Katastrophenfall: Cell Broadcast wird noch dieses Jahr breit getestet

Noch hat sich die Bundesnetzagentur nicht endgültig festgelegt. Aber eine Testwarnung mit Cell Broadcast zum bundesweiten Warntag 2022 ist geplant.

Eine Exklusivmeldung von veröffentlicht am
Warnmeldungen auf verschiedenen Wegen
Warnmeldungen auf verschiedenen Wegen (Bild: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe)

Im Katastrophenfall soll die Bevölkerung schon in diesem Jahr auch über Mobilfunk gewarnt werden. Der Testbetrieb für Cell Broadcast soll laut Planung mit einer Testwarnung zum bundesweiten Warntag 2022 eingeleitet werden, der voraussichtlich im September 2022 stattfindet. Das hat Golem.de aus informierten Kreisen erfahren. Eine Beschäftigte des Bundesinnenministeriums sagte Golem.de dazu: "Mit der Implementierung von Cell Broadcast soll zeitnah begonnen werden. Das System soll nach Implementierung zügig getestet werden."

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Als Reaktion auf die Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Juli 2021 mit zahlreichen Toten und schweren Verwüstungen wurde die Einführung des neuen Mobilfunk-Warnsystems auf den Weg gebracht. SMSCB, häufiger Cell Broadcast genannt, sind Eins-zu-viele-Nachrichten.

Sie lassen sich in wenigen Sekunden für ein gesamtes Land oder begrenzt auf bestimmte Gebiete aussenden. Die Telefone müssen nicht in einem bestimmten Netz registriert sein, um diese Nachrichten zu empfangen. Warnungen mit der höchsten Priorität lösen einen Alarm aus, auch wenn das Telefon stummgeschaltet ist, indem der Lautlos-Modus übergangen wird. Für das CB-Warnsystem werden außerdem spezielle Warntöne des Telefons abgespielt. Cell Broadcast ist als unidirektionaler Dienst im Katastrophenfall auch bei überlasteten Netzen verfügbar.

Netzbetreiber warten auf endgültige Ansage der Bundesnetzagentur

Vodafone-Sprecher Volker Petendorf sagte Golem.de: "Ein Projektteam bei Vodafone arbeitet seit der Flutkatastrophe im Juli 2021 an der Einführung." Sirenen, Warn-Apps und Warnhinweise via TV und Radio würden durch ausgesendete Textnachrichten auf Mobiltelefone ergänzt, um die betroffene Bevölkerung im Katastrophenfall besser informieren und schützen zu können.

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"Eine rechtliche Grundlage dafür wurde mit dem Beschluss von Bundestag und Bundesrat im November 2021 geschaffen. Anschließend hat die Bundesnetzagentur den Entwurf zu den Einzelheiten des Cell Broadcast-Systems in einer Technischen Richtlinie vorgelegt", erklärte Petendorf.

Telefónica-Sprecher Jörg Borm betonte im Gespräch mit Golem.de, dass eine finale Version der Richtlinie von der Bundesnetzagentur bisher nicht von der Behörde veröffentlicht worden sei, "jedoch sieht das Telekommunikationsgesetz (TKG) vor, dass die Anbieter innerhalb eines Jahres nach Veröffentlichung der Richtlinie die vollständige Implementierung eines Cell Broadcast-Systems abgeschlossen haben müssen. Davon unabhängig hat Telefónica Deutschland inzwischen begonnen, die technische Umsetzung aktiv vorzubereiten."

Die Deutsche Telekom arbeitet ebenfalls an den Vorbereitungen zur Integration des Dienstes in das Mobilfunknetz, "auch wenn die Spezifikation der technischen Anforderungen durch den Auftraggeber bislang noch nicht final erfolgt ist", erklärte auch Telekom-Sprecher Philipp Kornstädt.

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Wulf 05. Feb 2022

Schau mal in die technische Richtlinie der BNA. Da wird klar, dass da technisch bisher...

Wulf 05. Feb 2022

Man kann nicht alles einem einzelnen Landrat in die Schuhe schieben. Der Mann hätte...



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