Kau­tschuk: Autoreifen aus Löwenzahn

Continental will mit dem im Löwenzahn enthaltenen Kautschuk experimentieren. Eines Tages könnte der Rohstoff für Autoreifen nicht mehr aus dem Regenwald kommen, sondern aus Mecklenburg-Vorpommern.

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Löwenzahnwurzel
Löwenzahnwurzel (Bild: Continental)

Continental hat in Anklam ein Forschungs- und Versuchslabor eröffnet, in dem die Gewinnung von Kautschuk aus der russischen Löwenzahnpflanze erprobt werden soll. Das wäre eine lokale Alternative zu Kautschuk aus dem Regenwald. Der Anbau und die Aufarbeitung des Löwenzahns als Rohstoffbasis wird in Anklam erprobt.

"Ohne Produkte aus Kautschuk würde heute fast kein industrielles Gesamtsystem funktionieren. Dieser Werkstoff hält die Welt in Bewegung und ist der Schlüssel zu wegweisenden Entwicklungen und technischen Innovationen.", so Chemiker Dr. Wolfram Herrmann von Continental.

Die Erforschung der Kautschukgewinnung aus Löwenzahn wird gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME, dem Julius Kühn-Institut und dem Pflanzenzüchter Eskusa durchgeführt.

"Die Pflanze kann aufgrund ihrer agrarischen Anspruchslosigkeit auch in der nördlichen Hemisphäre angebaut werden. So ist die Kautschukproduktion beispielsweise in der Nähe unserer Reifenfabriken denkbar und die viel kürzeren Transportwege würden die Logistik deutlich vereinfachen", erklärt Dr. Carla Recker, die bei Continental das Material-Entwicklungsprojekt leitet.

Mit der Serienreife der Kautschuk-Produkte aus Löwenzahn wird in den nächsten fünf bis zehn Jahren gerechnet.

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Dave_Kalama 08. Dez 2018

Keine Bananen und Deutsche machen einen Staatstreich und oeffnen die Grenzen. Niemand...

Anonymer Nutzer 08. Dez 2018

kann man tun und riskiert damit das einbringen in bestehende wilde populationen...

Jakelandiar 07. Dez 2018

Nein. Wenn ein Artikel darüber kommt. Aber nicht bei jedem Artikel zu jedem Thema sowas...

Heldbock 07. Dez 2018

Ihr habt doch echt alle Probleme...



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