Kasachstan statt China: Forscher melden Verlagerung des Bitcoin-Minings

Aktuelle Untersuchungen zeigen eine Verlagerung der globalen Bitcoin-Produktion - schon bevor China das Mining verboten hat.

Artikel veröffentlicht am , Manuel Bauer
In China packen Bitcoin-Miner ihre Sachen. Nächstes Ziel Kasachstan?
In China packen Bitcoin-Miner ihre Sachen. Nächstes Ziel Kasachstan? (Bild: Halldor Kolbeins via Getty Images)

Laut einer Untersuchung des Cambridge Centre for Alternative Finance hat sich die Produktion der Kryptowährung Bitcoin schon vor den drastischen Mining-Verboten der chinesischen Regierung verstärkt in andere Länder verlagert. Unter anderem gilt Kasachstan als eine neue Hochburg für Miner.

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Den Angaben der Forscher zufolge betrug Chinas Anteil am globalen Bitcoin-Mining schon im April 2021 nur noch 46 Prozent. Im September 2019 waren es noch 75,5 Prozent.

In Kasachstan hingegen wuchs der Anteil im gleichen Zeitraum von 1,4 auf 8,2 Prozent. Das Land ist nun drittgrößter Bitcoin-Produzent hinter den USA. Auch dort hat die Bitcoin-Produktion der Studie zufolge stark angezogen - mit teils kuriosen Folgen.

Der Trend dürfte sich fortsetzen. Seit China Ende Juni in Schlüsselregionen das Schürfen von Kryptowährungen effektiv untersagt hat, sind die Mining-Aktivitäten im Land laut den Forschern über Nacht praktisch auf Null gesunken. Die Wissenschaftler gehen daher davon aus, dass Mining-Unternehmen ihre Rechenzentren gegenwärtig in andere Länder verlegen.

Bitcoin-Miner offenbar sehr mobil

Der Autor und Krypto-Experte David Gerard sagte gegenüber der britischen BBC, dass Bitcoin-Miner sehr mobil seien und ihr Equipment gegenwärtig auf Schiffscontainer verladen würden, um neue Standorte anzusteuern. Welche Ziele sie dabei anvisieren, sei indes noch nicht klar.

Fest scheint jedoch zu stehen, dass Mining-Unternehmen ihre Wirkungsstätten weiterhin vorrangig nach niedrigen Strompreisen auswählen - trotz massiver Kritik an den Umweltauswirkungen der Bitcoin-Produktion. In Kasachstan etwa sind die Energiekosten gering, der Strom stammt jedoch zu 87 Prozent aus der Verbrennung fossiler Energieträger.

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Die Untersuchungen der Forscher haben ergeben, dass Mining-Unternehmen in China ihre Rechenzentren regelmäßig in andere Regionen verlagert haben, um von saisonal günstigem Strom zu profitieren. In der Trockenzeit konzentrierten sich die Aktivitäten demnach auf den billigen Kohlestrom in der nördlichen Region Xinjiang, während in der Regenzeit die südliche Provinz Sichuan mit ihren Wasserkraftwerken hoch im Kurs stand.

Bitcoin-Miner haben sich zu Nachhaltigkeit verpflichtet

In den USA haben sich auf Drängen des Tesla-Chefs Elon Musk erst im Mai 2021 mehrere Mining-Firmen zu mehr Nachhaltigkeit bei der Bitcoin-Produktion verpflichtet. Der neu gegründete Bitcoin Mining Council will sich demnach weltweit für die Verwendung von Ökostrom beim Schürfen der Kryptowährung einsetzen. Zuvor war der Kurs der Währung wegen Musks offener Kritik am hohen Energieverbrauch stark abgestürzt.

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Tango 16. Jul 2021

Musk und konnte den Kommentar nicht unterdrücken. Ich nahm an, es wäre deutlich...

Boandlgramer 16. Jul 2021

Das hast Du in Sozialkunde in der 8. Klasse so gelernt. So ist die Welt aber nicht, denn...

SM 16. Jul 2021

Well done

Prototyp 15. Jul 2021

Ist doch egal. Schaltet man halt bei der schlechter zahlenden öandbevölkerung den strom ab.

a.d 15. Jul 2021

Stimmt natürlich, da hast Du recht. Öffentliche Temperaturdaten des Sees: fli-data@hws...



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