktioniert nur mit iOS.

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Garmin Instinct 2 Solar: Akku bis in fast alle Ewigkeit

Wer in der glücklichen Lage ist, ganzjährig in der Sonne zu leben, sollte einen Blick auf die Instinct 2 Solar von Garmin werfen. Dank Solarladung und extrem energiesparender Hardware muss das Wearable im Smartwatch-Modus nie aufgeladen werden – sagt der Hersteller. Allerdings muss die Sportuhr dann täglich ein paar Stunden mit draußen sein.

Ohne Solarladung schafft die Instinct 2 im Alltag immerhin 28 Tage am Stück – das ist auch ein extrem guter Wert. Beim Sport mit GPS sind bis zu 30 Stunden lange Einheiten drin, im Ultramodus mit weniger Messungen sogar 70 Stunden – mit Solar sogar noch deutlich mehr.

Zwar sieht die Instinct 2 nicht aus wie eine Sportuhr mit Vollausstattung – aber das täuscht. Es gibt gute Trainings- und Erholungsratgeber sowie Unterstützung von allen wichtigen Sportarten. Im Unterschied zur viel teureren Fenix 7 von Garmin(öffnet im neuen Fenster) fehlen neben einem Farbdisplay lediglich eine offline nutzbare topografische Karte.

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Die Instinct 2 kann Routing mit GPX-Dateien, aber nur nach der Brotkrumenmethode – unter anderem in Städten klappt das nicht gut. Allerdings würde man Karten auf dem monochromen LCD-Panel mit einer Auflösung von 176 x 176 Pixeln sowieso nicht erkennen.

Garmin Instinct 2 (Solar) – Trailer
Garmin Instinct 2 (Solar) – Trailer (00:54)

Die Instinct 2 Solar ( Test auf Golem.de ) kostet 380 Euro. Es gibt eine Version mit 45 mm Durchmesser, auf die sich die hier genannten Werte beziehen.

Alternativ stehen Modelle mit 40 mm Durchmesser zur Verfügung sowie die etwas günstigere Variante ohne Solar (rund 300 Euro) und eine teurere mit echten Zeigern (Instinct Crossover, ab 550 Euro – Test auf Golem.de ).

Google Pixel Watch, Huawei GT 3 Pro und Polar Ignite 3

Google Pixel: Androide Athleten

Die erste eigene Smartwatch von Google(öffnet im neuen Fenster) bietet zwei Uhren in einem Gehäuse! Klingt seltsam, ist aber so: Neben den von Google bereitgestellten smarten Funktionen gibt es viele Elemente von Fitbit – der Hersteller von Sportuhren wurde 2021 von Google gekauft.

Das hat ein paar Vorteile: Athleten können mit der Pixel Watch die bewährten Sportfunktionen von Fitbit nutzen. Wer das Ökosystem schon kennt, kann ohne Einarbeitung sofort laufen oder radfahren.

Die Ergebnisse und Analysen kann man dann auf der Uhr selbst oder mit weitergehenden Informationen in der Fitbit-App auf dem verbundenen Smartphone anschauen. Das gilt auch für die gute Schlafanalyse, die allerdings nur mit Premium-Abo (rund 9 Euro/Monat) alle Infos zur vergangenen Nacht anzeigt.

Google gibt für die Pixel Watch eine Akkulaufzeit von 24 Stunden an. Auf eine derartige Laufzeit kommt man allerdings nur dann zuverlässig, wenn man die Uhr ohne Always-on-Display verwendet. Bei Sport mit aktiviertem GPS soll der Akku rund 12 Stunden durchhalten.

Google bietet die Pixel Watch ( Test auf Golem.de ) in mehreren Versionen an, die günstigste kostet rund 380 Euro.

Teardown Pixel Watch – iFixit
Teardown Pixel Watch – iFixit (03:52)

Die Modelle mit LTE-Modem kosten ab rund 430 Euro. Alle haben einen Durchmesser von rund 41 mm. Die Uhr funktioniert mit allen Smartphones, auf denen mindestens Android 8.0 installiert ist.

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Huawei GT 3 Pro: Eleganter Sportler

So dezent wie die GT 3 Pro sieht keine andere der hier vorgestellten Sportuhren aus: das Wearable von Huawei(öffnet im neuen Fenster) kann man auch zu Anzug und Krawatte in der Oper tragen. Dennoch handelt es sich um eine vollwertige Smartwatch, die auf dem Betriebssystem HarmonyOS basiert.

Die Apps von Huawei decken neben Benachrichtigungen, Stoppuhren und Timern vor allem Sport und Gesundheit ab. Es gibt eine gute Schlafanalyse, dazu kommen Schrittzähler und eine Auswertung von Körperstress.

Das GPS-Modul unterstützt GPS, Glonass, Galileo, Beidou und QZSS und liefert recht genaue Positionsdaten. Die Herzfrequenzmessung am Handgelenk zeigt im Einsatz fast immer die gleichen Werte wie Referenzgeräte von Garmin und Apple.

Das AMOLED-Touchdisplay verfügt über einen Durchmesser von 36,32 mm (1,43 Zoll), die Auflösung beträgt 466 x 466 Pixel. Huawei gibt eine Akkulaufzeit von 14 Tagen an. In der Praxis kommt man mit GPS-Aktivitäten und trotz Herumgespiele auf sieben bis acht Tage. Das ist für ein derartiges Wearable sehr gut.

Die Huawei Watch GT 3 Pro ( Test auf Golem.de ) ist in mehreren Versionen und Ausstattungsvarianten erhältlich, die günstigste Version kostet 370 Euro. Neben einem Modell mit einer Größe von 46 mm gibt es eine mit Fassung mit 43 mm. Das Wearable ist kompatibel mit Android und iOS.

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Polar: Ausgeschlafener Athlet

Vor fünf bis zehn Jahren war Polar zumindest in Deutschland so etwas wie das Synonym für Sportuhr. Die Zeiten sind vorbei – auch, weil es längst viel mehr teils bekanntere Anbieter gibt. Die Ingite 3 hat zwar innere Werte, dürfte allein wegen ihres extrem dezenten Designs aber kaum für neuen Ruhm sorgen.

Das Wearable ist auffällig gut ausgestattet: Es gibt ein lichtstarkes AMOLED-Panel mit einem Durchmesser von 1,28 Zoll und einer Auflösung von 416 x 416 Pixeln, die Abdeckung besteht aus Gorilla-Glas.

Dazu kommt eine optische Herzfrequenzmessung mit zehn LEDs und Dualband-GPS. Beide liefern stimmige Werte. Das müssen sie auch, denn die Ignite 3 ist Datenlieferant für das sehr gute Ökosystem von Polar(öffnet im neuen Fenster) , das im Web und auf dem Smartphone verfügbar ist und individuelle Erholungsanalysen erstellt.

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Besonders auffällig ist die sehr gute Schlafanalyse, die den Nutzern sehr umfangreiche Informationen zur Verfügung stellt. Längst nicht so gelungen ist die Bedienung der Uhr: Ruckler und lange Wartezeiten provozieren geradezu Fehleingaben. Daran kann man sich gewöhnen, viel Spaß macht es aber nicht.

Polar Ignite 3 – Trailer
Polar Ignite 3 – Trailer (01:06)

Die Polar Ignite 3 ( Test auf Golem.de ) hat einen Durchmesser von 43 mm und trägt sich auch dank des geringen Gewichts von 35 Gramm sehr angenehm. Der Akku schafft laut Hersteller rund fünf Tage im Smartwatch-Modus und 30 Stunden bei GPS-Aktivitäten. Der Preis liegt bei rund 330 Euro.


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