Kassenloser Supermarkt: Supermärkte können Amazon-Go-Technik nutzen

Amazon bietet die Technik seines kassenlosen Supermarkts für andere Einzelhändler an. Das Ganze nennt sich Just Walk Out und funktioniert im Unterschied zu Amazon Go ohne Amazon-Kundenkonto.

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Amazon Go - der kassenlose Supermarkt
Amazon Go - der kassenlose Supermarkt (Bild: David Ryder/Getty Images)

Amazon arbeitet weiter daran, das Anstehen an der Schlange der Supermarktkasse abzuschaffen. Künftig können beliebige andere Einzelhändler die Technik von Amazon Go in ihren eigenen Läden nutzen. Mit Just Walk Out hat Amazon eine Webseite bereitgestellt, auf der sich Interessenten über das System informieren können. Zumindest in den USA könnte es also bald mehr kassenlose Geschäfte geben, Amazon will in Kürze entsprechende Partnerschaften bekanntgeben, heißt es in einem Bericht von Reuters.

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Auch ein Supermarkt mit Just-Walk-Out-Technik wird viele Kameras an der Decke haben, um darüber die Aktivitäten der Kunden zu beobachten. In den Regalen befinden sich Gewichtssensoren, die zusammen mit den Kameras verwendet werden. Damit kann das Geschäft autark mitbekommen, welche Produkte der Kunde aus dem Regal nimmt.

Sobald ein Kunde ein Produkt aus dem Regal nimmt, erscheint es im digitalen Einkaufskorb des Kunden. Das System soll auch erkennen, wenn ein Kunde Waren später wieder zurückstellt. Anders als bei den Amazon-Shops wird bei Just Walk Out kein Amazon-Konto verwendet. Während sich Kunden bei Go-Supermärkten am Anfang mit einer App und dem eigenen Amazon-Konto anmelden müssen, erfolgt dies bei Just Walk Out über die Kreditkarte des Kunden.

Kein Anstellen an der Kasse

Wenn der Kunde den Laden verlässt, muss er sich nicht an einer Kasse anstellen und es müssen auch keine Waren auf ein Laufband gelegt werden. Der Kunde kann den Shop einfach verlassen - also genauso wie bei Amazon Go. Die Abrechnung über eine Kreditkarte und ohne Kundenkonto bedeutet aber auch, dass es keinen Kassenbon gibt. Wer diesen haben will, muss sich im entsprechenden Shop mit seiner Kreditkarte identifizieren und zu dieser eine E-Mail-Adresse angeben. Dann wird der Kassenbon digital an die E-Mail-Adresse verschickt.

Amazon wollte auf Nachfrage von Reuters keine Auskünfte zum Geschäftsmodell von Just Walk Out nennen. Somit ist nicht bekannt, welche Kosten ein Supermarkt hat, wenn er die Technik nutzen will. Die Händler sollen maßgeschneiderte Angebote erhalten, heißt es von Amazon. Für die Nutzung der Just-Walk-Out-Technik kommt auch die AWS-Infrastruktur zum Einsatz.

Für den Einbau der Kamera- und Sensortechnik von Just Walk Out in bestehende Supermärkte veranschlagt Amazon einen Zeitraum von mehreren Wochen. Die Technik soll sich auch in bestehende Läden einbauen lassen. Amazon will den Einbau für den Kunden mit möglichst wenig Unannehmlichkeiten umsetzen.

Nach den derzeit vorliegenden Informationen gibt es die Just-Walk-Out-Technik vorerst nur für die USA. Bisher ist Amazon mit seinen Amazon-Go-Supermärkten nicht in Ländern außerhalb Nordamerikas vertreten. Anfang Januar 2018 hatte Amazon seinen ersten Amazon-Go-Supermarkt eröffnet. Dieser befindet sich in direkter Nähe von Amazons Hauptquartier in Seattle. Derzeit betreibt Amazon in den USA mehr als 25 solcher kassenlosen Supermärkte.

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theSens 11. Mär 2020

Die laufen denen hinterher weil sie's nicht anders kennen. Ich glaube die wenigsten, wenn...

\pub\bash0r 10. Mär 2020

Darum ja das Display. Den Bon siehst du unaufgefordert. Ob du ihn mitnimmst (eMail...

TrollNo1 10. Mär 2020

Wenn sie dann noch das Obst und Gemüse kurz vor die Kassen machen, könnte das sogar...

TrollNo1 10. Mär 2020

Bei uns im Edeka (Katzenfutter, 24 Einzel-Packungen) musste ich sogar jede Packung...

plutoniumsulfat 09. Mär 2020

Also alle Regale austauschen sind für mich nicht wenig Unannehmlichkeiten .


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