Kathrein: Laut Hersteller keine massive Antennenzunahme durch 5G

Der Antennenhersteller Kathrein, mit dem in Deutschland alle drei großen Mobilfunkausrüster zusammenarbeiten, erwartet keinen neuen Antennenwald mit 5G. Er sieht eine Verdichtung um den Faktor 2.

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Neue 5G-Site von Kathrein
Neue 5G-Site von Kathrein (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Eine massive Zunahme von Antennen wird es mit dem Ausbau des neuen 5G-Mobilfunks bis zum Jahr 2020 nicht geben. Das sagte Roland Gabriel, Group Vice President und Head of Technology Management bei Kathrein, am 26. Februar 2018 auf dem Mobile World Congress im Gespräch mit Golem.de. Kathrein ist Hersteller von Antennen und Satellitentechnik aus dem bayrischen Rosenheim und arbeitet mit den Mobilfunkausrüstern Ericsson, Nokia und Huawei zusammen.

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Gabriel: "Wir brauchen mehr Sites, ich erwarte eine Verdichtung im urbanen Bereich um den Faktor zwei." Unterhalb von 6 GHz werde auf vorhandene Antennen aufgesetzt, da werde man eher versuchen, mit Beamforming und Massive MIMO zu arbeiten. Anders sei es bei Small-Cell-Antennen für die Indoor-Versorgung, Fußgängerzonen und Lampenmaste. "Hier brauchen wir erheblich mehr Antennen", betonte Gabriel.

Der deutsche Stadtnetzbetreiberverband Buglas (Bundesverband Glasfaseranschluss) hatte erklärt, das für 5G in Deutschland 1,2 Millionen Antennen aufgestellt werden müssen. Mit Stand von Oktober 2017 gibt es pro Mobilfunkbetreiber in Deutschland gegenwärtig 25.000 Antennenstandorte.

Kathrein: Geschäft mit Mobilfunkantennen wächst

Hauptpartner von Kathrein seien laut Gabriel seit fünf Jahren Ericsson und Nokia; Huawei sei Kunde und Konkurrent zugleich. Der Hersteller Kathrein habe über 10.000 Antennen im Feld. "Die Hälfte kaufen die Netzwerkausrüster, der Rest geht direkt zu den Netzbetreibern", sagte Gabriel.

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Bei einer Antenne, die Kathrein auf seinem Messestand ausstellt, wurden acht passive Bänder integriert. Die aktive Technik kommt von Nokia. Das System integriert eine passive Multiband-Antenne und eine sogenannte massive adaptive MIMO-Antenne in einer Einheit. Optisch und von der Größe ist die Site vergleichbar mit 4G. Das sei wichtig, denn die Miete für die Standorte richtet sich nach der Volumengröße der Antennen. Orange möchte das System ab Mitte 2019 in Frankreich einsetzen und bis zu 30 Prozent aller Antennen-Standorte damit ausstatten. "Wir stehen am Anfang des Booms, die Durststrecke ist zu Ende, die Aufträge laufen rein", erklärte Gabriel.

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