Abo
  • Services:
Anzeige
NSA-Programme wie Upstream hören den Internetverkehr ab, manches davon ist aber verschlüsselt.
NSA-Programme wie Upstream hören den Internetverkehr ab, manches davon ist aber verschlüsselt. (Bild: Washington Post)

SSL Wie sich Geheimdienste selbst Zertifikate ausstellen

Ein Experte von Kaspersky Lab erzählt im Gespräch mit Golem.de, welche Möglichkeiten Geheimdienste haben, um SSL anzugreifen.

Anzeige

Laut einem Medienbericht setzen Behörden in den USA vor allem kleinere Unternehmen unter Druck, damit diese Generalschlüssel für SSL-Verschlüsselung herausgeben. Wir haben darüber mit Christian Funk, Senior Virus Analyst bei Kaspersky Lab, gesprochen.

Funk: "Rein technisch gesehen gibt es zwei Stellen, an welchen die Private Keys zur Kompromittierung für SSL-Verbindung abgegriffen werden können. Zum einen ist dies bei den Zertifizierungsstellen (Certificate Authorities) möglich, welche die digitalen Zertifikate ausstellt. Sollte eine solche Institution kollaborieren oder kompromittiert werden, wie etwa im Fall von Diginotar im Jahr 2011, könnten durch diese technisch legitime Zertifikate ausgestellt werden, welche für Man-In-The-Middle-Angriffe eingesetzt werden können."

Bereits die erfolgreichen Angriffe auf die verhältnismäßig kleine Certificate Authority Diginotar in den Niederlanden verursachten Ausfälle im Internet. Die Niederlande mussten ihre E-Government-Dienste teils abschalten und Diginotar ging schließlich pleite.

Zum anderen können die Private Keys der anzugreifenden Unternehmen - ebenfalls via Einbruch oder Zusammenarbeit - direkt von den Geheimdiensten übernommen werden, sagte Funk.

Laut einem Bericht soll das System SSL durch seine langlebigen Master-Keys angreifbar sein: Diese Keys, die wie ein Generalschlüssel eines Anbieters arbeiten, sollen nämlich von US-Behörden bei den Providern eingefordert werden. Ein Mitarbeiter eines Onlineunternehmes, der entsprechende Anfragen beantworten musste, sagte Cnet: "Die Regierung verlangt definitiv SSL-Keys von Providern." Mit einem Master-Key kann dann die gesamte SSL-Kommunikation, die über die Server eines Anbieters läuft, entschlüsselt werden.

Die Onlineunternehmen setzen zunehmend nicht mehr nur auf SSL allein, sondern auch auf das nicht mit Generalschlüsseln arbeitende Verfahren PFS. "PFS hat hier systembedingt starke Vorteile. Da die Passphrase zur Verschlüsselung nie übertragen wird. Zudem wird ein neuer Schlüssel für jede Session generiert, so dass im Fall der Fälle nur eine Sitzung entschlüsselt werden kann, nicht aber alle vergangenen oder zukünftigen Datenpakete", erklärte Funk.

Es wird unter anderem von Google bei manchen Diensten eingesetzt, aber auch nicht bei allen, weil sowohl Browser als auch Server es vollständig unterstützen müssen.


eye home zur Startseite
sockets12 19. Aug 2013

müssten die Roots "T-TeleSec GlobalRoot Class 3" und "Deutsche Telekom Root CA 2" sein...

nick331 18. Aug 2013

OpenSSL reicht. Damit kannst du ein Root-Zertifikat erzeugen und damit Keypaare...

vol1 17. Aug 2013

...erstellen sich Seiten, die eher auf der anti-NSA Seite sind, auch ihre Zertifikate...

CiC 16. Aug 2013

Die Ciphersuite bestimmt (unter anderem) den Schlüsselaustauschalgorithmus. Eine suite...

CybroX 16. Aug 2013

Und der wird dann in den PC gesteckt, gescannt und als 3D Modell an Google übertragen um...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Daimler AG, Gaggenau
  2. Robert Bosch GmbH, Schwieberdingen
  3. Arrow Central Europe GmbH, München, Neu-Isenburg, Stuttgart
  4. Voith Turbo H+L Hydraulic GmbH & Co. KG, Rutesheim


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Ballistix 16 GB DDR4-2666 124,90€, G.Skill 16 GB DDR4-3200 179,90€)
  2. (u. a. Samsung 960 Evo 500 GB 229,90€, Evo 1 TB 429,00€)
  3. (u. a. AOC AG271QG LED-Monitor 599,00€, Asus ROG Swift PG348Q 999,00€)

Folgen Sie uns
       


  1. Umweltbundesamt

    Software-Updates für Diesel reichen nicht

  2. Acer Nitro 5 Spin

    Auf dem Gaming-Convertible spielen und zeichnen

  3. Galaxy Note 8 im Hands on

    Auch das Galaxy Note sieht jetzt doppelt - für 1.000 Euro

  4. Microsoft

    Git-Umzug von Windows-Team abgeschlossen

  5. Play Store

    Google entfernt 500 Android-Apps mit 100 Millionen Downloads

  6. DreamHost

    US-Regierung will nun doch keine Daten von Trump-Gegnern

  7. Project Brainwave

    Microsoft beschleunigt KI-Technik mit Cloud-FPGAs

  8. Microsoft

    Im Windows Store gibt es viele illegale Streaming-Apps

  9. Alpha-One

    Lamborghini-Smartphone für über 2.000 Euro vorgestellt

  10. Wireless-AC 9560

    Intel packt WLAN in den Prozessor



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Threadripper 1950X und 1920X im Test: AMD hat die schnellste Desktop-CPU
Threadripper 1950X und 1920X im Test
AMD hat die schnellste Desktop-CPU
  1. Ryzen AMD bestätigt Compiler-Fehler unter Linux
  2. CPU Achtkerniger Threadripper erscheint Ende August
  3. Ryzen 3 1300X und 1200 im Test Harte Gegner für Intels Core i3

Sysadmin Day 2017: Zum Admin-Sein fehlen mir die Superkräfte
Sysadmin Day 2017
Zum Admin-Sein fehlen mir die Superkräfte

Ausweis: Prepaid-Registrierung bislang nicht konsequent umgesetzt
Ausweis
Prepaid-Registrierung bislang nicht konsequent umgesetzt
  1. 10 GBit/s Erste 5G-Endgeräte sind noch einen Kubikmeter groß
  2. Verbraucherzentrale Datenlimits bei EU-Roaming wären vermeidbar
  3. Internet Anbieter umgehen Wegfall der EU-Roaming-Gebühren

  1. Re: Ich habe einen Ping von 8ms zu Google

    Kleba | 17:47

  2. Backup?

    teenriot* | 17:45

  3. Re: Der hat !!Killer!! im Namen, den muss ich...

    Arsenal | 17:43

  4. Kann das nicht auch strategie sein?

    teleborian | 17:43

  5. Qi kompatibel?

    McWiesel | 17:42


  1. 17:51

  2. 17:08

  3. 17:00

  4. 16:55

  5. 16:38

  6. 16:08

  7. 15:54

  8. 14:51


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel