Grafikkarten: Zugeschlagen wird bei Verfügbarkeit

Angesichts der Preise ist es derzeit eine Überlegung wert, sich einen Komplett-PC von einem großen (OEM-)Anbieter zu kaufen und die Grafikkarte auszubauen, bevor das restliche System weiterveräußert wird.

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Wer eine günstige Bildausgabe benötigt, etwa für einen Office-PC, greift am besten zu Prozessoren mit integrierten Grafikeinheiten: Die UHD Graphics in allen Celeron-G5000- oder Pentium-G6000-Chips von Intel steuert bereits mehrere 4K-Displays bei 60 Hz an. Für mehr als Casual-Spiele reicht die Leistung indes nicht, was bei grob 60 Euro Startpreis aber wenig überrascht.

Schnellere iGPUs finden sich bei AMD, allerdings kostet selbst ein Athlon 3000G mit Radeon Vega 3 bereits 110 Euro - zum Launch vor zwei Jahren war es die Hälfte. Die aktuell flotteste integrierte Grafik steckt im Ryzen 5 5600G und im Ryzen 7 5700G. Damit ist 1080p-Gaming gut möglich. Mit 270 Euro respektive 340 Euro sind beide APUs vergleichsweise teuer, jedoch eine Option für HTPCs.

Die Preise sind völlig irre

Ist Platz für eine dedizierte Grafikkarte, beginnen die interessanten Modelle bei etwa 90 Euro und damit noch zu normalen Preisen: Hier gibt es die Geforce GT 1030 mit GDDR5 (!). Diese reicht aus, um in 1080p aktuelle Titel mit reduzierten Details zu spielen; für E-Sport-Games wie Overwatch ist sie ohnehin leistungsstark genug.

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Oberhalb dieser Low-End-Ableger beginnt der Wahnsinn: Eine fünf Jahre alte Geforce GTX 1050 Ti kostet locker 250 Euro und damit mal eben 100 Euro mehr als beim Launch, allerdings sind die Karten zumindest in brauchbarer Stückzahl verfügbar. Eine aktuelle Geforce GTX 1650 lässt sich oft für 350 Euro ergattern, was angesichts eines Listenpreises von 150 Euro einfach nur irre ist.

Weil praktisch alle halbwegs aktuellen Grafikkarten äußerst schlecht lieferbar sind und wenn, dann zu überzogenen Preisen, sparen wir uns an dieser Stelle weitere Preisvergleiche zu Launch-Preisen oder MSRPs und besprechen die grundsätzlich interessanten Modelle. Denn auch wenn am Ende viele froh sind, überhaupt zum Zuge zu kommen, gibt es mehr oder weniger empfehlenswerte Pixelbeschleuniger.

So stellen AMDs Radeon RX 6600 (XT) auf dem Papier zwar die günstigsten aktuellen Raytracing-tauglichen Karten dar, die Rohleistung und der kleine Infinity Cache lassen aber wenig bis kaum Spaß aufkommen. Für 1080p-Rasterization-Gaming und die Option, sich Raytracing bei wenig fordernden Titeln anzuschauen, reicht es aber bei den sehr sparsamen Radeons.

AMD-Grafikkarten bei Alternate

8 GByte Videospeicher werden knapp

Ungeachtet dessen ist die Geforce RTX 3060 die bessere Wahl, unter 800 Euro ist der Ampere-Ableger aber kaum zu bekommen. Das Ti-Modell hat etwas mehr Performance, die 8 GByte Videospeicher geben in 1080p oder 1440p gelegentlich den Ausschlag. Das gilt bei der Geforce RTX 3070 umso mehr, da gerade bei Titeln wie Doom Eternal mit Raytracing die Texturqualität um ein bis zwei Stufen reduziert werden muss.

Besser machen das die Radeon RX 6700 XT mit 12 GByte und die Radeon RX 6800 mit 16 GByte, beide können aber in vielen Raytracing-Titeln von der reinen Performance her nicht mithalten. Zur Geforce RTX 3070 Ti sollte einzig im Notfall gegriffen werden, da sie nur marginal schneller als das suffix-lose Modell ist und dennoch 70 Watt mehr benötigt.

Ob es eine Geforce RTX 3080 oder eine Radeon RX 6800 XT sein soll, erachten wir als Geschmackssache: DLSS und Raytracing-Geschwindigkeit sprechen für die Nvidia-Karte, die 16 GByte Videospeicher und der rBAR-Boost in 1440p für das AMD-Pendant.

Ähnlich sieht es bei der Geforce RTX 3080 Ti und der Radeon RX 6900 XT aus, wobei hier die Ti mit 12 GByte in den meisten Fällen auf der sicheren Seite und daher eher unsere Empfehlung ist. Wer allerdings eine Geforce RTX 3090 für ein paar Euro mehr sieht, sollte hier zugreifen.

Bei den Prozessoren ist die Situation glücklicherweise deutlich entspannter, hier sind viele CPUs zu akzeptablen Preisen zu haben. Schauen wir uns daher an, welche Chips sich empfehlen.

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ms (Golem.de) 28. Dez 2021 / Themenstart

M1 ist kein Desktop-Chip ... aber ja, ich hätte die Designs für Mac Pro beim Ausblick...

ms (Golem.de) 13. Dez 2021 / Themenstart

Zwischen "schafft alles" und "ist flott" liegen halt Welten ^^

bernstein 11. Dez 2021 / Themenstart

wer nicht übermässig geld verschenken will wartet auf die nächste gpu generation, kommt...

elknipso 11. Dez 2021 / Themenstart

Das sagt jeder der den Markt kennt :). Kann ich auch aus meiner persönlichen Erfahrung...

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