Abo
  • Services:

Kaspersky Lab: Gauss ist staatliche Malware zum Kontenraub

Gauss hat in der Codebasis große Ähnlichkeiten mit Flame, dient aber zum Angriff auf Onlinebankkonten und auf Paypal. Laut Kaspersky Lab ist die Cyberwaffe Gauss ebenfalls staatlich finanziert.

Artikel veröffentlicht am ,
Gauss-Hauptmodule
Gauss-Hauptmodule (Bild: Kaspersky Lab)

Die Experten von Kaspersky Lab haben bei weiteren Untersuchungen von Flame eine neue Malware entdeckt. Mit Gauss gebe es erstmals eine Cyberwaffe mit den "typischen Charakteristiken eines Onlinebanking-Trojaners", erklärte das Unternehmen am 9. August 2012. Gauss ist nach Angaben von Kaspersky Lab staatlich finanziert. Die Cyberwaffe Flame wurde laut einem unbestätigten Bericht von den USA und Israel entwickelt.

Stellenmarkt
  1. Alfred Kärcher GmbH & Co. KG, Winnenden bei Stuttgart
  2. CCV Deutschland GmbH, Moers

Alexander Gostev, Chief Security Expert bei Kaspersky Lab, erklärte: "Gauss zeigt bei Design- und Codebasis verblüffende Ähnlichkeiten zu Flame. Das erleichterte uns dessen Entdeckung. Wie Flame und Duqu ist Gauss eine Plattform zur Cyberspionage, die allerdings etwas anders ausgerichtet ist. Wie Flame zielt auch Gauss auf Nutzer in bestimmten Ländern, allerdings mit einem deutlichen Schwerpunkt auf Onlinebanking und Finanzdaten." Kaspersky hat den Gauss-Trojaner als Trojan-Spy.Win32.Gauss klassifiziert.

Angegriffen werden hauptsächlich Anwender im Libanon. Gauss ist für den Angriff auf libanesische Banken, darunter Bank of Beirut, EBLF, Blombank, Byblosbank, Fransabank und Credit Libanais, darüber hinaus aber auch auf die Citibank und den Zahlungsabwickler Paypal programmiert worden.

Gauss stiehlt vor allem Onlinepasswörter, Logindaten zum Onlinebanking, Cookies, die Browserhistorie und Konfigurationsdaten zu Systemeinstellungen der infizierten Computer. Es kann auch USB-Sticks infizieren, wobei dieselbe LNK-Schwachstelle wie bei Stuxnet und Flame ausgenutzt wird. Gauss speichert die gestohlenen Informationen auf dem USB-Stick in einer versteckten Datei. Die genaue Infektionsmethode ist noch nicht bekannt.

Die Architektur und Struktur der Module sowie die Codebasis und Kommunikationsformen mit den Command-&-Control-Servern (C&C) seien in vielen Punkten mit Flame vergleichbar, so der Bericht.

Das Hauptmodul haben die Programmierer nach dem deutschen Mathematiker und Physiker Carl Friedrich Gauß benannt. Auch weitere Komponenten tragen Namen berühmter Mathematiker, etwa die von Joseph-Luis Lagrange und Kurt Gödel.

Laut der Untersuchung dürfte Gauss etwa seit September 2011 aktiv sein. Entdeckt und kurz danach deaktiviert hatte Kaspersky Lab Gauss im Juni 2012. Als Folge befänden sich die noch aktiven Kopien von Gauss "derzeit in einer Art Schlafmodus, da von den C&C-Servern keine neuen Anweisungen mehr erfolgen", so Kaspersky. Seit Ende Mai 2012 wurden mehr als 2.500 Infektionen von Kaspersky Lab aufgezeichnet. Kaspersky erklärte: "Damit dürften die von Gauss infizierten Opfer in die Zehntausende gehen. Die Zahl der Infektionen liegt unter jener von Stuxnet, jedoch deutlich über der Zahl der Attacken durch Flame und Duqu."



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. DOOM 7,99€, Lords of the Fallen - Game of the Year Edition 3,99€, Dawn of War III 16...
  2. 864,99€ mit Gutschein: Z650 (Vergleichspreis 964,98€)
  3. 199€ für Prime-Mitglieder
  4. (u. a. B360-Pro Gaming WiFi für 96,89€ statt 112,99€ im Vergleich und X470-Plus Gaming für...

fratze123 13. Aug 2012

du wiederholst nur WhiteLions beitrag mit anderen worten.

Anonymer Nutzer 11. Aug 2012

jo... der Text war krass. Passt allerdings zum "lupenreinen Demokraten" wie Putin ;)

Anonymer Nutzer 11. Aug 2012

Steuer-CD's werden immer noch - solange bis die EU etwas anderes beschliesst als unsere...

Anonymer Nutzer 11. Aug 2012

jop. das sind sie. Und nicht nur in Moskow. Selbst in eigentlich abgelegenen Gegenden...


Folgen Sie uns
       


Oneplus 6 - angesehen

Oneplus hat sein neues Smartphone Oneplus 6 veröffentlicht. Das Gerät hat ein Display mit Einbuchtung, Qualcomms schnellen Snapdragon-845-SoC und eine Dualkamera auf der Rückseite.

Oneplus 6 - angesehen Video aufrufen
Noctua NF-A12x25 im Test: Spaltlos lautlos
Noctua NF-A12x25 im Test
Spaltlos lautlos

Der NF-A12x25 ist ein 120-mm-Lüfter von Noctua, der zwischen Impeller und Rahmen gerade mal einen halben Millimeter Abstand hat. Er ist überraschend leise - und das, obwohl er gut kühlt.
Ein Test von Marc Sauter

  1. NF-A12x25 Noctua veröffentlicht fast spaltlosen 120-mm-Lüfter
  2. Lüfter Noctua kann auch in Schwarz
  3. NH-L9a-AM4 und NH-L12S Noctua bringt Mini-ITX-Kühler für Ryzen

Wonder Workshop Cue im Test: Der Spielzeugroboter kommt ins Flegelalter
Wonder Workshop Cue im Test
Der Spielzeugroboter kommt ins Flegelalter

Bislang herrschte vor allem ein Niedlichkeitswettbewerb zwischen populären Spiel- und Lernrobotern für Kinder, jetzt durchbricht ein Roboter für jüngere Teenager das Schema nicht nur optisch: Cue fällt auch durch ein eher loseres Mundwerk auf.
Ein Test von Alexander Merz


    Recycling: Die Plastikwaschmaschine
    Recycling
    Die Plastikwaschmaschine

    Seit Kurzem importiert China kaum noch Müll aus dem Ausland. Damit hat Deutschland ein Problem. Wohin mit all dem Kunststoffabfall? Michael Hofmann will die Lösung kennen: Er bietet eine Technologie an, die den Abfall in Wertstoff verwandelt.
    Ein Bericht von Daniel Hautmann


        •  /