Kassenloser Einkauf: Erster kompakter Amazon-Go-Supermarkt eröffnet

Amazon hat eine erste kompakte Version eines Go-Supermarkts eröffnet. Der Laden hat eine deutlich kleinere Verkaufsfläche und somit auch ein geringeres Warensortiment. Amazon könnte bald Go-Supermärkte in Flughäfen eröffnen.

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Ein Amazon-Go-Supermarkt von innen
Ein Amazon-Go-Supermarkt von innen (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Es gibt Neues zu Amazons Go-Supermärkte. Im Hauptsitz von Amazon in Seattle hat das Unternehmen in der Innenstadt einen kleinformatigen Go-Supermarkt eröffnet, wie diverse US-Medien übereinstimmend berichten. Das Besondere an den Amazon-Go-Supermärkten ist, dass sie keine Kassen mehr besitzen. Dafür müssen sich Kunden beim Betreten des Ladens mit einer Smartphone-App autorisieren. Daraufhin beobachten etliche Sensoren und Kameras den Kunden beim Einkauf.

Der Kunde kann sich Waren in die Tasche oder den Einkaufswagen legen - das Go-System bemerkt es und packt es in den virtuellen Einkaufswagen. Dabei können auch Waren wieder zurück ins Regal gelegt werden - auch das soll vom System erkannt werden. Das Produkt wird dann wieder aus dem digitalen Einkaufskorb entfernt.

Hat der Kunde alles beisammen, verlässt er den Laden und die gekauften Produkte werden über das Amazon-Konto bezahlt. Es ist kein Anstehen an einer Kasse nötig und es müssen auch keine Waren auf ein Kassenband gelegt werden. Damit soll der Kunde Zeit beim Einkauf sparen.

Geringere Verkaufsfläche im neuen Go-Supermarkt

Die kompakte Version des Go-Supermarkts ist mit einer Verkaufsfläche von etwa 40 Quadratmetern wesentlich kleiner als die der bisherigen Go-Filialen mit etwa 170 Quadratmetern Verkaufsfläche. Das bedeutet auch ein verringertes Warensortiment, dort gibt es vor allem Getränke, Snacks und fertiges Essen zum Frühstück, Mittag- und Abendessen. Die kompakte Version ist zunächst nur für Amazon-Mitarbeiter nutzbar, offenbar soll hier ausprobiert werden, wie gut das System bei geringerer Ladenfläche funktioniert. Die Neueröffnung ist der achte Go-Supermarkt von Amazon in den USA.

Die kompakte Version von Amazon Go könnte später einmal in Flughäfen oder auch in Bahnhöfen zu finden sein. Reuters hatte kürzlich erfahren, dass Amazon bereits mit Flughafenbetreibern darüber gesprochen hat, Go-Filialen in den Terminals von Flughäfen in den USA zu eröffnen. Das ergibt sich aus öffentlichen Unterlagen und Angaben von Personen, die mit den Plänen vertraut sind.

Einkauf bei Amazon Go ist ungewohnt

Für den Einsatz in Flughäfen könnten der neue vorgestellte kompakte Go-Supermarkt besonders geeignet sein, weil die geringe Größe eine geringere Miete bedeuten würde. Das Warensortiment würde vor allem auf Reisende abgestimmt, die sich einfach das Gewünschte aus dem Laden nehmen und danach sofort weitergehen könnten. Bis es soweit ist, kann es aber noch dauern, weil es für Läden in Flughäfen Ausschreibungsverfahren gibt, an dem sich auch Amazon erst beteiligen muss. Amazon wollte die Recherchen von Reuters nicht kommentieren.

Golem.de hat probeweise im Amazon-Go-Supermarkt eingekauft und wir fühlten uns dabei so, als würden wir einfach den Laden ausräumen. Das Konzept ist spannend und wir freuten uns über ein angenehmes Einkaufserlebnis. Wir mussten uns nirgendwo anstellen, keine Waren auf ein Band legen und sie auch nicht über einen Scanner ziehen. Auch das Hervorkramen des passenden Zahlungsmittels entfällt.

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