2022 beginnt das 5-nm-/6-nm-Zeitalter für PCs

So hat AMD versprochen, dass Anfang 2022 die Ryzen mit 3D V-Cache erscheinen, von der Fangemeinde liebevoll als Ryzen 3D bezeichnet. Es handelt sich um die gleichen Vermeer-CPUs mit Zen-3-Technik wie bisher, AMD verdreifacht allerdings den L3-Cache. Das bringt durchschnittlich 15 Prozent mehr Performance, vor allem Spiele profitieren.

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Intel wiederum erweitert sein Portfolio nach unten hin, indem die non-K(F)-Versionen von Alder Lake S vorgestellt werden: Modelle wie der Core i5-12400F mit sechs Golden-Cove-Kernen dürften den Ryzen 5 5600X locker abhängen und preislich für Bewegung im Segment für unter 300 Euro sorgen. Gut ist dabei, dass für diese Chips auch günstigere B660-Platinen samt DDR4-Unterstützung erscheinen werden.

Für den weiteren Verlauf des Jahres steht dann bei AMD der größte Wechsel seit dem Sockel AM4 an: Mit dem Sockel AM5 erfolgt die Umstellung auf DDR5-Speicher, er ist für Prozessoren mit Zen4-Architektur ausgelegt. Für diese Fassung sollen die monolithischen Rembrandt-APUs mit 6-nm-Fertigung erscheinen, für die Raphael genannten Ryzen-CPUs ist ein Chiplet-Design aus 5-nm-CPU-Kernen und 6-nm-I/O-Die angedacht.

Raptor Lake bringt mehr Cores

Bei Intel wurde dieser Schritt bereits vollzogen, daher wird der bisherige Designansatz weiter verfolgt: Statt bis zu acht Performance- und bis zu acht Efficiency-Kernen bei Alder Lake soll Raptor Lake bis zu 8+16 Kerne mit anteilig verbesserter Architektur aufweisen. Der Intel 7 genannten Fertigung (einst 10 nm Enhanced Super Fin alias 10+++ nm) bleibt der Hersteller dabei allerdings treu.

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Überdies ist 2022 das Jahr, in dem Intel erstmals seit der 1998 gefloppten i740 (Auburn) und dem DG1-Testvehikel wieder dedizierte Grafikkarten anbieten wird: die für Gaming gedachten Arc-Modelle mit Xe-HPG-Architektur; das steht für High Performance Gaming. Frühere Informationen sprechen von bis zu 512 EUs (Execution Units) für 4.096 Shader-Einheiten und einem 256 Bit breiten Interface für GDDR6-Videospeicher, außerdem 2 GHz und 300 Watt - die Performance bleibt vorerst offen.

Intel-Prozessoren

Das Duopol wird aufgebrochen

Auch bei Intel Arc wird TSMCs 6 nm eingesetzt und noch ein dritter Anbieter greift darauf zurück: Nvidia. Über die intern als Lovelace entwickelte nächste Geforce-Generation ist wenig bekannt, zumindest GDDR6X an 384 Bit und ein monolithisches Design mit bis zu 18.432 Shader-Einheiten (FP32) sind für den AD102-Chip als Topmodell im Gespräch.

Ganz anders bei AMD, dort soll ähnlich wie bei der Instinct MI250X für Supercomputer ein Chiplet-Ansatz zum Einsatz kommen. Für den Navi-31-Chip mit RDNA3-Technik sollen zwei 5-nm-Compute-Dies mit einem 6-nm-I/O-Die kombiniert werden, was in 15.360 ALUs mit 512 MByte Infinity Cache an 256 Bit resultieren soll. Zumindest der kleinere Navi 33 ist unbestätigten Meldungen zufolge noch als Einzelchip geplant.

Passend zu all den Grafikkarten gibt es eine Neuerung für die Stromversorgung: Mit PCIe Gen5 erscheint der 12VHPWR genannte Stecker, er kann Pixelbeschleuniger mit bis zu 600 Watt zu versorgen. Hoffen wir also, dass diese besser verfügbar sind, damit neben hohen Stromkosten nicht auch noch weiterhin überzogene Preise fällig sind.

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 Prozessoren: Warten auf 2022 lohnt sich
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ms (Golem.de) 28. Dez 2021 / Themenstart

M1 ist kein Desktop-Chip ... aber ja, ich hätte die Designs für Mac Pro beim Ausblick...

ms (Golem.de) 13. Dez 2021 / Themenstart

Zwischen "schafft alles" und "ist flott" liegen halt Welten ^^

bernstein 11. Dez 2021 / Themenstart

wer nicht übermässig geld verschenken will wartet auf die nächste gpu generation, kommt...

elknipso 11. Dez 2021 / Themenstart

Das sagt jeder der den Markt kennt :). Kann ich auch aus meiner persönlichen Erfahrung...

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